Hoffnungszeichen im Nordosten Deutschlands

Hoffnungszeichen im Nordosten Deutschlands

Nach unserer punktuellen Berichterstattung am 15. Juli, hier nun ein kleiner Überblick:

Aus der Hansestadt Rostock (207.500 Einwohner) im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gibt es erfreuliche Entwicklungen zu berichten. Vor mehr als 20 Jahren war in Rostock durch ein Missionarsehepaar, Jerry und Phyllis Weiss aus den USA, eine freie pfingstliche Gemeinde – das Christliche Zentrum Rostock – gegründet worden. Seit 2009 erlebt diese Gemeinde unter der Leitung des Pastors Daniel Reimer ein erstaunliches Wachstum. Das Gemeindezentrum befindet sich in dem Rostocker Neubaugebiet Schmarl, verkehrsgünstig nahe an der S-Bahn Station gelegen. Zu der Gemeinde zählen ca. 130 Mitglieder und deren Kinder, darunter auch eine erhebliche Anzahl Menschen mit ausländischer Herkunft, aus Staaten der früheren Sowjetunion (GUS), Flüchtlinge aus dem Iran, Afghanistan und Syrien, seit kurzem sogar eine Medizinstudentin aus Indien, wie auch etliche Gottesdienstbesucher aus afrikanischen Ländern.

Pastor Daniel Reimer ist zurzeit auch der Vorsitzende der evangelischen Allianz in Rostock und betont die Verbundenheit mit allen gläubigen Christen, die auch vor Ort deutlich ihren Ausdruck finden soll.

 

Pastor Johannes Beier: „Lebensfreude wird bei uns großgeschrieben – Kirche kann auch ganz anders sein“

In der Steintorvorstadt, in der Nähe des Hauptbahnhofes, befindet sich am Goetheplatz 1 die Versammlungsstätte der deutsch-brasilianischen Missionsgemeinde „Die Tür“. Sie wird von Pastor Johannes Beier und seiner Frau Daniela geleitet, entstammend einer jungen missionarischen Gemeindegründungsoffensive (Ministerio Frontiera), deren Ursprung in Rio de Janeiro, Brasilien, liegt.

Johannes und Daniela Beier haben beide am Theologischen Seminar in Freudenstadt Kniebis im Schwarzwald Theologie und Missiologie studiert und sind ordinierte Pastoren im BfP.

Die dortige Muttergemeinde besteht seit September 2009. Eine Tochtergemeinde gibt es in den USA, in Florida, West Palm Beach. In Rostock begannen Johannes und Daniela Beier am 07.12.2014 ihre missionarische Arbeit mit Gottesdiensten, die zuerst im Steigenberger Hotel stattfanden. Kennzeichnend für die Gottesdienste und die weiteren Veranstaltungen der Gemeinde ist eine sehr herzliche, familiäre Atmosphäre, eine starke Betonung auf dem Wirken des Heiligen Geistes und seiner Führung im Leben der Gemeinde sowie des einzelnen Gläubigen, und eine hohe Wertschätzung des Wortes Gottes, als Maßstab für das tägliche Leben. Am Sonntag besuchen ca. 40 bis 50 Personen den Gottesdienst am Goetheplatz, am Mittwochabend versammeln sich ca. 20 Personen. Zurzeit gibt es sogar einen Jüngerschaftskurs, der auf Portugiesisch angeboten wird, da eine Anzahl von Brasilianern, die in Rostock eine Fußballakademie besuchen, noch nicht ausreichende Deutsch-Kenntnisse haben. Weitere Gemeindebesucher stammen aus England, Sri Lanka, Syrien, Afghanistan, Kolumbien, der Dominikanischen Republik, Portugal und natürlich aus Deutschland. 85 bis 90% der gegenwärtigen Gottesdienstbesucher stammen nicht aus anderen Gemeinden. Die Gemeinde unterstützt Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan, die sich dem christlichen Glauben zugewandt haben und arbeitet dabei auch mit Rechtsanwälten zusammen.

Nach dem Vorbild der frühen christlichen Gemeinde in der Apostelgeschichte setzt die Gemeinde „Die Tür“ eine starke Betonung auf die Kraft des Gebetes zum lebendigen Gott, auch mit Fasten und Hingabe an die Absichten und Verheißungen Gottes.

 

Lobpreis und Evangelisation in einer Adventistengemeinde mit Leo Bigger (ICF Zürich)

Am 1. Mai 2017 fand in der Adventistengemeinde „Lichtblick“ in Roggentin bei Rostock ein Konzert bzw. eine Evangelisation mit einer Ansprache von Leo Bigger statt, unter dem Motto „Steh auf zu dem, woran du glaubst“, bei der mehr als 100 Christen als Teilnehmer gezählt wurden.

Die Adventistengemeinde verfügt über einen sehr ansehnlichen Neubau eines Gemeindehauses, einer Holzkirche, die von der Gemeinde am 4. Oktober 2008 eingeweiht wurde. Der Gemeindename „Lichtblick“ ist an das neutestamentliche Motto „Leben in Christus“ angelehnt. Diese Gemeindegründung war aus der traditionellen Adventistengemeinde in Rostock entstanden. Hier im „Lichtblick“ in Roggentin sind alle Altersklassen dabei und auch manche junge Familien und zahlreiche Kinder fühlen sich zuhause und wohl. In dieser Gemeindeneugründung wird bewusst eine Verbindung zu anderen gläubigen Christen gesucht und eine Offenheit für das heutige Wirken des Heiligen Geistes bejaht.

Zu der Adventistengemeinde „Lichtblick“ mit Pastor Hagen Zwick gehören ca. 60 Mitglieder sowie zahlreiche Kinder und Gäste. Die verschiedenen Gemeinden in Rostock, in denen eine Offenheit und Sehnsucht nach dem besonderen Wirken des Heiligen Geistes besteht, unterstützen sich gelegentlich gegenseitig.

So soll am 14. Oktober 2017 ein regionaler Gottesdienst der Adventisten von Mecklenburg-Vorpommern in den Räumen des Christlichen Zentrums Rostock in Schmarl stattfinden.

 

 

geschrieben von: Redaktion

 

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