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Meine kritische Haltung

Charisma 148 > Aus dem Magazin

Daniel Schott
„Meine kritische Haltung hat sich in Wertschätzung verwandelt“
Zum evangelistischen Dienst Reinhard Bonnkes

Der Name Reinhard Bonnke sorgt immer wieder für Schlagzeilen, sowohl in christlichen als auch in nichtchristlichen Veröffentlichungen. Während ihn viele für einen Mann Gottes halten, bezeichnen ihn andere als größenwahnsinnig oder gar als „Chrislamisten“. Eines steht fest: Evangelist Bonnke zieht durch seine evangelistischen Veranstaltungen und Feuerkonferenzen in Afrika bis heute Millionen von Menschen an. Er gehört zu denen, die das Christentum des afrikanischen Kontinents entscheidend mitgeprägt haben. Viele Gespräche mit christlichen Leitern während meiner Reisen in verschiedene afrikanische Länder bestätigen dies immer wieder.

Im Rahmen meiner Dissertation setzte ich mich stark mit der Evangelisationsarbeit Reinhard Bonnkes in Afrika auseinander. Während der Forschungsarbeit stand für mich der Wunsch im Vordergrund, mehr über den evangelistischen Dienst zu lernen und Dynamiken zu verstehen, die ihn effektiv machen. Natürlich galt es auch, den Kritikern Bonnkes Gehör zu schenken. Viele Argumente der „Bonnke-Kritiker“ haben sich jedoch als unbegründet oder unseriös erwiesen. Durch die Recherchen hat sich meine zunächst kritische Haltung in Wertschätzung für Bonnke und seinen Dienst verwandelt. Ich maße mir nicht an, den Dienst und Einfluss eines der größten Evangelisten des 20. und 21. Jahrhunderts einzuschätzen. Zum 50-jährigen Dienstjubiläum möchte ich lediglich durch einen kleinen Einblick in seinen Dienst zur Würdigung seines Lebenswerkes beitragen.

„Ein demütiger Mensch mit einem brennenden Verlangen, Seelen zu gewinnen“
2005 habe ich mich mit christlichen Leitern verschiedener Denominationen in Nigeria getroffen und sie zu Bonnke interviewt. Ihre Einschätzungen stehen im starken Gegensatz zu den negativen Einschätzungen seiner Kritiker.

Bonnke wird gesehen als ein demütiger Mensch mit einem brennenden Verlangen, Seelen zu gewinnen. Man schätzt an ihm seine Selbstlosigkeit und Integrität, seinen großen Glauben und die Liebe Christi. Im Gegensatz zu kritischen Darstellungen gilt seine Integrität in Sachen Finanzen und Politik als unbescholten.

Man schätzt Bonnke in Nigeria für seine klare, einfache und doch fesselnde Verkündigung. Er kommt gut an, weil er lokale Geschichten verwendet und über die realen Probleme der Menschen predigt. Sein Englisch ist deutlich. Seine Stimme ist laut. Und die Fähigkeit zu schreien ist im afrikanischen Kontext willkommen. Die Menschen mögen ihn, weil er sich mit ihnen identifiziert, indem er sich manchmal afrikanisch kleidet oder versucht, auf ihre Art zu tanzen. Bonnke predigt das Evangelium für Afrika auf afrikanische Weise.

Mangelnde Nacharbeit?
Spricht man in Deutschland über Reinhard Bonnke, so trifft man nicht selten auf kritische Aussagen und Fragen. Zum einen wird oft hinterfragt, ob Bonnke tatsächlich erfolgreich sei. Und zum anderen wird ihm vorgeworfen, die Nacharbeit zu vernachlässigen. ächst muss gesagt werden: Bonnkes evangelistische Großveranstaltungen sind im afrikanischen Kontext immer noch effektiv. Bonnke verkündigt das Evangelium jährlich vor Millionen von Menschen. Dabei ist er klar und deutlich und führt sie zur Entscheidung für Christus. Es ist wahr, dass sich die enorme Zahl der Entscheidungen nicht unbedingt stark auf das Gemeindewachstum vor Ort auswirkt. Doch geht man den Ursachen auf den Grund, stellt man schnell fest, dass nicht Bonnke, sondern die Umstände vor Ort dafür verantwortlich sind. Wer den afrikanischen Kontext kennt, wird dies bestätigen können. Obwohl Nacharbeit nicht in das Aufgabengebiet eines Evangelisten fällt, unterstützt Bonnke sie. Er arbeitet eng mit den Gemeinden vor Ort zusammen und versorgt sie mit der notwendigen Literatur. Wenn Bonnke die Stadt verlässt, sind die Gemeinden erweckt, die Gemeindemitarbeiter motiviert und der Evangelisationseifer der Christen wieder entfacht. Das führt langfristig zu weiterem Gemeindewachstum.

Positive Auswirkungen und viele Heilungen
Bonnkes Evangelisationen in Afrika haben nicht nur geistliche Auswirkungen. In Nigeria weiß man, dass seine Veranstaltungen positive und bleibende Auswirkungen auf die Politik, Wirtschaft und die Kriminalitätsrate des Landes haben.

Nicht zuletzt ist Reinhard Bonnke erfolgreich, weil er selbst nach Jahrzehnten des evangelistischen Dienstes in Afrika immer noch die Menschenmassen anzieht. Attraktiv sind nicht nur seine Popularität oder das gute Unterhaltungsprogramm vor seiner Verkündigung. Vor allem ziehen die Wunderheilungen während der Evangelisationen die Massen an. Bonnke nutzt diesen Umstand, um den Anwesenden das Evangelium zu predigen. Für ihn steht fest: Die geistliche Errettung eines Menschen ist immer wichtiger als dessen körperliche Heilung.

Kritiker zweifeln die Echtheit der Heilungswunder an, wollen Bonnke als okkult abstempeln oder ihm zumindest anlasten, dass er durch die Heilungswunder sich selbst verherrlicht. Meine Recherchen haben das Gegenteil ergeben: Die aufsehenerregenden Heilungen in den Evangelisationen sind echt und anhaltend. Für Heilungswunder gibt Bonnke ausschließlich und deutlich Gott die Ehre. Bonnke ist gerade deshalb effektiv, weil er die durch die Wunderheilungen entstandene Aufmerksamkeit auf Gott lenkt. Dadurch werden die Besucher von der Realität und Macht Gottes überzeugt und entscheiden sich für ein Leben mit Gott.

Weiter so!
Wer sich näher mit der Persönlichkeit Bonnkes beschäftigt, findet einen Evangelisten, der sich durch Integrität, Geistlichkeit und großen Glauben auszeichnet. Seine Leidenschaft für das Evangelium und seine Stetigkeit suchen seinesgleichen.

Aber nicht nur seine inneren Werte tragen zu seinem andauernden Erfolg bei. Bonnke weiß, dass der Schlüssel zu seinem Erfolg als Evangelist seine Offenheit für den Heiligen Geist ist. In seinen Büchern weist er immer wieder darauf hin. Die Betonung des Heiligen Geistes, das christozentrische Predigen, der integrierte Heilungsdienst und weitere Aspekte des Dienstes lassen keinen Zweifel: Reinhard Bonnke ist ein Evangelist mit neutestamentlicher Grundausrichtung.

Zum 50. Dienstjubiläum wünsche ich, dass er noch viele Jahre unbeirrt die Hölle plündert und den Himmel bevölkert.


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