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Der HERR tanzt!

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Der HERR tanzt!
von Barbara Lorenz

Seit ich Anfang 2005 zum prophetischen Tanz freigesetzt wurde, hat sich mir unser kreativer Gott in einer ganz neuen erfrischenden Weise offenbart. Und ich stellte mit Freuden fest: Wir haben einen tanzenden Gott!
Für Manchen mag das nichts Neues sein, aber doch vielleicht die Art und Weise, wie ER tanzt. Als ich nämlich daraufhin die Bibel zu durchforsten begann, entfaltete sich mir eine Bandbreite des Tanzes und eine Tiefe des Wirkens Gottes durch seinen Tanz, die mich sehr anrührt.

Allein wenn man die Bedeutungen der verschiedenen Worte betrachtet, die in der Bibel für „tanzen“ oder für verwandte Worte, gebraucht werden, gerät man ins Staunen über Gottes Vielfalt in Seinem Ausdruck und dem Seines Volkes. Zum Beispiel wird der Tanz von David in 2.Samuel 6, 5 mit dem hebräischen „
sâchaq“ beschrieben, das so viel heißt, wie „tanzen, lachen, spielen, freuen, auslachen, verhöhnen, in Herabsetzung lachen“. So können wir davon ausgehen, dass Davids Tanz vor der Bundeslade her in seine Stadt hinein nicht nur ein Tanz der Freude über den Einzug der Bundeslade war, sondern auch ein Ausdruck des Triumphes über seine Feinde. Zur Beschreibung des Einzugs der Bundeslade in Jerusalem und der Feier des Volkes werden drei weitere Worte des Tanzens verwand. In Vers 14 finden wir „kârar“, was mit „tanzen, wirbeln“ übersetzt werden kann. In Vers 15 wird das Wort „teruwah“ gemeinhin mit „Jauchzen“ übersetzt, was jedoch bei genauerer Betrachtung ein weit größeres Ausdrucksspektrum beinhaltet, nämlich „Kriegsgeschrei, Beifall aus Freude, Alarmblasen“. In Vers 16 wird dann noch das Wort „pazaz“ verwand, das „hüpfen, stark gemacht sein“ heißt.

Hier können wir schon deutlich sehen, dass in dem Tanzen, Jauchzen und Hüpfen des Volkes Gottes nicht nur Freude und Triumph steckt, sondern gleichzeitig auch die Gewissheit wieder „stark gemacht zu sein“ und eine Kampfansage an den Feind durch „Kriegsgeschrei“ und „Alarmblasen“.
Die Stelle Zephanja 3, 17 gefällt mir besonders: „
Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er freut sich über dich in Fröhlichkeit, er schweigt in seiner Liebe, er jauchzt über dich mit Jubel.“ Das hebräische „gûwl“ ist hier mit „Jubel“ übersetzt, bedeutet aber in seiner ganzen Bandbreite „schnell drehen, herumwirbeln unter Einfluss leidenschaftlicher Gefühle, sich freuen“. Man stelle sich das bildlich vor: Der Herr selbst wirbelt umher in leidenschaftlichen Gefühlen für uns, jubelt, jauchzt und ist fröhlich über dich und mich!

Um das Bild rund zu machen gebe ich noch die Stelle in Lukas 10, 21 an, wo Jesus Christus vor Freude jubelte im Geist, als seine 70 Jünger von ihrem Einsatz zurückkamen. Das griechische Wort „
agalliaô“ wird hier mit „jubeln“ übersetzt und bedeutet jedoch mehr als das: „hüpfen vor Freude, außerordentlich fröhlich sein, sich großartig freuen“. Auch hier lohnt es sich, sich diese Szene einmal bildlich zu vergegenwärtigen....Im Übrigen wird das gleiche Wort in Apostelgeschichte 2, 42-47 gebraucht, um das Leben der Urgemeinde zu beschreiben. In Vers 46 wird gesagt, dass sie mit Jubel = „agalliaô“ und in Schlichtheit des Herzens zusammenkamen und Gott lobten.
Wenn man zu dieser kleinen Exkursion in die Schrift noch bedenkt, dass Gott selbst sämtliche Feste Seines Volkes angeordnet hat auf denen seit Generationen immer wieder gerne ausgelassen getanzt wird, kommt ein sehr bewegter und bunter Fingerabdruck Gottes zustande, den ER uns da von Seinem Wesen sehen lässt.

Vor diesem Hintergrund lässt sich auch besser begreifen, dass das erste Gebot des Herrn: “
Du sollst (besser: wirst) den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele und deinem ganzen Verstand.“ (Matt. 22, 37) auch unseren Körper mit einschließt. Da wir nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, ist es ganz normal, dass wir den Wunsch in uns tragen, uns nach Musik zu bewegen. Der Eine mehr, der Andere weniger - aber die Veranlagung ist da. Leider ist dieser sehr bereichernde Aspekt der Anbetung Gottes im Laufe der deutschen Kirchengeschichte fast abhanden gekommen und findet kaum noch Verwendung in unseren Gottesdiensten.

Seit ich Gottes Wirken durch mein Tanzen für mich und meine Umwelt erfahren habe, stelle ich fest wie sehr wir uns selbst bisher an dem Segen Gottes beschnitten haben. Gottes Geist nutzt den Tanz in Verbindung mit Anbetung und Lobpreis, um Seiner Gemeinde Sein Wesen nicht nur vor die Ohren, sondern auch vor die Augen zu malen. Im Laufe meiner Seminararbeit bekomme ich immer wieder Rückmeldungen von Teilnehmern, wie der Heilige Geist Ihnen durch den Tanz eine Predigt gegeben hat, ihnen Heilung, Befreiung oder einfach eine weitere Offenbarung vom Wesen Jesu gab. Ich und auch die Musiker erfahren den Tanz als sehr wertvolle Ergänzung und Verstärkung der Anbetungszeiten vor Gott, wobei ich keine Wertung zwischen choreographiertem, einstudiertem Tanz und spontanem Tanz machen möchte. Beide Tanzarten, egal in welchem Stil, habe ich bereits als mächtigen Wirkungskanal Gottes erleben dürfen. Hier ist nur die Frage, wo finde ich als tanzbegeisterter Anbeter meinen Platz, womit fühle ich mich wohl. Gott hat hier eine Vielzahl von Berufungen und Salbungen in uns hineingelegt, die es zu entdecken gilt: Flaggentänzer, Reigentänzer, Ausdruckstänzer, Solotänzer, Formationstänzer, prophetische Tänzer, akrobatische Tänzer, Schlittschuhtänzer und viele mehr. Mein Platz ist zum Beispiel der spontane, vom Heiligen Geist geleitete Tanz. Und speziell aus dieser Perspektive kann ich sagen, ich habe erlebt, wie der Herr durch mich tanzt, mit mir tanzt und trotz meiner tanzt.

Da unser Gott ein Gott ist, der sehr an einer liebevollen, intimen Beziehung zu dir und mir interessiert ist, ist auch Sein Tanz durch dich und mich immer ein Ausdruck unserer gelebten Beziehung. Der Herr tanzt! Tanzt du mit?





Autorin:
Barbara Lorenz
Dipl. Modedesignerin, M.B.A.
Inhaberin des „Atelier für textiles Design“ in Karlsruhe
www.atelierfuertextilesdesign.de
Seminarleiterin zu Themen „Tanzen im Geist Gottes“ und „Banner und Flaggen“





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