Charisma 152 > Aus dem Inhalt
Gerhard Bially
Herrnhut – von außen betrachtet
Mehrmals im Jahr besuche ich diesen östlichsten Teil Deutschlands – hauptsächlich wegen des Archivs der charismatischen Erneuerung. Was mich an Herrnhut begeistert, ist die Synthese von Altem und Neuem und dass Gott anscheinend dabei ist, die Gebete von Generationen hingegebener Gläubiger in neuer, ungeahnter Weise zu erhören. Ich finde, Herrnhut zeigt eine ungewöhnlich faszinierende Kombination von Gottes früherem und heutigem Wirken auf kleinstem Raum:• Da ist die historische Brüdergemeine mit der Unitätsdirektion und dem wissenschaftlichen Unitätsarchiv – ein Zeichen der Treue Gotttes mit Segensspuren bis zum heutigen Tag (man denke nur an die in mehr als 50 Sprachen erscheinenden Losungen).• Zinzendorfs einstiger Wohnsitz in Berthelsdorf (bei Herrnhut) wurde in den letzten Jahren nicht nur restauriert, sondern enthält nun auch die Bibliothek von Dr. theol. Reiner Friedemann Edel (Lüdenscheid), der – wie Zinzendorf selbst – ein weites Herz für die Gesamtkirche Jesu Christi hat, was die Vielfalt seiner theologischen Bücher belegt.• Außerhalb von Herrnhut erwarb Jugend mit einer Mission das Wasserschloss und errichtete dort ein Jügerschaftszentrum, wohin Jugendliche aus der ganzen Welt kommen.• Und last, not least ist aus dem charismatischen Aufbruch der 70er-Jahre das Christliche Zentrum (zugleich Träger des Jesus Hauses) entstanden. Hier zeigt sich eine Verbundenheit mit dem weltweiten pfingstlich-charismatischen Aufbruch und dem messianischen Judentum. Gleichzeitig lassen sich die Mitarbeiter/innen von dem Gebets- und Missionseifer der ersten Herrnhuter inspirieren.Ich habe den Eindruck, dass der Heilige Geist im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien in den nächsten Jahren etwas Besonderes wirken wird.
Den Artikel „5 Jahre Jesus-Haus Herrnhut“ von Pastor Frank Hottenbacher finden Sie in der neuen Charisma-Ausgabe.
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