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Das Hautleiden juckt nicht mehr

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Egger
Das Hautleiden juckt nicht mehr

Oft werde ich gefragt: „Alexander, du wirkst so munter und lebenslustig! Du scheinst echt Spaß am Leben zu haben. Wie machst du das? Was ist dein Erfolgsschlüssel?“ Meine Antwort ist dann immer: „Erstens glaube ich an einen gnädigen und barmherzigen Gott. Zweitens bin ich mutig und vertrauensvoll.“ Mut und Vertrauen sind zwei wichtige Eigenschaften. Mut lässt mich durchstarten, Herausforderungen und Probleme angehen, und Vertrauen lässt mich durchhalten und den Weg zu Ende gehen.Von Geburt an litt ich an einer schweren Erkrankung. Es dauerte 18 Jahre, bis sie völlig geheilt war. Nach ärztlicher Meinung war ich einer der schlimmsten Fälle von Neurodermitis, der in Österreich und Deutschland bekannt war. Die beigefügten Bilder geben einen Eindruck von meinem Zustand, der fast unerträglich war. Die Selbstmordgedanken waren nicht sehr weit weg.Wie viel Zeit meines Lebens verbrachte ich in Krankenhäusern! Ich probierte verschiedene Therapieformen, reiste dafür um die Welt. Meine Eltern und Verwandten investierten sehr viel Geld. Ob in Griechenland, Spanien, der Türkei, in Amerika oder Israel, überall musste ich mich neuen Herausforderungen stellen: Ich nahm an Selbsthilfegruppen teil und hatte bald alles, was Schulmedizin und Esoterik anbieten, ausprobiert. Mittlerweile hatte ich den Mut verloren. Nach 17 Jahren Krankheit und all den Therapieversuchen gab es keine Besserung. Darüber hinaus hatte ich schulische Probleme. Ich bekam einen Privatlehrer. Dadurch wurde das Gefühl, wie ein Aussätziger ausgeschlossen zu sein, noch stärker.Starke Eitergeschwüre gehörten zu meinem Alltag, die Nächte ließen mir nie viel mehr als zwei Stunden Schlaf. Mein Körper und mein Immunsystem waren am Ende so schwach, dass der Arzt mir mitteilte, ich werde irgendwann einen Herzinfarkt erleiden, weil der Körper die Belastung nicht mehr verkraftet.Ich wurde arbeitsunfähig geschrieben. Schließlich fand ich mich im Rollstuhl wieder, weil mein Bewegungsapparat durch die zahlreichen Wunden und Narben so stark eingeschränkt war, dass ich mich nicht mehr frei bewegen konnte. Ab einem bestimmten Zeitpunkt wollte ich nur noch sterben und versuchte, mir mit einer Überdosis Tabletten das Leben zu nehmen.Ich verstand das alles nicht mehr. Ich fühlte mich ungerecht behandelt und hatte eine enorme Wut in mir. Mein Selbsthass war groß. Da erinnerte ich mich an eine Aussage meines Onkels: „Und es gibt einen liebevollen Gott, der heilt, und zwar heute – auch wenn es zunächst nur das Herz ist, das gesund wird.“ ...

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