Charisma 147 > Aus dem Magazin
Rolf-Dieter Braun
„Jetzt kommt es darauf an ...“
Wie kann die Marriage Week im Februar ein Erfolg werden?
„Gutes für Ehepaare“ ist das Motto der Initiative Marriage- Week, die im Februar 2009 erstmals auch in Deutschland startet. Sie wurde von Christen initiiert, hat letztlich aber die gesamte Gesellschaft im Blick: Sie soll möglichst vielen Ehepaaren zugutekommen. Und möglichst viele sollen mitmachen können ...
Die Aktion in der Woche vor dem Valentinstag verfolgt hochgesteckte Ziele: Sie will vor allem den Wert der Ehe in der Gesellschaft stärken. Damit das konkret wird, will sie auch dazu beitragen, dass die Angebotspalette für Ehepaare überall im Land reichhaltiger wird. Deshalb werden beispielsweise Candle-Light-Dinners und Ehekurse angeboten, ebenso Babysitter-Service und thematisches Programmkino, Segnungsgottesdienste für Ehepaare und Zeitungsartikel mit Ehe-Tipps. Auch in der Gastronomie und im Handel sind besondere Angebote für Ehepaare vorgesehen.
Das alles (und noch viel mehr) soll auch ein Anreiz für Ehepaare sein, die Initiative zu ergreifen und für die Vertiefung der Ehebeziehung etwas zu tun: „Eine gute Ehe sollte man nicht einfach als eine Selbstverständlichkeit betrachten, die sich im Laufe der Jahre automatisch immer weiter verbessert“, sagt Richard Kane, der vor 12 Jahren in England die Marriage Week „erfunden“ hat. Er will möglichst viele Paare motivieren, weil er überzeugt ist: „Wenn Ehepaare aktiv etwas für ihre Ehe tun, dann profitiert davon letztlich die ganze Gesellschaft.“ Mitmachen eingeladen sind „alle Organisationen, Unternehmen, politischen Kräfte, Medien, Kirchen, Vereine und Initiativen, die die Bedeutung der Ehe in der Gesellschaft stärken wollen“. Siegbert Lehm-pfuhl, der Vorstandsvorsitzende des Vereins, begründet das so: „Das Besondere an diesem Projekt ist eben seine Vielfalt von Nutzungsmöglichkeiten: Veranstaltungen und Produkte,- Informationen und Dienstleistungen unterschiedlichster Art kann man im Rahmen dieser Woche der Ehepaare anbieten. Da findet jeder etwas, das er in seinem Umfeld und mit seinem Erfahrungsschatz umsetzen kann.“
Auf der kürzlich eingerichteten Website www.marriage-week.de kann man ganz konkret
•alle Marriage-Week-Veranstaltungen vom 7. bis 14. Februar 2009 in Deutschland ansehen;
• sich Anregungen holen, was man selbst anbieten kann;
• andere in der Umgebung finden, die schon aktiv geworden sind;
• Infos erhalten, mit deren Hilfe man beispielsweise der Pizzeria an der Ecke oder dem Kirchenvorstand, dem Lokalredakteur oder der Stadtverwaltung erklären kann, warum eine Teilnahme an der Aktion sinnvoll ist;
• die Partner-Organisationen, die das Projekt unterstützen, kennenlernen (z. B. Team.F, Fokolar-Bewegung, ADAM online, CVJM München, Campus für Christus, Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden, ERF Medien, Missionswerk Neues Leben, Family Life Mission Deutschland, Stiftung Marburger Medien, JMS-Missionsgemeinde, Weißes Kreuz u. a.).
Trägerorganisation für das Projekt in Deutschland ist der Verein Marriage Week Deutschland eV. Die Organisatoren der „Woche der Ehepaare“ hoffen, dass sich in den nächsten Jahren auch in Deutschland – ähnlich wie in England – eine ehefreundliche Tradition entwickeln wird, die zu einer Trendwende beitragen und das Image der Ehe wesentlich verbessern kann.Zusammenhang zwischen dieser Aktion und den großen Zukunftsaufgaben in der Gesellschaft sieht auch Hartmut Steeb, der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz: „Kinder wachsen am besten in einer Treuegemeinschaft von Vater und Mutter auf, die den Kindern Stabilität vermittelt. Und darum kann man kaum Wichtigeres für die Zukunft der Gesellschaft tun, als der Ehe eine neue Wertschätzung vermitteln, Ehe bewusst zu schließen und zu leben. Was einem ganzen Leben Gestalt und Gehalt gibt, darf eine Woche auch besonders gepflegt werden. Darum bin ich für die Marriage Week.“ Und Eberhard Mühlan, der Direktor der Team.F Akademie, der vor allem durch seine Bücher zu Ehe- und Familienthemen bekannt wurde, begründet seine Unterstützung so: „Nicht mehr nur über die hohen Scheidungszahlen und die Ehemisere in Deutschland lamentieren, sondern in dieser Woche einfach etwas Besonderes für Ehepaare anbieten – wenn viele Organisationen und Kirchengemeinden das gemeinsam tun, wird es in unserer Gesellschaft eine Wirkung hinterlassen.“ Deshalb meint Siegbert Lehmpfuhl im Blick auf die letzten Wochen vor der Marriage Week: „Jetzt kommt es wirklich darauf an, dass möglichst viele gemeinsam anpacken!“