Charisma 147 > Aus dem Magazin
Albin Müller und Rinaldo Dieziger
Gottes Wort surft auf Erfolgswelle – und auf internetkirche.com
Die Internet-Generation mit einer Internet-Kirche erreichen
Während traditionelle Kirchen oft über nachlassenden Besuch ihrer Gotteshäuser klagen, wächst eine unkonventionelle, neuartige Kirche rasant: die Internetkirche. Das Medienverhalten insbesondere der jungen Generation hat sich spürbar verändert. Mobile elektronische Medien wie Internet, Mobilephone und iPod sind „in“. So verzeichnet das christliche Portal internetkirche.com seit letztem Jahr über 200.000 Downloads seiner Predigten und der Heilungsschule, sodass wegen dieses Erfolgs das Portal laufend mit weiteren täglichen, inspirativen Video-Andachten erweitert wird.
„Es ist für mich, als wenn es gestern gewesen wäre“, erklärt Erich Engler, Pastor der Familienkirche Rapperswil-Jona aus der Schweiz, wenn er darüber spricht, wie die Internetkirche entstanden ist. „Der Herr sprach: ‚Starte eine Internetkirche!‘ – und das war’s schon.“ So nahm letztes Jahr eine außergewöhnliche und erfolgreiche Geschichte ihren Lauf. „Die größte Herausforderung für uns war, Personal für den Webdienst zu finden: kompetente Leute für die Bedienung der Video-Kamera, Editoren, die professionelle Video- und Filmschnittsoftware beherrschen, und natürlich Leute mit Sinn für kommunikatives Design zum Erstellen von Webseiten. In Rekordzeit stand das Personal zur Verfügung, das die Hauptarbeit – vom Erstellen der Filme als Live-Mitschnitte bei Gottesdiensten bis zu Uploads auf das Internetportal (internetkirche.com) – realisierte.“
Die Familienkirche aus der Schweiz startete das Projekt internetkirche.com von Grund auf. Kaum jemand hatte damit gerechnet, was dieses Projekt im deutschsprachigen Europa auslösen würde: Innerhalb kürzester Zeit meldeten sich Menschen von überall auf der Welt, aber hauptsächlich aus dem deutschsprachigen Europa, bei der Internetkirche mit Dankesschreiben und Zeugnissen aller Art. Selbst die Schweizer Medien wurden auf die virtuelle Kirche aufmerksam, sodass Erich Engler einige Tage für Interviews bei Zeitung und Radio verbrachte. Sogar ein Fernsehauftritt kam zustande, und die Internetkirche wurde über Nacht in der christlichen Landschaft bekannt.
Unabhängig von Tag, Zeit und Ort
Muss man, um eine Predigt zu hören, sonntags um zehn in der Kirche erscheinen? „Nicht unbedingt“, argumentiert Pastor Erich Engler. „Das moderne Konzept einer Gottesdienstbeteiligung unabhängig von Tag, Zeit und Ort begeistert und überzeugt viele Menschen. Sie schätzen es auch, sich via CD-Rom in die Bibel zu vertiefen oder im Archiv unter 240 Predigten die zu ihrer persönlichen Lebenssituation passende auszuwählen, über Videoaufzeichnungen der Heilungsschule beizuwohnen oder im Online-Eheseminar ihre Partnerschaft zu bereichern – und dies kostenlos. Terminkollisionen oder Transportprobleme gehören der Vergangenheit an. Tempi passati!
Durchbruch mit der Online-Video-Heilungsschule
Im Frühjahr 2008 haben in nur sieben Wochen über 800 Personen die Heilungsschule der Familienkirche Rapperswil-Jona besucht und dabei miterlebt, wie Menschen die göttliche Heilungskraft empfingen. Gleichzeitig besuchten Tausende von Menschen diese Heilungsgottesdienste online. Mit über 11.000 (!) Video-Down-loads ist die Video-Heilungsschule das am häufigsten besuchte Angebot auf der Homepage der Internetkirche und weist anschaulich auf die Aktualität dieses Themas sowie auf seine bedürfnis- oder mediengerechte Aufbereitung hin.
„Dass der Glaube Berge versetzt, ist bekannt. Dass er auch heilt und hilft, geht gern vergessen“, erklärt Pastor Engler. „Hier setzt die Heilungsschule an.“ Erich Engler zeigt mit seinem Team, welch geballte Heilkraft in der biblischen Botschaft steckt. Daneben gehören Gebete für Kranke zum festen Bestandteil der Samstagabendgottesdienste – auch online, versteht sich. Angesprochen sind dabei alle Menschen, die ihrem Leben eine positive Wende geben möchten – hin zu Gesundheit und Glück, zu Zufriedenheit und Zuversicht.
„Gehen Sie nach Hause, Sie sind gesund!“
Wöchentlich erreichen die Internetkirche Zuschriften von begeisterten Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Heilungsschule und der Heilungsgottesdienste. „Genug Gründe für uns, um die Heilungsschule weiterzuentwickeln!“, bestätigt ein überzeugter Pastor Engler dank der positiven Stimmen. Hier einige Reaktionen:
• „Als ich am ersten Abend in der Heilungsschule war, sprach der Herr zu mir, dass meine Herzstörungen jetzt geheilt seien. Es ging zwar noch ein paar Wochen, aber seit Ende der vergangenen Woche sind die Beschwerden vollständig verschwunden.“
• „Ich hatte immer wieder Rückenschmerzen und dies schon seit Jahren. Am zweiten Seminarabend der Heilungsschule habt ihr einen Aufruf gemacht. Ich habe diesem sofort (hinter meinem Bildschirm des Computers und online) Folge geleistet, denn ich wusste, dies war mein Abend. Ab diesem Moment war ich meine lästigen Rückenschmerzen los.“
• „Meine Schulterprobleme bin ich losgeworden.“
• „Ich habe nach Monaten keine Gliederschmerzen mehr.“
• „Ich bin geheilt von Schlaflosigkeit.“
• „Schmerzen in Händen und Zahnschmerzen sind einfach weg.“
• „Von Doppelsichtigkeit geheilt.“
• „Nach Gebet vom Arzt als vorfallsfrei bestätigt.“
• „38 Jahre alter schwerer Nierenschaden weg.“
• „Ich kann gleichzeitig wieder auf beiden Beinen stehen.“
• „Deprimierte Tage gehören der Vergangenheit an.“
(Zeugnisse in ihrer vollen Länge unter www.internetkirche.com/Testimonials)
Der kontinuierliche Ausbau der Internetkirche setzt sich fort: täglich 5-Minuten-Andachten
„Sind Andachtsbücher out? Das müssen Sie selber entscheiden. Wir finden das Thema außerordentlich aktuell“, meint der Pastor und lanciert darum ein ganz neues Andachtsmedium. Parallel zu den Predigten wachse das Bedürfnis für zusätzliche Angebote, deshalb erscheinen neu fünfminütige Tagesandachten auf Video in schriftdeutscher Sprache unter dem Titel: „Ein Geschenk für jeden Tag“ – und wer die aktuelle Andacht verpasst, kann bequem auf das Video-Archiv zugreifen.
„Wir machen es einfach etwas moderner“, sagt Engler und ist davon überzeugt, dass die täglichen Online-Andachten ein Hit werden. Sozusagen ein Mausklick zum Halleluja? „Schon, aber nicht nur“, meint er. „Sondern eher eine wichtige Quelle für die tägliche Inspiration in einer immer schwieriger werdenden Zeit.“
Nachahmer erwünscht – oder: Das eine tun und das andere nicht lassen
In der christlichen Internetwelt demonstriert die Internetkirche, was alles möglich ist. Schon jetzt erhält sie Anfragen, wie man so etwas auf die Beine stelle. Das Vorzeigemodell soll eine Herausforderung für andere Gemeinden und Werke sein, die auf die Surf-Welle aufspringen und das Netz effektiv nützen wollen. „Das eine tun und das andere nicht lassen“, lautet Englers Credo. Wer es im Internetzeitalter lieber persönlich mag, die christliche Gemeinschaft hautnah erleben und Gleichgesinnte treffen möchte, kann nach wie vor Ortsgemeinden wie die Familienkirche Rapperswil-Jona besuchen. Doch sind die Entwicklung und der Aufbau von „Satellitenkirchen“ mehr und mehr zu beobachten.
Das neue Konzept scheint Erfolg zu haben. Gott ist dort, wo die Menschen sind. Und wo sind die Menschen? Immer häufiger im Internet! „Wir verknüpfen lediglich das älteste Buch, die Bibel, mit moderner Technologie. So kommt Gottes Botschaft in die gute Stube, bequem und aktuell. Die neusten Videos werden wöchentlich im Internet bereitgestellt und ein live-stream (live-Übertragung) ist bereits geplant.“
„Heilbronn ist die erste Satelliten-Internetkirche, die am Entstehen ist“, sagt Pastor Erich Engler. „Regelmäßig führen wir dort Finanzseminare und Heilungsgottesdienste durch, auch im Jahr 2009.“ Und wenn der Pastor einmal nicht vor Ort sein kann, können sich die Leute zum laufenden Gottesdienst in Rapperswil-Jona zuschalten. So sieht die Zukunft einer multimedialen Kirche aus. Man ist an verschiedenen Orten gleichzeitig präsent, ohne sich teilen zu müssen. Somit sei noch vieles möglich, insbesondere der Aufbau von Internetkirchen in deutschen, schweizerischen und österreichischen Städten, „… einfach überall dort, wo das World Wide Web hinkommt“ (Engler).
Es gibt einen Weg, wie man Gottes Wort schneller verbreiten kann als je zuvor, er heißt World Wide Web – und auch Internetkirche.com.“