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Bonus zu Seite 48 - Ein „deutscher C.S.Lewis“

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Bonus zu Seite 48

Ein „deutscher C.S.Lewis“

Thomas Franke im Gespräch mit Charisma




Der Berliner Autor Thomas Franke könnte mit seinem Roman „Das Haus der Geschichten“(Gerth Medien, 2010) auf dem Weg sein, ein „deutscher C.S.Lewis“zu werden. Jedenfalls gelingt es ihm perfekt, durch spannende,üsante und tiefsinnige Geschichtendes christlichen Glaubens aufzugreifen. Titus Müller (erfolgreicher Autor vieler historischer Romane, www.titusmueller.de, Red.) nannte diese Neuerscheinung den „besten christlichen Roman des Jahres". Rainer Buck befragte den vielversprechenden Autor für Charisma.


Rainer Buck: Ich habe gerade mit Neugierde, Skepsis und ständig wachsender Begeisterung dein Buch gelesen.Es stach aus dem Angebot des Verlags schon optisch hervor und ist von Titus Müller hoch gelobt worden. Hattest du die Ambition, mit etwas literarisch Besonderem aufzuwarten?

Thomas Franke: Ich freue mich sehr über den wunderbaren Kommentar von Titus Müller. Mit so einem positiven Feedback hätte ich niemals gerechnet. Aber meine Ambition beim Schreiben war nicht in erster Linie, etwas Besonderes zu schaffen - ich kenne die christliche Belletristik auch gar nicht gut genug, um wirklich einschätzen zu können, inwiefern sich mein Buch von anderen abhebt.
Ich selber bin ein Mensch, der immer wieder seine Fragen und Zweifel hat. Irgendwann habe ich dann festgestellt, dass ich Wahrheiten am besten begreifen kann, wenn sie mir in Form von Geschichten begegnen. Da lag der Verdacht nahe, dass es anderen Menschen ähnlich gehen könnte wie mir und so habe ich versucht, das, was mir am Herzen liegt, in möglichst eindrückliche und vielfältige Bilder zu fassen

Gibt es Schriftsteller, an deren Kunst du dich orientierst?

Ja. Vor allem die Bücher von C.S. Lewis haben einen sehr großen Einfluss auf mein Leben. Er hat mein Denken sehr geprägt und durch seine Romane wurde meine Liebe zur Allegorie geweckt. Bei George MacDonald entdecke ich immer wieder Schätze der Weisheit, die zwischen den Zeilen hervorschimmern. Und bei G.K. Chesterton schätze ich vor allem seinen Humor und die Originalität seiner Gedanken. Es gibt noch deutlich mehr Autoren, die mich beeinflusst haben, aber vermutlich würde es den Rahmen dieses Interviews sprengen, sie alle aufzuzählen.

In deinem Buch entdeckt ein junger Mann über das Hören und Lesen von Geschichten den christlichen Glauben. Unter welchen Voraussetzungen kann man deiner Meinung nach mit Geschichten das Evangelium kommunizieren?

Es gibt vor allem eine wichtige Voraussetzung: Man muss auf Leser oder Hörer treffen, die Geschichten lieben. Glücklicherweise gibt es davon eine ganze Menge.
Wenn es um das Evangelium geht,gebrauchen wir Christen leider oft verbrauchte Worte und verstaubte Bilder, die an der seelischen Hornhaut der Menschen abprallen. Ich glaube daher, dass es wichtig ist,neue Bilder zu finden und sich der Wahrheit manchmal auch durch die Hintertür zu nähern.
Ich selber freue mich an Geschichten, die mich zunächst einfach nur als Geschichten faszinieren und die dann oft erst im Nachhinein offenbaren, was in ihnen steckt.


Wurdest du selbst in deinem Glauben über erzählende Literatur beeinflusst?

Unbedingt. Wie gesagt, waren es vor allem die Bücher von C.S. Lewis, die mich sehr geprägt haben, vor allem seine Narnia Bücher, aber auch „Die große Scheidung“ oder die „Dienstanweisungen an einen Unterteufel“. Letztlich sind es aber immer die Geschichten des großen Meistererzählers selbst, die den Ursprung bilden. Denn wirklich heilen können nur die wahrsten aller Geschichten.

Dein Roman besteht ja eigentlich aus einer Rahmenhandlung und vielen Kurzgeschichten, wobei du die verschiedensten Genres streifst. Existierten diese einzelnen Geschichten schon vorher oder entstanden sie erst mit Fortschreiten der Erzählung?

Beides. Einige wenige Geschichten waren bereits geschrieben. Die meisten allerdings entstanden erst im Laufe des Romans.

Liegen dir möglicherweise sogar eher Kurzgeschichten als Romane im Blut?

Eine gute Frage. Interessanterweise sind auch meine beiden Kinderbücher („Warum es besser war, dass Pogo nicht fliegen konnte“und „Mike Mampf und die mongolischen Rennmäuse“) Sammlungen von Kurzgeschichten. Aber mein Herz schlägt eigentlich für längere Erzählungen, in denen man viel tiefer in eine Geschichte eintauchen kann. Als ich anfing zu schreiben, begann ich, möglicherweise ein wenig übermotiviert, nicht etwa mit einer Kurzgeschichte, sondern mit einem allegorischen Fantasy-Epos, dessen etwas verschlungene Handlungspfade sich auf ca. 1500 Seiten erstreckten und der nun unvollendet in der Schublade verstaubt.

Gibt es andere Autoren, zu denen du Kontakt hast oder mit denen du dich austauschst oder brütest du eher für dich im stillen Kämmerlein?

Die Geschichten selber entstehen eher im stillen Kämmerlein. Sehr wichtig ist dann das Feedback meiner Frau. Manchmal muss ich etwas verwundert feststellen, dass sie die Charaktere meiner Figuren besser zu kennen scheint, als ich selbst. Anschließend tausche ich mich intensiv mit einer guten Freundin aus, die selber schreibt und bei allen meinen Büchern stets eine wertvolle Beraterin war. Durch das „Haus der Geschichten“ist nun auch ein wenig Kontakt zu Titus Müller entstanden, der mir nicht nur auf ausgesprochen sympathische Art, sondern auch hochkompetent viele wichtige Ratschläge geben konnte.

Kommen viele Rückmeldungen über das Buch bei dir an? Kommunizierst du mit Lesern bewusst zum Beispiel über Lesungen und Veranstaltungen?

Rückmeldungen erreichen mich sowohl über den Verlag, als auch privat. Einige davon haben mich sehr berührt. Als jemand mir schrieb, dass die Geschichten ihm in einer sehr traurigen Zeit viel Vertrauen und Kraft geschenkt hätten, da hatte ich das Gefühl, dass sich allein dafür alles Schreiben schon gelohnt hatte. Ich empfinde das als ein großartiges Geschenk!
Ich vermute im Vergleich ist die Quantität der Rückmeldungen eher gering, was möglicherweise auch daran liegt, dass ich bislang recht wenig an die Öffentlichkeit getreten bin. Eine Lesung zu halten wäre vor diesem Hintergrund eine gute Idee :-D.


Das „Haus der Geschichten“ist nicht deine erste Buchveröffentlichung, aber in gewissem Sinne doch ein belletristisches Debüt. Planst du,Gewichtiges nachzulegen oder ist dieses Buch erst einmal ein Meilenstein in deiner Autorenvita– du hast ja auch noch einen herausfordernden Hauptberuf?

Ich liebe es, Geschichten zu erfinden. Dabei spiele ich gerne mit den verschiedenen Genres und versuche durch allegorische Elemente und die Entwicklung der Figuren die wesentlichen Fragen des Lebens zu berühren.
Insofern schwebt mir nicht vor, eine längere Auszeit zu nehmen. Derzeit befinde ich mich wieder auf Verlagssuche mit einem humorvollen Fantasyroman und einer Erzählung, die sowohl allegorische als auch Thriller-Elemente enthält, im Gepäck.
Daneben arbeite ich an einem neuen Projekt, dass vermutlich am ehesten in das Genre Mystery-Thriller einzuordnen wäre – was viel Spaß macht und wesentlich gruseliger klingt, als es ist. Insofern bin ich sehr gespannt, wie es weitergehen wird.


Ich danke dir für das Gespräch.


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