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2010-12-06
Weihnachtsmann in besonderer Mission
4. Dezember: Evangelistischer Einsatz Winter2go an 120 Orten
Unter dem Slogan „3 Kontinente – 20 Länder – 120 Städte – 2000 Weihnachtsmänner – 1 Botschaft“ wurde am 4. Dezember die Kampagne Winter2go durchgeführt. Initiator dieser großangelegten Evangelisation ist Pastor Werner Nachtigal (Gründer von No Limit e.V.). Das Konzept besteht darin, das Wort Gottes an zentralen Orten wie U-Bahnen und Weihnachtsmärkten zu predigen. Charakteristikum ist die Verkleidung als Weihnachtsmänner (und Weihnachtsfrauen). Untermalt wird die Verkündigung mit einfachen Liedern, sodass jeder teilnehmen kann. Der Umfang der Aktion bleibt der jeweiligen Gruppe überlassen.
Charisma besuchte die Düsseldorfer Weihnachtsmänner bei ihrem Einsatz auf dem städtischen Weihnachtsmarkt und an den Düsseldorfer Arkaden. Diese waren auch relativ schnell gefunden, da eine Gruppe von ca. 50 singenden Weihnachtsmännern kaum zu übersehen ist. Sie sangen fröhlich „Halleluja“ und „Feiert Jesus“ mit Gitarrenbegleitung und Cajon. Teilnehmer waren Christen aller Altersstufen und verschiedener Konfessionen. Zwischendurch trat eine Tanzgruppe zu Kirk Franklins „Awesome God“ auf während gleichzeitig neugierigen Passanten Traktate mitgegeben wurde.
Positive Stimmung
Dabei gab es ganz unterschiedliche Reaktionen. Eine junge Frau meinte zu den tanzenden Weihnachtsmännern „das macht gute Laune! Finde ich toll“. Auf die Frage, was diese Aktion für sie als evangelistische Weihnachtsfrau bedeute antwortete eine Teilnehmerin des Einsatzes, dass die Verkleidung, die Menschen vornherein positiv stimmt und es so leichter ist, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Pastor Joseph Nelson vom Jesus-Haus verkündete zwischen Tanz und Lobpreis immer wieder eine kurze Botschaft, woraufhin ein weiterer Zuschauer erfreut meinte, dass der Grund des Weihnachtsfest so wieder in den Mittelpunkt gerückt würde. Uschi Havekoss, die auch als Teil der Truppe evangelisierte, berichtete später davon, wie sie mit einem jungen Mann ins Gespräch kam und er sich daraufhin entschloss, sein Leben Jesus zu übergeben.
Charisma befragte Pastor Nelson, der den Düsseldorfer Einsatz leitete, zu dieser Aktion: Er beschrieb Winter2go als eine Chance, das sonst so private Familienfest ganz öffentlich zu zelebrieren und damit die Hoffnung auf Jesus Christus nicht nur zu feiern, sondern richtiggehend zu proklamieren. Allein in Düsseldorf wirkten neun Gemeinden mit. Das ist ein besonderes Zeichen der Einheit.
In vielen der 120 Städten, unter anderem auch im Ausland, wurden die Einsätze live zugeschaltet und vernetzt – meistens in Gemeinderäumlichkeiten und ähnlichen Versammlungsorten. In Düsseldorf konnte die Übertragung sogar an öffentlichen Leinwänden, an den Düsseldorfern Arkaden und am Abend auch an der Neanderkirche, mitverfolgt werden.
Fazit ist: Auch wenn die Füße der gläubigen Weihnachtsmänner am nächsten Tag etwas schmerzten vom vielen Stehen, waren die Herzen umso fröhlicher gestimmt über das Erlebte. Winter2go war für alle Beteiligten eine Ermutigung und macht Lust auf mehr.
Rebekka George
2010-12-14
Macht hoch die Tür mit Schlagzeug und E-Gitarre
Mehr als 1.200 Besucher beim Adventskonzert der Immanuel Lobpreiswerkstatt in der Oberschwabenhalle
RAVENSBURG – Advent ist die Zeit der Konzerte. In Kirchen und Festhallen reichen sich die Musiker und Chöre fast die Klinke in die Hand. Das Konzert der Immanuel Lobpreiswerkstatt am vergangenen dritten Adventssamstag ragt in der Region Oberschwaben aus dieser Vielfalt heraus. Zum einen durch die Größe der Besucherzahl – mehr als 1.200 aus dem Südwesten Deutschlands kamen – zum anderen durch die Vielfalt der Musik: Traditionelle deutsche und englische Adventschoräle bildeten mit klassischen Werken und fetzig-rockigen Melodien den harmonischen Rahmen.
Mit einem adventlichen Pflichtwerk startete die elfköpfige Band um Matthias Schyra in das gut zweieinhalbstündige Programm: „Macht hoch die Tür“ – nicht allein mit Gesang und Keyboard quasi als Ersatz für die Kirchenorgel, sondern mit E-Bass, E-Gitarre und Schlagzeug. Bewusst hatte die Lobpreiswerkstatt dieses Lied an den Anfang gesetzt: Nicht nur die „Tore“ der Oberschwabenhalle, sondern auch die Herzen der Besucher sollten sich für Gott öffnen.
Die Atmosphäre war entsprechend: Lichtshow, Bühnennebel und die zehn Christbäume mit Lichterketten auf der Bühne verströmten weihnachtliche Stimmung. Wir warten nicht auf etwas Unbekanntes, sondern in der Gewissheit, dass Gott zu jedem Einzelnen kommen möchte, sagte Schyra. Das Thema Licht zog sich passenderweise durch das Konzert – in rockigen Stücken wie „Scheine auf uns, Licht des Himmels“ oder einem traditionellem englischen Kirchenlied „Christ is born in Bethlehem“, stimmlich sehr schön interpretiert von Christine Dennenmoser und ihrem Mann Wolfgang Dennenmoser an der Gitarre.
Im zweiten Teil des Konzertes erhielten alle Besucher noch ein „Geschenk“, wie es Sängerin Sinje Nickel ausdrückte. Die 35-jährige „hauptberufliche Mutter“ schenkte den Zuhörern in einer 20-minütigen
Predigt gleich einen ganzen Geschenkkorb voller „Verheißungen Gottes“. Aus mehr als 1.000 göttlichen Zusagen und Ratschlägen aus der Bibel griff sie einige für ein gelingendes menschliches Leben heraus. Gott liebe jeden einzelnen Menschen und könne ihm dadurch eine Heimat und inneren Halt bieten mitten in einer Welt, in der sich vieles im Umbruch befindet. Gott begleite die Menschen im Alltag getreu dem Bibelvers „Wenn Gott für uns ist, wer sollte gegen uns sein?“
Zum Abschluss des Konzertes, das vom katholischen Privatsender „Radio Horeb“ über Kabel, Satellit und im Internet live übertragen wurde, stimmten Band und Besucher zusammen in ein freudig-ausgelassenes Gotteslob ein.
Die Immanuel Lobpreiswerkstatt ist ein Arbeitszweig der katholischen Gemeinschaft Immanuel Ravensburg e.V, einer aus der Charismatischen Erneuerung erwachsenen Lebensgemeinschaft. (Ihr geistlicher Begleiter ist der pensionierte Afrika-Missionar Pater Ernst Sievers, der auch zum Beraterkreis unserer Zeitschrift zählt.) Der bekannte Songwriter, Lobpreiser und Musikproduzent Albert Frey ist ihr musikalischer Leiter. Er zählt zu den bekanntesten Musikern und Liederdichtern der deutschen Lobpreis-Szene. Ebenso ist Frey eine bekannte Persönlichkeit in der Charismatischen Erneuerung in der römisch-katholischen Kirche Deutschlands (CE).
Die Konzerte der Lobpreiswerkstatt, werden ausschließlich über Kollekten und Spenden finanziert. Ihr nächstes Konzert in der Oberschwabenhalle findet traditionellerweise wieder am Ostermontag (25. April) statt. Infos im Internet: www.lobpreiswerkstatt.de
Fotos:
Die elfköpfige Band der Lobpreiswerkstatt sorgte für weihnachtlich-besinnliche und fröhlich-rockige Stimmung in der Oberschwabenhalle.
Auch klassische Stücke gehörten zum Programm: Gitarrist Wolfgang Dennenmoser und Mirjam Lyding (Violine)
2010-12-15
Die Zukunft der Marktwirtschaft
Christliche Wirtschaftskonferenz in Alicante, Spanien
„Der Zukunft begegnen“ – unter diesem Motto hatte die christliche Wirtschaftsorganisation ICCC (International Christian Chamber of Commerce) zum 25jährigen Jubiläumstreffen in Alicante, Spanien, vom 27. bis 31. Oktober 2010 gerufen. Insgesamt 385 Teilnehmer aus 44 Nationen waren der Einladung zur Wirtschaftskonferenz gefolgt, die regelmäßig alle zwei Jahre stattfindet und internationale Geschäftsverbindungen auf christlicher Wertebasis fördern soll. Zuletzt fand die Konferenz im Jahr 2008 in Jerusalem in Israel statt, davor im süddeutschen Altensteig.
Die Veranstalter konnten hochkarätige Fachleute als Redner gewinnen, wie den Schweden Jan Sturesson, Mitglied des Weltwirtschaftsforums, der zuvor auf der World Expo in Shanghai gesprochen hatte. Angesichts eines aktuellen Schuldenstandes öffentlicher Haushalte von bis zu 250 Prozent des Bruttosozialproduktes warnte er vor Staatsbankrotten bei der nächsten wirtschaftlichen Eintrübung. Die volkswirtschaftlich kritische Marke läge bei 90 Prozent Staatsverschuldung und anders als bei der Bankenwelt könne man Staaten nicht freikaufen. Die Gründe für die Finanzkrise und der bevorstehenden Staatsbankrotte seien indes gleich: Gier (auf Seiten der freien Wirtschaft), Hochmut (der staatlichen Institutionen) und Unsicherheit (in der Geschäftswelt). Die Antwort der Christen sei dagegen Generosität, Demut und innerer Frieden.
„Die Globalisierung schafft ein neues Wertesystem, weil sie verschiedene Elemente vermengt und politische, wirtschaftliche, soziale, religiöse, technologische Prozesse beschleunigt“, so Sturesson weiter. Er persönlich rechne dabei mit einem starken Aufkommen humanistischen Denkens, das menschliche über göttliche Erkenntnis stelle und einen weltweiten Staat als höchste Transformation der Menschheit favorisiere. Schon jetzt forderten Wirtschaft und Politik global einheitliche Regeln, weil die Probleme nicht mehr national zu lösen seien. Diesem säkularen Humanismus griechisch-europäischer Prägung müsse aber ein jüdisch-christliches Manifest entgegengestellt werden durch Menschen, die durch ihr Zeugnis in allen Lebensbereichen überzeugen, aber nicht nach Macht, Anerkennung und Geld trachten.
Auch ICCC-Gründer Gunnar Olson referierte über die Globalisierung. Weltweit seien 85 Prozent aller Menschen religiös, so dass ohne Berücksichtigung der Glaubensrichtungen kein (Welt)-Frieden möglich wäre. Deshalb würden viele Organisationen eine Harmonisierung anstreben, was im Endeffekt zu einer Weltreligion führe. Olson zufolge bestehe die Herausforderung darin, sich zu entscheiden zwischen Integration oder Separation, Religion oder Glaube, dem Weg der Welt oder dem Weg Gottes. „Was treibt mich an, meine berufliche Ausbildung oder mein Glaube?“ Gottes Plan sei immer materiell und geistlich, wie das Beispiel Israel zeige. „Die Existenz des Staates Israel manifestiert Gottes Willen so wie die Kirche die geistliche Manifestierung ist.“
In der Geschichte habe es immer erstaunliche Parallelentwicklungen von jüdischer und christlicher Welt gegeben. Als Ende des 19. Jahrhunderts viele Juden aus Russland, Rumänien und Jemen auswanderten, begann in Deutschland eine 30jährige Erweckung. Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet und im gleichen Jahr entstanden große Evangelisationsbewegungen wie die Billy Graham Crusades. Zeitgleich zum Sieg Israels im Sechs-Tage-Krieg starten die „Jesus People“ und charismatische Bewegungen. „Wir sagen oft in christlichen Kreisen, dass wir das Reich Gottes aufbauen“, so Olson weiter. „Das glaube ich nicht, sondern ich bin der Überzeugung, dass das Reich Gottes in diesem Leben durch den Glauben an Gott manifestiert wird, damit die Welt verstehen kann.“ Glaubenswege müssten gelernt werden. Das wichtigste sei, Gottes Stimme zu hören und danach zu handeln, auch in kleinen Dingen. So sei es für die ICCC in den vergangenen 25 Jahren darum gegangen, das Königreich Gottes zu verstehen und dann im professionellen Leben umzusetzen.
Neben Referentenvorträgen hatte die ICCC mehrere Zentren zur Geschäftsentwicklung eingerichtet, auf denen individuelle Gesprächstermine zwischen passenden Geschäftspartnern ermöglicht und Wirtschaftsbeziehungen für Import, Export, Kooperationen und Joint Ventures geknüpft wurden. Die ICCC verfolgt das Ziel, ein weltweites Netzwerk integrer, christlicher Geschäftsleute aufzubauen, über das ein wachsender Austausch von Ideen, Produkten und Dienstleistungen erfolgen kann. Dadurch besteht auch die Möglichkeit, sich gegenseitig praktisch und geistlich zu unterstützen. Im Juli 1985 wurde die ICCC (International Christian Chamber of Commerce) in Brüssel (Belgien) als gemeinnütziger, internationaler Verein (AISBL) eingetragen. Heute ist die vom schwedischen Unternehmer J. Gunnar Olson gegründete ICCC mit Niederlassungen in etwa 100 Ländern weltweit vertreten. Der deutsche Anteil an der Spanienkonferenz war mit 50 Teilnehmern vergleichsweise hoch.
Heiko Scholz
Fotos:
2010-12-29
Kongress christlicher Führungskräfte erwartet rund 3.000 Teilnehmer
Rund 3.000 Teilnehmer und 250 Aussteller werden vom 24. bis 26. Februar 2011 im CongressCenter Nürnberg erwartet. Dies wird das 7. Mal sein, dass dieses „Gipfeltreffen“ zum Thema Wirtschaft und christliche Werte im deutschsprachigen Raum stattfindet. Das Motto: „Mit Werten in Führung gehen“.
Referate prominenter Redner sowie mehr als 60 Seminare aus 15 Themenbereichen behandeln u. a. die Themen Wirtschaft und Ethik, Glaube am Arbeitsplatz, christliche Führungsprinzipien, gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, Work-Life-Balance und Persönlichkeitsentwicklung. Der „Preis für christliche Führungskräfte“ wird am ersten Kongresstag vergeben.
Kongressbegleitende Ausstellung auf 9.000 Quadratmetern
Die kongressbegleitende Ausstellung zeigt eine einzigartige Vielfalt: unter anderem Unternehmens-, Personal- und Finanzberater, Bildungs-, Freizeit und Therapieeinrichtungen, Medien, Verlage, Werbeagenturen, Wirtschaftsverbände, Missions- und Hilfswerke, Jugendverbände und Kirchen/Gemeinden.
Noch 48 StundenZum Jahreswechsel endet die Frist für Frühbucher. Wenn Sie sich noch im alten Jahr anmelden, können Sie bis zu 70 Euro sparen. Das wollten wir gern unseren Leserinnen und Lesern mitteilen, bevor die Frist verstrichen ist.Als größter Wertekongress in Deutschland bietet der Kongress christlicher Führungskräfte die ideale Plattform, um ein deutliches Zeichen gegen Beliebigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft zu setzen und für ein verantwortliches, nachhaltiges und werte-gebundenes Handeln einzutreten. Alle Informationen zum
Programm in Nürnberg finden Sie hier.