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Gebet

Charisma 149 > Aus dem Magazin

Gebet

Wahlen

Information
Am 3. Juni beendete der 16. Deutsche Bundestag seine Arbeit. Spätestens seit diesem Zeitpunkt läuft der Wahlkampf beider Volksparteien, die sich bisher als Partner in einer Großen Koalition zurückgehalten haben. Die Fragen sind: Kommt es zu einer Koalition zwischen CDU/CSU und FDP? Oder braucht es ein Dreierbündnis von SPD, Grünen und FDP („Ampel“) zur Mehrheitsbildung? Oder ist eine Koalition von CDU, FDP und Grünen möglich („Jamaika“)?

Zur Bundestagswahl am 27. September kommen am 30. August noch die Landtagswahlen im Saarland, in Sachsen und Thüringen und am 27. September in Brandenburg hinzu.

Kommentar
Die Wahlen werden Deutschland verändern. Nachdem sich die SPD entschlossen hat, auf keinen Fall auf Bundesebene mit der Linken zu koalieren, dies aber auf Länderebene für möglich hält, kann es auf Bundesebene unter Umständen zu langwierigen Verhandlungen und instabilen Koalitionen und im Saarland und in Thüringen zu rot-roten Koalitionen kommen. Das wird für die jeweilige Landespolitik und über den Bundesrat natürlich auch für die Bundespolitik Konsequenzen haben, speziell in der Familien-, Bildungs-, und Sozialpolitik.

Gebet
• Wir beten gemäß Daniel 2,20–22, dass der Gott, dem Weisheit und Stärke gehören, Verantwortungsträger absetzt und einsetzt; und dass er offenbar werden lässt, was im Verborgenen an Ungutem geplant ist.
• Wir beten um Fairness und Ehrlichkeit im Wahlkampf und dafür, dass die Wähler sich nicht durch populistische Stimmungsmache manipulieren lassen.
• Wir beten für die Kandidaten, die sich an biblischen Maßstäben orientieren und danach leben und die gegenüber Israel eine unterstützende Position einnehmen.
• Wir beten für tragfähige Koalitionen, kompetente Minister und einen Gott wohlgefälligen Kurs im Regierungsgeschehen.


Meinungsfreiheit

Information

Vom 20. bis 24. Mai 2009 fand in Marburg der „6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“ statt. In Referaten und über 100 Workshops ging es u.a. um „Sexualität und Identität als Mann und Frau“. Zwei der Referenten, Christel Vonholdt und Markus Hoffmann, wurden schon länger von der Homosexuellenbewegung angegriffen, weil sie therapeutische Begleitung für homosexuelle Menschen anbieten, die unter ihrer sexuellen Ausrichtung leiden und daher eine Veränderung wünschen. Im Vorfeld des Kongresses wurde nicht nur die Mitwirkung von Vonholdt und Hoffmann – wie bei einer ähnlichen Veranstaltung in Graz – zu verhindern gesucht, sondern der Kongress insgesamt.

Kommentar
Im Zusammenhang mit dem Kongress wurden „die Evangelikalen“ als gefährlich dargestellt. Damit entsteht in der Breite die Frage nach Artikel 5 des Grundgesetzes, das von dem Recht spricht, „seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern. Eine Zensur findet nicht statt. Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“. Die Schwulenverbände versuchen nun die Arbeit des Kongresses als „Pseudo-Wissenschaft“ darzustellen und somit aus Artikel 5 herauszulösen und eine Therapie von Homosexuellen als diskriminierend darzustellen. Dann fällt er unter den Antidiskriminierungs-Paragraphen und kann als Ganzes gesetzlich verboten werden.

Gebet
• Wir loben den Schöpfer, der in seiner Weisheit und Liebe den Menschen als Mann und Frau erschaffen hat. Wir loben die guten Ordnungen Gottes.
• Wir beten, dass homosexuell empfindende Menschen sich nicht von der Liebe Gottes ausgeschlossen fühlen.
• Wir beten um Schutz für alle, die Betroffenen seelsorgerlich und therapeutisch helfen: Schutz vor körperlichen Übergriffen, vor emotionalen Tiefschlägen und geistlichen Angriffen.
• Wir beten um eine Klärung des Begriffs der „Diskriminierung“ vor dem Bundesverfassungsgericht.
• Wir beten für den Erhalt der grundgesetzlichen Meinungsfreiheit in unserem Land.


Wirtschaftskrise

Information
Wir befinden uns in einer globalen Krise ungeklärten Ausmaßes. Bisherige Prognosen über ihren Verlauf wurden bisher nach unten korrigiert. In den 30er-Jahren entwickelte sich eine Bankenkrise zur Wirtschaftskrise. Sie brachte gewaltige Arbeitslosigkeit mit sich, es kam zu einer Gesellschaftskrise, zur Radikalisierung der Massen und Polarisierung in den rechten und linken Flügeln der Gesellschaft. Am Ende des Elends stand dann die „Lichtgestalt“ Adolf Hitler, der die Deutschen aus ihrer Wirtschaftsnot und nationalen Depression zu führen versprach.


Kommentar
Die Reaktion der Regierenden auf die momentane Krise fiel anders aus als nach dem Bankenzusammenbruch von 1929. Statt Zinsen anzuheben, überschwemmen die Zentralbanken die Welt mit Liquidität, um die Wirtschaft lebendig zu erhalten.
Mit zeitlicher Verzögerung werden sich die Folgen der Krise allerdings auf dem Arbeitsmarkt auswirken, bis zum Jahresende wird mit 4 Millionen und mehr Erwerbslosen gerechnet.

Anders als in den Dreißigern gibt es heute eine internationale Kooperation der G8- und G20-Staaten, das soziale Netz ist stärker und die Demokratie ist in Deutschland – anders als zur Zeit der Weimarer Republik – fest verankert.

Gebet
• Wir danken Gott, der auch in dieser Krise alles in seiner Hand hat und nicht davon erschüttert wird.
• Wir beten für richtige Entscheidungen der Regierungen.
• Wir beten, dass möglichst wenige Arbeitsplätze verloren gehen.
• Wir beten gezielt und konkret für Firmen in unserer Umgebung.
• Wir beten für eine gerechtere und transparentere Struktur der Finanzwelt.
• Wir beten, dass die Wirtschaftkrise keine Gesellschaftskrise wird, sondern Entwicklungen in diese Richtung vorher gestoppt werden.


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