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Mann, hab ich Probleme
Viele Menschen fragen Gott im Stillen, warum er in ihre wirklichen Probleme nicht eingreift und etwas dagegen tut. Es fällt ihnen schwer, zu glauben, dass Gott an ihrem Ergehen Anteil nimmt. Sie beten, aber sie scheinen keine Antwort zu bekommen. Sie wollen Gottes vollkommene Leitung, aber sie stolpern verwirrt hin und her.
Gott kümmert sich um uns
Wir dürfen absolut davon überzeugt sein, dass Gott alle unsere Schwierigkeiten kennt und bereit und in der Lage ist, uns seine vollkommenen Lösungen zu schenken. Zu allen Zeiten hat er selbst die Nöte der Menschen zu den seinen gemacht und sie in seine Hand genommen
Ich glaube, dass jeder Schritt, den ein Christ tut, im Himmel beobachtet wird. Wie der Apostel, der mitten in einem großen geistlichen Erwachen ins Gefängnis geworfen wurde. Innerhalb von 24 Stunden war Gott zur Stelle. „Aber die Engel des Herrn taten in der Nacht die Türen des Gefängnisses auf und brachten sie hinaus“ (Apg. 5,19).
Menschen finden es trotz der durch die Jahrhunderte hindurch überlieferten Berichte von Gottes Eingreifen in unlösbar scheinende Situationen schwierig zu glauben, dass dieselbe Art Hilfe auch heute noch vorhanden ist. Beinahe jeder Mensch, der in mein Sprechzimmer kommt, ist davon überzeugt, dass er der Einzige ist, der durch solch eine besondere Prüfung geht. Aber Gott macht uns klar, dass keine Prüfung einmalig ist (vgl. 1. Kor. 10,13). Versuchung ist der Weg zur Freiheit.
Meine Arbeit bringt mich mit einigen der meist vorhandenen menschlichen Probleme zusammen. Ich habe Antworten bereitzuhalten, und ich glaube, dass sich hierbei eine Theologie entwickelt hat, die ebenso praktsch wie brauchbar ist. In Psalm 34 fand ich das Geder Befreiung aus vielen ausweglos scheinenden Situationen:
Schritt 1 – Lerne zu rufen
David sagte: „Als einer im Elend rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten" (Psalm 34,7). Gott sieht dich; er kennt dein Problem und er wartet auf deinen Ruf, aber du musst lernen zu rufen lernen — deine Stimme zu erheben, mit Kraft und Stärke zu beten, einen geistlichen Ruf hinauszuschreien!
Gott der Herr hat immer noch den Ruf eines Menschen beantwortet, der in Verzweiflung steckte. „Dann wirst du rufen, und der Herr wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich« (Jes. 58,9).
Schritt 2 – Lerne zu vertrauen
Glaube, dass Gott dein Rufen gehört hat und die Antwort bereits unterwegs ist! Lerne deine Furcht, Angst und deine Sorgen zu bekenen Höre auf, deine Zeit mit Selbstbemitleidung zu verschwenden! Halte dich fest an Gott! Blick nicht nach innen — blick nach oben!
Suche getrost Gottes Gegenwart und rufe laut um Hilfe und Erretung und dann fahre fort zu sagen: „Gott kann mich erretten.“ Jeder, der fürchtet, dass die Versuchung ihn erdrücken könne, sollte so lange diese Schriftstelle lesen, bis sein Glaube fest ist: „Und wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickest du mich und reckst deine Hand gegen den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten“ (Psalm 138,7).
Schritt 3 – Lerne zerbrochen zu sein
Lerne deine Sünden zu bereuen, zerbrochen und zerschlagen zu sein im Angesicht deiner Schwäche, bis Gott deine Tränen abwischt und dir sagt, dass die Zeit der Freude gekommen ist.
Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist: „Ein geängstetes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten“ (Ps 51,19).
Lass dich durch keine noch so große Schwierigkeit in deinem Leben dazu verleiten, daran zu denken, Gottes Arbeit aufzugeben, zu der er dich berufen hat.
Rufe! Vertraue! Halte an!
Anmerkung der Redaktion
Im Jahre 2002 sprach David Wilkerson auf der Pastoren- und Mitarbeiterkonferenz des BFP. Diese wertvollen Botschaften sind hier mit deutscher Übersetzung zu hören:
http://www.erweckt.de/predigt/download/David_Wilkerson_mp3.html