Mediathek > Charisma-Online-Archiv > 2009
27. April 2009
Mit Sicherheit stark
Der Traum eines Christen bringt 1.500 Menschen aus einer ganzen Region auf die Beine. Einen ungewöhnlich großen Zulauf hat am vergangenen Wochenende die Messe „Mit Sicherheit stark“ in der schwäbischen Kleinstadt Bopfingen, ca. 80 km entfernt von Winnenden, erzielt. Ca. 1.500 Menschen besuchten die eintägige Messe, die von dem christlichen Personenschützer Michael Stahl organisiert wurde. Stahl hatte, lange vor dem Amoklauf, nachts von einer solchen Messe geträumt und sich dann daran gemacht, sie zu organisieren.
„Sicherheit ist ein existenzielles Thema für eine Gesellschaft in der Mobbing, Stalking, Gewaltexzesse und Alkoholmissbrauch eine immer größere Rolle spielen. Unser Anliegen mit dieser Messe ist es, den Präventionsgedanken tief in die Bevölkerung hinein zu tragen. Daher ist es sehr wichtig für uns, dass die Messe so gut von den Besuchern angenommen wurde.“ sagt Stahl. Die Messe sei für ihn ein „Mega-Erfolg“ und ganz sicher würden weitere Aktionen dieser Art folgen, kündigt Stahl an.
Zudem ist es für Stahl wichtig, auch auf der Messe, ganz offen seinen christlichen Glauben zu bekennen. „Ich bin Christ und könnte ohne Gott gar nicht leben. Es ist mir wichtig, auf Gott als die Basis für Sicherheit und Schutz in unserem Leben hinzuweisen!“, sagt Stahl.
Die Aalener Landtagsabgeordnete Ulla Haußmann äußerte sich bei Eröffnung der Messe besorgt über Jugendlichen: “Wir dürfen nicht länger tatenlos zusehen, dass immer mehr Kinder und Jugendliche wegen Alkoholexzessen medizinisch behandelt werden müssen”, sagt sie.
Viel Lob erhielt Stahl von Sicherheitsexperten der Polizei für seine Messe. Ähnliche Messen würden normalerweise nur einen Bruchteil der Besucher anziehen. Ungewöhnlich ausgelassen auch die Stimmung bei den Besuchern durch eine Mischung aus Musik, einem Selbstverteidigungs-Wettbewerb begünstigt.
Polizei, eine Krankenkasse, Christliche Initiativen, Jugendgruppen, und Medien, sowie säkulare Unternehmen und Bürgerinitiativen zogen an einem Strang. Besonders großen Zulauf hatte der Stand der Elterninitiative aus Winnenden.
24. April 2009
Teens Conference mit 30 Christus gläubigen Israelis
Zum vierten Mal fand dieses Jahr in der Woche nach Ostern eine deutsch-israelische Jugendkonferenz in Langensteinbach statt. Das Anliegen war, die Beziehung zu messianischen Juden und christlichen Arabern, die in Israel leben, Jugendlichen in Deutschland nahezubringen. Meist befassen sich bei uns nur ältere Gläubige mit diesem Thema. Um hier auch die junge Generation zu involvieren, organisiert die Konferenz- und Tagungsstätte Langensteinbacher Höhe bei Karlsruhe seit 2006 jährliche evangelistische Jugendkonferenzen.
Eine knappe Woche lang erlebten 179 Jugendliche, davon 30 eingeladene Israelis, intensive Gemeinschaft in ganz jugendlicher Atmosphäre. Lobpreis, Wortverkündigung, Bibelarbeit in Kleingruppen, Gebet, Spiele, eine Rallye usw. gaben reichlich Gelegenheit zum Auftanken in Gemeinschaft. Das offizielle Programm lief in zwei Sprachen, Deutsch und Englisch.
Der Sonntagsgottesdienst wurde ins Hebräische übersetzt und konnte per Live-Stream im Internet verfolgt werden. Davon machten in verschiedenen Ländern viele Tausend Gebrauch. Alleine in Israel waren knapp 800 Computer live zugeschaltet.
Junge Gläubige in Israel sind in ihrem direkten Umfeld, Schule, Ausbildung, Armee, teils sogar in der Familie, mit ihrem Glauben alleine auf sich gestellt und brauchen die Gemeinschaft. Auch die evangelikal gläubigen Araber sehen sich in der allgegenwärtigen Spannung des Nahen Ostens meist einer verständnislosen Umgebung ausgesetzt. Daher werden Treffen mit Glaubensgeschwistern viel mehr als bei uns in Deutschland als dringend notwendige Festpunkte im Leben erfahren. Wir sind aufgerufen, Möglichkeiten dieser Art nach Kräften zu schaffen. Im August dieses Jahres wird ein Treffen von jüdischen und arabischen Gemeindeleitern mit Familie auch auf der Langensteinbacher Höhe unter dem Thema „Versöhnung“ stattfinden.
Beten Sie für unsere Glaubensgeschwister im Nahen Osten, dass sie ein lebendiges Zeugnis für unseren gemeinsamen Herrn „Jeschua haMaschiach“ sind. Detailliertere Gebetsanliegen finden Sie hier . Eckhard Maier
Teens Conference(zur Nachricht vom 9.4.2009)
22. April 2009
TV-Bericht in Israel wird zum Zeugnis für Messianische Juden
Charisma berichtete bereits von dem 15-jährigen Juden Amiel Ortiz aus Ariel, Israel, der bei einem Bombenanschlag auf seine Jesus gläubige Familie vor einem Jahr durch unzählige Splitter, die Hitze der Explosion und die Druckwelle schwerste Verletzungen erlitt. Durch ein Wunder Gottes blieb er am Leben, leidet aber bis heute an den Folgen, wenn auch die Heilung bis jetzt weniger als die Hälfte der von den Ärzten erwarteten Zeit benötigte. Auch das wird als Wunder eingestuft.
Vor Kurzem strahlte das Zweite Programm des Israelischen Fernsehens in der beliebten Sendung „Tatsachen“ einen ausführlichen Bericht über diesen Vorfall aus. „Der halbstündige Bericht war sehr bewegend und einfühlsam zusammengestellt“, kommentierte Leah Ortiz, die Mutter des verletzten Jungen. Er konzentrierte sich u. a. auf folgende Aussagen:
· Es war ein Terroranschlag, der von einer radikalen jüdischen Gruppe ausgeführt wurde.
· Die Polizei hat aus unbekannten Gründen noch keine Verdächtigen gefasst oder auch nur verhört. Das bedeutet, Familie
Ortiz und die Gemeinden der messianischen Juden sind noch immer gefährdet.
· Ami wurde als ‚Überwinder’ dargestellt: Er hat den Terroristen vergeben und möchte wieder zu einem ganz normalen Leben
zurückkehren. Die Ortiz-Familie hat auch vergeben und wünscht keine Rache. „Gerechtigkeit ja, aber keine Rache.“
„Gleich nach der Sendung läutete das Telefon und hörte für zwei Tage nicht mehr auf“, berichtete uns Leah Ortiz. „Israelis aus dem ganzen Land riefen an. Alle äußerten sich ähnlich: ‚Die Sendung war schockierend und herzzerreißend. Es ist beschämend, dass so etwas in Israel geschieht.’ Alle wollen uns Beistand leisten und in die Arme schließen. Ami sei bewundernswert und verdiene das Mitgefühl…“
Ami war einen Tag nach der Sendung mit seinem Vater nach Petach Tikwa gefahren. Nach Besorgungen aßen sie Falafel. Dort erkannte ein Mann mit einer Kipa Ami: ‚Du bist ein Held, überwinde und gib nicht auf!’, ermutigte er ihn. In einer Auto-Garage brach ein Sturm los. Die Israelis erkannten Ami und machten ihrem Ärger über die Antimissions-Fanatiker Luft. Auch sie ermutigten Ami. „Wo immer wir auftreten, sprechen uns die Menschen an“, bezeugt Familie Ortiz.
So ist der Vorfall ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Das hat Messianischen Juden viel Sympathie eingebracht. Bei diesen Gelegenheiten können sie auch auf Fragen eingehen und ihren Glauben an Jeschua (Jesus), den Messias Israels und Heiland der Welt, bezeuge.
Als Charisma-Redaktion möchten wir auch zum Gebet für die Familie Ortiz und ihr Zeugnis vor dem Volk Israel einladen. Ami hat noch große Probleme mit seiner linken Hand und steht vor einer komplexen Ohren-Operation.
Weitere FÜRBITTEN FÜR ISRAEL und besonders für die dort lebenden an Jeschua gläubigen Juden finden sie hier.
20. April 2009
Günstige Medizin und Gebet – die Antwort auf soziale Not in Nashville
Eine Klinik in Nashville, USA, bietet einen ganz besonderen Service für kranke Menschen aus schwierigen sozialen Verhältnissen - Leistungen werden nicht über Krankenkassen abgerechnet. Fast 90 Ärzte, 88 Krankenschwestern, 4 Pastoren und ca. 500 Freiwillige bieten den 18.000 Patienten (2008) Hilfe für Leib, Seele und Geist. Das Krankenhaus „Siloam Family Health Clinic“ unter der Leitung von Dr. David Gregory arbeitet auf Spendenbasis und rechnet Leistungen mit den Patienten zu einem günstigen Tarif in bar ab, da in den USA viele Menschen nicht krankenversichert sind. Fast alle Mitarbeiter und Ärzte arbeiten auf freiwilliger Basis. Niemand, der nicht zahlen kann wird fort geschickt.
Dr. Gregory wurde in einem Gottesdienst die Not von sozial schwachen Menschen bewusst und er bekam die Idee, ein solches Krankenhaus zu gründen. Er will seine Patienten nicht in erster Linie zu einem bestimmten Glaubensrichtung gewinnen und doch ergeben sich immer wieder interessante Gespräche, da auch durchaus für die Patienten gebetet wird wenn diese das wünschen. „Der eigentliche Dienst hier in diesem Krankenhaus ist die manifeste Gegenwart des Heiligen Geistes“ sagt Doug Mann, der den pastoralen Teil der Klinik leitet. Diese Gegenwart sei so stark, so Mann weiter, dass die Patienten sie spüren könnten. Viele Patienten benötigen die Liebe Gottes weit mehr als medizinische Versorgung weil vieles in ihrem Leben in Unordnung sei. Immer wieder haben die Mitarbeiter auch Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturen, da über 80% der Patienten Immigranten seien.
http://www.charismamag.com/index.php/news/20172-christians-offer-faith-based-health-care?utm_source=MailingList&utm_medium=email&utm_content=Charisma+News+Online+03-20-09
14. April 2009
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt
Zum 250. Todestag von Georg Friedrich Händel
Vielleicht haben Sie heute schon ein Feature über Georg Friedrich Händel im Radio gehört. Der Hallenser starb nämlich heute vor 250 Jahren in London – als einer der berühmtesten Musiker seiner Zeit (1685–1759).Beispiellos in der Welt der Musik ist die Wirkungsgeschichte „seines Messias“.
Verzweifelt über zunehmende Misserfolge und von den Nachwehen einer rätselhaften Lähmung geplagt, las Händel in einem ihm zugesandten Libretto vom leidenden Gottesknecht. Er wurde von den Texten so ergriffen, dass sie ihn „zur kraftvollsten und volkstümlichsten geistlichen Musik mit klassischem Charakter“ inspirierten. So heißt es auf dem Cover der Händel-Doppel-CD „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“, die Hanno Herzler und Dirk Schmalenbach anlässlich des 250. Todesjahres jenes unvergessenen Musik-Genies bei Gerth-Medien herausgebracht haben.
In nur drei Wochen komponierte Händel damals dieses großartige Werk, das inzwischen in verschiedenen Bearbeitungen von Alt und Jung aufgeführt wird. „Ich glaubte, den Himmel offen und den Schöpfer aller Dinge selbst zu sehen“, soll er nach Fertigstellung des „Messias“ bezeugt haben. Noch bekannter als die Sopran-Arie „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ ist der Abschlusschor „Würdig ist das Lamm“ und „das große Halleluja“.
Bestellmöglichkeit
9. April 2009
Fastenzeit geht zu Ende – „ProChrist“ vielerorts zum Segen – mission net
An Ostern geht die von mehr als 70 christlichen Bewegungen gemeinsam durchgeführte Fasten- und Gebetszeit zu Ende. Dieses Jahr ist es nun das sechste Mal, dass die traditionelle Fastenzeit (von Aschermittwoch bis Ostern) nicht – wie in weiten Teilen der Bevölkerung – als ein Relikt der Großkirchen, besonders der römisch-katholischen Kirche, angesehen wird, sondern ganz bewusst auch von evangelikal-charismatischen Kreisen wahrgenommen wurde. Bernd Oettinghaus von „Runden Tisch GEBET“ kommentierte in Charisma 147: „Gerade im Hinblick auf das ‚Superwahljahr 2009’ mit seinen 16 Wahlen sollen die Gebote Gottes wieder neu ins Bewusstsein gerufen werden.“ Deshalb hieß auch das Motto der Aktion: „Gottes Top Ten“.
In die Zeit dieser Gebets- und Fastenaktion – auf der Website www.40tagebetenundfasten.de sind Ausschnitte aus dem Eröffnungsgottesdienst (u.a. mit Charisma-Autor Ortwin Schweitzer und dem afrikanischen BFP-Pastor Dr. Palmer Apiah-Gyan) zu hören – fiel auch die Gebetskonferenz für Deutschland (s. Charisma-Nachricht vom 18. März 2009).
Den Höhepunkt an gemeinsamem christlichen Engagement bildeten dann vom 29. März bis 5. April die „ProChrist-Gottesdienste“, die von der Chemnitzarena in ca. 1.300 Orte ausgestrahlt wurden. Da vielerorts – besonders in der evangelikalen Presse – darüber berichtet wurde, möchten wir Sie – statt einen eigenen Artikel zu bringen – lediglich auf die Homepage www.prochrist.org verweisen. Hier können Sie die Predigten von Ulrich Parzany hören und Wissenswertes zu dieser Riesenaktion (in 18 Ländern Europas !) erfahren.
Ein Bericht von der Basis aus unserem Leserkreis schildert Richard Burkhardt, wie er „ProChrist“ erlebt hat.
„Zunächst hatten wir mit weiteren zehn Personen aus unserer kleinen EmK-Gemeinde Neckarrems bei einem ProChrist-Vorprogramm in Ludwigsburg mitgemacht (genau die Woche vor ProChrist). Das war ein Straßen-Einsatz, der unter der Leitung von fünf freien Gemeinden in LB stand. Wir hatten einen Londoner-Bus (Original-Doppeldecker) gemietet, der als Blickfang diente, auf dem in großer Schrift zu lesen stand:
Drei Wünsche frei ...
Es war interessant, die vorbeigehenden Passanten zu beobachten, wie sie von diesem Schriftzug ‚gefangen genommen’ wurden. So war es dann ziemlich leicht, sie daraufhin anzusprechen und dabei deutlich zu machen, dass die Wünsche an Gott zu richten sind.
Es hat mir richtig gut getan, im Einsatz zu sein und unmittelbar mit Menschen und ihren Sorgen und Nöten konfrontiert zu werden. Das Wetter war fast ständig kalt und regnerisch. Manche Leute ließen sich in den Bus einladen: zu einem Gespräch bei einer Tasse Kaffee. Sie konnten in aller Ruhe eine ‚Wunschkarte’ ausfüllen, die dann in einen Briefkasten gesteckt wurde. Dieser wurde Abend für Abend geleert. In den mitwirkenden Gemeinden wurde dann für die Gebetsanliegen gebetet.
Die erste Person, die ich angesprochen hatte, hat den Wunsch geäußert, vom Krebs geheilt zu werden. Und meine Frau sprach mit einer jungen Frau, die von ihrem Vater missbraucht worden war und nur wenige Tage zuvor einen Selbstmordversuch unternommen hatte.
Natürlich nahmen wir in der Woche darauf auch aktiv an der eigentlichen ProChist-Woche teil. Eine sehr positive Erfahrung war einfach auch, mit Geschwistern aus anderen Gemeinden zusammen zu arbeiten. Da war wirklich Liebe Jesu unter seiner Jüngerschaft erlebbar.
ProChrist Flyer
Hören und gehen
Am heutigen Tag beginnt wird nun in Oldenburg der Europäische Jugendmissionskongress „mission-net“.Mit ihm endet sozusagen die große Gebets- und Fastenaktion 2009 (auch wenn kein unmittelbarer Zusammenhang besteht). Nun geht es darum, selbst „hinaus gesandt“ zu werden! Dazu ein kurzer Pressetext:
Ostern 2009 findet in Oldenburg zum ersten Mal der europäische Jugendmissionskongress mission-net statt. Dazu werden bis zu 6000 Teilnehmer zwischen 18 und 30 Jahren aus bis zu 40 Ländern erwartet.
In den Weser-Ems-Hallen in Oldenburg geht es vom 8. bis 13. April 2009 rund um das Thema „Mission“. Ziel ist, unter den Teilnehmern die Begeisterung für einen missionarischen Lebensstil zu wecken. Aktuelle Missionsberichte, Motivation und biblische Grundlagen für Mission sowie der Fokus auf globale und lokale Mission sind Themenschwerpunkte von mission-net 2009.
David Zac Niringiye, Bischof in Kampala, Uganda, wurde gebeten, dieses Thema bei den morgendlichen Bibelarbeiten aufzugreifen. Die Abendveranstaltungen werden von George Verwer (England, Gründer von OM), Jason Mandryk (England, Co-Autor von „Gebet für die Welt“), Peter Kuzmic (Kroatien, Professor für Weltmission und Europastudien), Bruder Andrew (Niederlande, bekannter Bibelschmuggler und Gründer von Open Doors) und Fotis Romeos (Griechenland, Osteuropakoordinator AMG International und Generalsekretär der evangelischen Allianz Griechenland) gestaltet. Musikalische Unterstützung kommt von der holländischen „World News Band“, bekannt vom Teenagerkongress TeenStreet, sowie Bill Drake (USA). Angefragt sind außerdem: Octoberlight, Judy Bailey und die icf chur. Der bekannte Pantomime Carlos Martinez aus Spanien wird auf seine einzigartige Weise das Evangelium nahebringen.
Des Weiteren sind bisher 80 Seminare und Workshops bestätigt, darunter „Weltreligionen“, „Missionstheologie“, moderne Trends in der Weltmission wie beispielsweise „Kunst und Mission“, „Politik und Mission“ oder „Wirtschaft und Mission“. 150 Missionsorganisationen werden in der Ausstellungshalle ihre Arbeit vorstellen. Einmalig bei mission-net ist auch das MAC (Mission advice center – Missionsberatungszentrum). Erfahrene Mitarbeiter geben dort Ratschläge rund um das Thema „Mission“ und wollen helfen, den eigenen Platz in der Mission zu finden.
Im Anschluss an mission-net finden unter den Namen „In2teams“ evangelistische Kurzzeiteinsätze in ganz Europa statt.
Nähere Informationen sind unter http://www.mission-net.org./ (Siehe dazu auch Charisma 148, Seite 40).
6. April 2009
Mit Gottes Wort gut einschlafen
Der christliche Musiker Bill Wilkins, 43, früher bei der Gruppe "Third Day", hilft jetzt Menschen mit Schlafstörungen. Sein Hilfsmittel dazu ist Gottes Wort. Sein CD-Projekt heißt "Wesley Sleep Program" und kombiniert Schriftstellen aus der Bibel mit Prinzipien der Schlaftherapie. Wilkins will Menschen helfen, den Tag mit dem Frieden Gottes ausklingen zu lassen. Gleichzeitig könnte sein Projekt auch evangelistisch wirken, meint er. In 60 Minuten durchläuft der Teilnehmer des Programms 4 Phasen:
Sünde bekennen; den Tröster anrufen, dass er mit seiner Gegenwart kommt; alle eigenen Bedürfnisse an Gott übergeben; sich des Platz in Gottes Familie versichern.
Wilkins ist begeistert von dem Gedanken, dass ein Nicht-Christ seine CD anwenden könnte und dabei seine Sünden bekennt und den Heiligen Geist einlädt, zu kommen. Auch er selber hatte schon Schlafstörungen, in einer schwierigen Familiensituation. Damals ließ er sich Medikamente verschreiben, von denen er abhängig wurde. Schließlich nahm er an einer Schlaftherapie teil, bei der ihn jedoch die New-Age-Musik störte. Er fing an, in der Bibel zum Thema "Ruhe" zu forschen und wurde erstaunlich oft fündig. Besonders begeisterte ihn die Stelle, wo Jesus mitten im Sturm auf dem Boot schlief. Wilkins meint: "Jesus verstand etwas davon, zur Ruhe zu kommen und er ist unser Vorbild."
http://charismamag.com/index.php/news/20200-finding-peace
http://www.wesleysleepprogram.com/
2. April 2009
100 Jahre Berliner Erklärung
Erhausener Tagung um Geschichtsaufarbeitung bemüht
„Die Kirche des 21. Jahrhunderts wird eine charismatische Kirche sein oder überhaupt keine Kirche!“, so der ehemalige Seminardirektor von Beröa/Erzhausen, Richard Krüger, auf dem ersten gemeinsamen Symposium des Interdisziplinären Arbeitskreises Pfingstbewegung und des Vereins für Freikirchenforschung e.V. am 27. März 2009.
Die von mehr als 100 Dauerteilnehmern und zusätzlichen Tagesgästen besuchte Fachtagung beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit der „Altlast“ der am 15. Sept. 1909 unterzeichneten Berliner Erklärung, in der primär Pietisten (modern ausgedrückt: Evangelikale) die neue Zungenbewegung (Pfingstbewegung) stark kritisiert und als „von unten“ bewertet hatten.
Im ersten Beitrag stellte Dr. Paul Schmidgall den pfingstlichen Aufbruch als Avantgarde dar – „seiner Zeit voraus“ – was somit zwangsläufig auf Unverständnis im Deutschland des beginnenden 20. Jahrhunderts stoßen musste. Richard Krüger konnte jedoch von dem erfreulichen Annäherungsprozess zwischen Evangelikalen und Pfingstlern in den vergangenen Jahrzehnten berichten. Durch reichlich belegtes Quellenmaterial warb Werner Beyer um Nachsicht für damalige Kritiker der neuen Pfingstbewegung. Es waren u.a. Evangelisten, durch deren Dienst z. B. in Pommern blühende Gemeinden entstanden waren, die nun aufgrund von Uneinigkeit, Zweistufendenken (Wiedergeburt:Geistestaufe) und Überheblichkeit (angeblich bei den neuen Geisterfüllten) zu zerbrechen drohten ...
Ein Identitätsprofil des Mülheimer Verbandes (älteste deutsche Pfingstbewegung) skizzierte ihr Präses, Ekkehart Vetter. Nachdem der Verband in den 90er Jahren eine Talsohle erreicht hatte, zeichne sich jetzt – so Vetter – wieder Gemeindewachstum ab.
Forschungsberichte
· Besonders der Interdisziplinäre Arbeitskreis Pfingstbewegung (www.glopent.net/iak-pfingstbewegung) stellt auf seinen Tagungen jeweils neue Forschungsergebnisse vor. Diesmal beleuchtete Lic. Gottfried Sommer die Belowianer, eine Gruppe lutherisch Erweckter mit „pfingstähnlichen“ Phänomenen – und das bereits im 18. und 19. Jahrhundert.
· Dr. Thorsten Storck analysierte die freikirchliche „Taube“ in Heidelberg. Die drei wichtigsten Teile des Gemeindegottesdienstes seien Lobpreis, Predigt und Geistesgaben. Für Storcks ethnologisch-soziologische Studien erwies sich auch die Medienarbeit der „Taube“ als sehr ergiebig.
· Dr. Roswitha Gerloff wies darauf hin, dass fast ein Drittel der Christenheit heute pfingstlich-charismatisch geprägt sei und dass davon wiederum mehr als zwei Drittel nicht weiß sind.
Kirchengeschichtliche und konfessionskundliche Perspektive
Mit Prof. em. Dr. Erich Geldbach („Aktion und Reaktion in den Freikirchen auf die Kasseler Ereignisse“ [von 1907]) und dem pfingstlerischen Theologieprofessor an der Freien Universität Amsterdam, Dr. Cornelis van der Laan („Repercussions of the Berlin Declaration in the Netherlands“ – ein in Englisch gehaltenes Referat über die Nachwirkungen der Berliner Erklärung in den Niederlanden) endete der erste Studientag.
Überraschend stellte Prof. Bergunder vom missionswissenschaftlichen Institut der Universität Heidelberg noch eine Frage in die Runde: „Was war denn eigentlich das Schreckliche an den Kasseler Ereignissen, was es nicht auch bei anderen erwecklichen Aufbrüchen gegeben hat?“ Es scheint, dass die Gemeinschaftsbewegung sowie auch die damals erst seit wenigen Jahrzehnten offiziell erlaubten Freikirchen ihre gesellschaftliche und kirchliche Anerkennung nicht aufs Spiel setzen wollten.
Aspekte systematischer und interkultureller Theologie
Am zweiten Tag des Symposiums weitete sich das Spektrum in theologischer Hinsicht: Prof. Dr. Terry Cross (Cleveland/Tennessee) untersuchte die Frage: „Sind Pfingstler Evangelikale?“ und beantwortete das recht „differenziert“ mit ‚Ja und Nein’. Die Pfingstbewegung entstamme nicht dem historischen Strom der amerikanischen Fundamentalisten, doch hätten Radiosendungen der leitender Männer jener Geistesströmung viele Pfingstler beeinflusst. In den 40er Jahren habe ein Großteil der nordamerikanischen Pfingstler Aufnahme in der Evangelischen Allianz gefunden. Seit jener Zeit seien evangelikale Lehrbücher mehr und mehr zum Standard in pfingstlichen Ausbildungsstätten geworden.
In letzter Zeit werde jedoch diese Entwicklung besonders von akademischen Geistlichen der Pfingstbewegung hinterfragt. Das evangelikale Schriftverständnis erscheine zu kopflastig. Die Ekklesiologie sei in beiden Lagern noch zu wenig ausgeprägt, bedingt durch die individualistische Betonung von Bekehrung und geistlichen Segnungen.
Ein besonders inspirierender Beitrag kam von Frau Dr. Claudia Währisch-Oblau. Sie sprach über „Evangelikalismus und Pfingstbewegung in der Identitätspolitik pfingstlich/charismatischer MigrantInnen“ (vgl. dazu auch ihren Beitrag in Charisma 146).
Daniel Frei von der Universität Basel gab den Teilnehmern Einblick in Sozialisationsprozesse im chilenischen Pentekostalismus. Und zwar untersuchte er diese aus ekklesiologischer und gemeindepädagogischer Perspektive.
Dr. Moritz Fischer, Neuendettelsau, vermittelte einige Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit seiner Habilitationsschrift. Dabei spürt er den Einflüssen der Latter Rain-Bewegung besonders in der südlichen Hemisphäre nach. Seiner Meinung nach kam es durch das Auflodern dieser kontroversen Bewegung im Jahr 1948 zu einem enormen weiteren Schub innerhalb des pfingstlich-charismatischen Aufbruchs.
Katharina Davis von der Universität Heidelberg behandelte „Das Wohlstandsevangelium in der tansanischen Pfingstbewegung“.
Podiumsdiskussion
In der abschließenden Podiumsdiskussion (Prof. Dr. Michael Plathow, Prof. Dr. Michael Bergunder, Dr. Reinhard Hempelmann, Dr. Rolf Hille sowie der Präses der Mülheimer Verbandes E. Vetter und der Vize-Präses des BFP, Günter Karcher) wurden noch einmal die Verwerfungen und Verletzungen bedauert, welche die Berliner Erklärung hervorgerufen hat. Hempelmann forderte auf, einerseits die Pfingstbewegung nicht zu pathologisieren, andererseits aber auch eine Konzentration auf Wunder und Ekstase zu vermeiden. Hille wünschte sich noch mehr echte Geistwirkungen in der Pfingstbewegung – mehr Wunder und Heilungen, die nachweislich geschehen. Das würde überzeugen!
Wie immer zählten die „Begegnungen am Rande“ zu den wichtigsten vertrauensbildenden Maßnahmen.
Alle Beiträge werden im Jahrbuch 2009 des Vereins für Freikirchenforschung dokumentiert, das ab Frühjahr 2010 über den Buchhandel oder direkt beim Verein erworben werden kann (www.freikirchenforschung.de). Auf der VFF- und der IAKP-Website können weitere Berichte über das Symposium nachgelesen werden.
Gerhard Bially (Hrsg. der Zeitschrift „Charisma“)
P.S.: Ausführlicher werden wir auf einige Inhalte dieser Tagungin der Herbstausgabe von Charisma – come Holy Spirit eingehen.
Teens Conference(zur Nachricht vom 4.9.2009)