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Erdbeben in der Stadt Christchurch - Erdbeben auch im eigenen Leben

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2011-03-12
Erdbeben in der Stadt Christchurch
Erdbeben auch im eigenen Leben

Wenn es irgendwo ein Erdbeben gibt, wird eine ganz Stadt und Region erschüttert mit oft tragischen Folgen. Bei einem verheerenden Erdbeben der Stärke 6,3 in
Christchurch im Februar dieses Jahres stürztenGebäude zusammen. Viele Menschen rannten auf die Straße, um sich zu retten und wurden von herabstürzenden Teilen getroffen. Die Straßen wurden in Sekunden in Schlammfelder verwandelt, da aus dem Erdboden Wasser- und Schlammmassen hervorbrachen, die die Straßen überfluteten, in die Geschäfte und Häuser flossen und gewaltigen Schaden hinterließen.

Karin Detert von „Brücke zu den Nationen“ ist dem Erdbeben knapp entgangen. Für Charisma-online schildert sie, was sie erlebte und welche Gefühle und Reflexionen damit verbunden waren.

Als deutsches Team im Land unterwegs

Zu der Zeit des Erdbebens waren wir mit einem Team von acht deutschen Christen in Neuseeland unterwegs, wo wir in verschiedenen Städten und Gemeinden Konferenzen und Seminare zum Thema „Vaterherz Gottes“ abgehalten haben.
Drei Tage vor dem Erdbeben hatten wir – Preis dem Herrn – die Stadt schon verlassen.

Eine Woche vorher standen wir noch vor der Kathedrale von
Christchurch, deren Turm dann später zusammenbrach.
In einem wunderschönen Außenbezirk von
Christchurch, wo wir noch vier Tage vorher waren, wurden einige Häuser von Felsbrocken zerstört, die vom Hang losbrachen und durch die Häuser rollten. Viele der Cafés und Läden gibt es nicht mehr.

Bei dem Ausmaß des Bebens kann man dennoch von Bewahrung sprechen
, dass in einer Stadt von 400.000 Menschen und vielen Touristen nur bislang 166 Menschen ums Leben kamen.

Folgen des Erdbebens

In nur wenigen Sekunden verloren viele Menschen ihr Leben oder wurden verletzt. Die Nachfolgen des Bebens werden die Menschen und diese Stadt noch lange begleiten. Viele haben in einem Augenblick ihren ganzen Lebenstraum verloren, alles, wofür sie gelebt haben. Viele haben ihre Häuser verloren – samt allem, was drin war. 10.000 werden wohl bislang abgerissen. Ca. 3000 Menschen verloren ihre Arbeitsstellen.
Es gibt Entschädigungen, aber viele warten noch immer auf die Entschädigungen vom Septembererdbeben – jetzt die neue Katastrophe.

Als ich gestern Abend die gewaltige Zerstörung durch Erdbeben und Tsunami in Japan im Fernsehen mitbekam, saß ich fassungslos vor dem Bildschirm. Gewaltige Wassermassen rasten durchs Land und verwüsteten alles, was in den Weg kam. Feuer überall. Ein gewaltiges Ausmaß an Zerstörung!

Jemand aus Deutschland sagte zu mir: Das ist so weit weg von mir/uns ....

Plötzlich kommt eine Katastrophe ganz nahe

Solche Ereignisse waren auch immer weit weg von mir, aber jetzt, wo ich selber in so einem Gebiet bin und gerade noch dem Beben entkommen bin, jedoch das Leid und die Not der Menschen vor Ort miterlebe, hat es mich sehr tief bewegt und betroffen gemacht, so dass ich stundenlang auf der Erde lag und weinen musste um all die Menschenleben, die in ein paar Minuten einfach ausgelöscht wurden.

Das alles kam plötzlich sehr nahe, zumal auch hier in
Christchurch und inzwischen an vielen Orten Neuseelands ständig neue Beben zu verzeichnen sind. Es fühlt sich an, wie ein LKW, der plötzlich durchs Haus rast. Alles wird erschüttert, manchmal mehr, manchmal weniger.

Vertraue ich Gott mit meinem Leben?

Ich frage mich: Vertraue ich dem Herrn wirklich für mein Leben?
Das sagt man immer so leicht, aber erst in gewissen Umständen erkennen wir, was wirklich im Herzen ist.
Es ist dann gut, sich immer wieder zu vergegenwärtigen, wer unser Gott ist.
In Psalm 46 heißt es: Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, als Beistand in Nöten reichlich zu finden. Darum fürchten wir uns nicht, wenn auch die Erde bebte und die Berge mitten ins Meer wankten.

Das führt dann doch zu halbwegs ruhigen Nächten.
Aber uns wird hier immer bewusster:
Das Leben kann auch schnell vorbei sein.
Egal, wo wir leben, unser Leben liegt in Gottes Hand und nur in seiner Hand sind wir geborgen.
Er ist mein Fels, meine Festung, meine Hilfe und mein Heil.

Glaubensgeschwister hier aus
Christchurch berichten von gewaltigen Wundern, wie Menschen überlebt haben und gerettet werden konnten: Zum Beispiel befand sich die Sekretärin einer Gemeinde, die frisch verheiratet war, gerade in ihrem Auto, als eine Hauswand auf das Auto fiel. Ihr Mann, der in der Nähe war, sah es und rannte hin, um zu helfen. Er hörte durch ein offenes Autofenster, wie sie am Beten war und zu Gott sagte, dass es doch noch viel zu früh für sie sei, zu gehen, da sie noch nicht einmal Kinder gehabt hätten.

Er konnte sie ziemlich unbeschadet aus dem Auto befreien.

Segensgebete für die Stadt

Es sind ganz besondere Augenblicke, wenn wir mit Geschwister zusammen beten können und Gott danken für die Bewahrung in all dem Chaos. So trafen wir uns und beteten aus dem Wohnzimmer eines Hauses, das gegenüber der Stadt auf einem Berg liegt, und segneten die Stadt. Wir riefen Gottes Gnade und seine Pläne der Erlösung über der Stadt aus und dass diese Stadt, die jetzt bekannt geworden ist als eine zerstörte Stadt,
Christchurch, bekannt würde in der Welt als eine Stadt, in der Christus seine Church/Gemeinde baut, eine Stadt, die zum Herrn umkehrt und in der er das Minus in ein Plus verwandelt.

Trauer über den Verlust von Menschenleben

Doch im Moment zerbricht mein Herz darüber, zu sehen, wie Tausende von Menschen in einem erneuten Beben, das diesmal Japan erfasste, einfach weggerafft wurden.

Matthäus 24:6: ...
Sehet zu, erschrecket nicht; denn dies alles muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.

Matthäus 24:7:
Denn es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich, und es werden Hungersnöte und Seuchen sein und Erdbeben an verschiedenen Orten.

Matthäus 24:8:
Alles dieses aber ist der Anfang der Wehen.

Matthäus 24:14:
Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.

Woanders spricht es davon, dass die Erde in Geburtswehen liegt und sich nach Errettung und der Offenbarwerdung der Söhne Gottes sehnt.

Römer 8:19, 22:
Denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. .... Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt.

Als Leib Christi zusammenrücken

In einer Gebetszeit heute Morgen musste ich immer wieder an Passagen aus dem Alten Testament denken, wenn in Zeiten einer nationalen Not die Könige ihr Volk zusammenriefen, um gemeinsam zu fasten und sich vor Gott zu demütigen und seine Hilfe zu erbitten.

Was würde geschehen, wenn wir als Leib Christi zusammenrücken würden und gemeinsam das Angesicht des Herrn für unser Land, unsere Städte oder auch die Städte und Länder anderer suchten?

Als die Ungläubigen sich zusammentaten, um in Einheit den Turm in Babel zu bauen, wäre ihnen nichts unmöglich gewesen, deshalb verwirrte der Herr ihre Sprache, dass sie die Kraft, die in der Einheit liegt, verlören.

Im Hinblick auf die Ereignisse im Nahen Osten und die weltweite Finanzkrise, die sich aufgrund der letzten Erdbebenereignisse noch ausweiten wird, sowie manch anderer „Zeichen“, die weltweit zu beobachten sind: Was würde der Herr uns sagen, wenn wir als sein Leib, als Leib Christi, in unserer Stadt, in unserem Land zusammenrückten, um ihn zu suchen?

Was bestimmt mein Leben?

Mich bewegt im Licht dieser gerade stattgefundenen verheerenden Naturkastrophen immer wieder die Frage:
Was sehen wir eigentlich als wichtig an in unserem Leben?

Was macht mein Leben aus? Wofür lebe ich? Materielle Güter? Wohnung, Haus, Freizeit, Hobbies ... Alles Materielle kann in einem Moment weg sein.

Der Herr sagte in weiser Voraussicht (Matthäus 6,20): … sammelt euch aber
Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost zerstört, und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen. (Passt sicher auch für die Finanzkrise.)
Der Missionsbefehl an uns alle lautet:
Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung (Mk 16,15).Jene aber, heißt es, gingen aus und predigten allenthalben, indem der Herr mitwirkte und das Wort bestätigte durch die darauf folgenden Zeichen.

Das Wichtigste ist doch eigentlich, dass wir Menschen zu Jesus führen, damit sie wissen, egal, wie die Umstände um sie herum sind, sie sind sicher und gerettet in ihm.

So lautet mein Gebet:

Herr, hol mich/uns raus aus der Bequemlichkeit unseres Lebens und erfass uns mit Deiner Liebe für die Verlorenen. Füll uns an mit dieser Liebe, die jedes menschliches Denken übersteigt, die Jesus willig gemacht hat, für uns sein Leben hinzugeben.

Ich möchte mein Ohr auf Dein Herz legen und hören, wie es sekündlich für die Verlorenen schlägt.

Herr, rücke die Prioritäten unseres Lebens in die richtige Reihenfolge. Leben wir für Dich oder leben wir doch eigentlich alles in allem unser eigenes schönes Leben und lassen Dich etwas daran teilhaben?

Ergreife unser Leben ganz neu mit Deiner Liebe, Deiner Sehnsucht nach den Verlorenen. Lass Deinen Herzschlag – nach den Verlorenen Ausschau zu halten - zu unserem Herzschlag werden. Dass nicht die Nichtigkeiten des Lebens uns in Beschlag nehmen, sondern das, was Ewigkeitswert hat.

Weck mich auf, Herr, und lass mich zu einem Menschenfischer werden. Hilf uns, dass wir Finanzen freisetzen, damit Dein Reich gebaut werden kann.

Hol uns raus aus der Routine unseres Lebens und lass uns zu einer brennenden Fackel für Dich werden, die den Menschen Dein Licht und Deine Erlösung bringt.

Zur Autorin:
Karin Detert reist „als Botschafterin Gottes“ – so könnte man sagen – in viele Länder, um Kontakte zu den Glaubensgeschwistern zu knüpfen, Verbindungen zu schaffen, voneinander zu lernen und füreinander ein Segen zu sein.

Wenn Sie mehr über ihren Dienst erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an: kdetert@gmx.de




Fotos:


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