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Leben nach dem Liebesprinzip!

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Leben nach dem Liebesprinzip!

"Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und geglaubt" (1 Johannes 4,16)

Kenichi Uchino ist eins von vielen "Karochi"-Opfern aus Japan: Nachdem er mehr als 106 Stunden gearbeitet hatte, starb der erst 30-jährige Ingenieur an seinem Arbeitsplatz. Er hatte sich buchstäblich totgearbeitet.

Uchino ist ein Beispiel für die eine Seite unserer kranken Gesellschaft, in der es die Menschen immer schwieriger finden, sich zu entspannen. Viele versuchen, das in ihnen vorhandene Bedürfnis nach Liebe durch übersteigerte Leistung zu kompensieren. Wer so nach dem Leistungsprinzip lebt, kann einiges erreichen, vielleicht sogar Weltrekorde aufstellen, doch der Preis ist mitunter hoch: ein unfreies Leben unter selbstauferlegten Zwängen, die Notwendigkeit, die Leistungsdosis immer mehr zu steigern, weil genug niemals genug ist für den "Nimmersatt" in uns. Der Tribut ist hoch.

Nabal war ein reicher Farmer aus der Karmelregion in Israel. Als ihn David um Speise für seine Männer bittet, weist er ihn ab, bereitet sich selbst aber "ein Festmahl wie eines Königs" (vgl. 1 Samuel 25,36). Nabal illustriert die andere Seite unserer Gesellschaft, in der viele Menschen versuchen, ihr Liebesdefizit dadurch zu mildern, dass sie vor allem anderen ihre eigene Lustbefriedigung suchen. Wer so nach dem Lustprinzip lebt, endet leider oft in seelischen Fehlhaltungen, Esssucht, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch. Wer nach Lust und Laune lebt, endet in Beliebigkeit und verliert die Orientierung für sein Handeln.

Weder ein Leben nach dem Leistungsprinzip, noch ein Leben nach dem Lustprinzip führen zum Sattsein des erfülltes Lebens, das wir alle seit dem Verlust des Garten Edens suchen! Beide Lebensmaxime führen in letzter Konsequenz zur Verzweiflung und in den Tod. Gibt es einen dritten Weg?

Jeder Mensch, ob er Gott persönlich kennt oder nicht, sehnt sich nach Liebe. Wir sind geschaffen, um geliebt zu werden! Wir Menschen versuchen beständig, unser Liebesdefizit aufzufüllen, weil wir ohne Liebe nicht leben können. Und wir sind geschaffen, um zu lieben!

Das ist das Merkmal der Nachfolger Jesu, dass ihr Leben von Liebe, der stärksten Macht des Universums, durchdrungen ist. " Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und sind von ihr berührt worden, wir haben ihr Vertrauen geschenkt und unser ganzes Leben darauf gebaut" (1 Joh 4,16; vgl. Joh 13,34-35).

Wenn wir nach dem Liebesprinzip leben, werden wir nicht versuchen, Gott durch religiöse Programm- und Pflichterfüllung zu beeindrucken, wir werden nicht in Gesetzlichkeit und in ein Leben voller Regeln und Kontrolle verfallen. "Zur Freiheit hat Christus uns befreit" (vgl. Gal 5,1). Ebenso wenig werden wir vage und unverbindlich bleiben, weil wir noch nicht wissen, ob wir Lust haben werden, eine bestimmte Verantwortung zu übernehmen. "Wir nehmen unsere Freiheit nicht als Vorwand, die Wünsche der alten selbstsüchtigen Wesensart zu erfüllen" (vgl. Gal 5,13).

Wer nach dem Liebesprinzip lebt, ist frei, das Leistungs- und Lustprinzip in gesunder Weise zu nutzen. Aus unserer freiwilligen Abhängigkeit von Gott werden wir mehr arbeiten und leisten als andere (allerdings nicht wir, sondern die Gnade und Kraft Gottes, die dann in uns wirkt). Zugleich werden wir erleben, wie er uns schenkt, was unser Herz begehrt, weil wir unsere "Lust" und Freude zuerst an Gott selbst finden und uns nicht an seinen Gaben vergreifen werden, um den Raum zu füllen, den nur er füllen kann.

Leben nach dem Liebesprinzip! Warum üben wir es nicht einmal gezielt ein! Wie kann das geschehen? Indem wir um übernatürliche Berührungen dieser Liebe beten, damit unser Wissen um seine Güte zur Gewissheit wird, die unser Leben mit Zuversicht erfüllt. "In dieser Hoffnung werden wir nicht enttäuscht, denn Gott hat unser Herz durch den Heiligen Geist mit der Gewissheit erfüllt, dass er uns liebt" (vgl. Röm 5,5).

Klaus-Dieter Passon





Klaus-Dieter Passon ist Pastor der Jesus-Haus-Gemeinde in Düsseldorf und seit den Anfängen mit Charisma verbunden. Er ist verheiratet mit Hannelore, beide haben zwei erwachsene Söhne.








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