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News-2010-Mai

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28. Mai 2010

Katholische Charismatiker
Pfingstgeist weht auch in römisch-katholischer Kirche

Mindestens 80 Millionen Katholiken sind von dem charismatischen Aufbruch der letzten Jahrzehnte berührt und verändert worden, bezeugen diverse Statistiken der vergangenen Jahre.

Auch dieses Jahr haben Katholiken nach einer neuntätigen Gebetszeit, dass Gott die Wunder von Pfingsten erneuern möchte, in Messen, Sonderveranstaltungen und Konferenzen an Pfingsten sich neu dem Geist Gottes geöffnet. Als eins von vielen Beispielen sei hier Luxemburg genannt.

Menschen aus mehr als 20 Nationen haben auf Einladung der Katholischen Charismatischen Erneuerung Luxemburgs hier das Fest der Freude gefeiert. Dieses von Abbé Albert Frank initiierte Event zieht Jahr für Jahr Menschen aus ganz Europa an (Charisma berichtete verschiedentlich).

Dazu der Trierische Volksfreund: „Fürchte dich nicht, glaube nur! (Markusevangelium 5,36). Diese Worte sprach, so steht es in der Bibel, Jesus zu dem Synagogenvorsteher Jaïrus, als man ihm die niederschmetternde Nachricht gebracht hatte, seine Tochter sei gestorben.

Dieses biblische Ereignis wurde von Jugendlichen in der Kirche von Marnach ausdrucksstark in Szene gesetzt.

Das Markusevangelium prägte wie ein roter Faden die Zeugnisse, Predigten und Vorträge, insbesondere aber die Krankenandacht und als Höhepunkte die Eucharistiefeiern. Immer wieder wurde von den beiden Gastrednern Pater Jean-Michel Tour und Pater Roger Paulin sowie den Priestern der Herberge Gottes, die befreiende Liebe und Gegenwart Gottes, die den Menschen freisetze von jeglicher Angst und die durch den Heiligen Geist das Leben des Menschen verändere, betont. Es gelte, so die Frohe Botschaft, sich von diesem Wort Gottes persönlich ansprechen zu lassen in der eigenen Lebenssituation.

Erzbischof Fernand Franck sagte: "Nur im Heiligen Geist können wir erahnen, wie Gott uns liebt, wie er uns persönlich anspricht." Er betonte auch, es gelte, die Schwierigkeiten zu überwinden in der Kraft des Geistes und in der gelebten Nächstenliebe.

Abbé Albert Franck und Abbé Fränz Muller erinnerten an den Weg Gottes mit seinem Volk Israel, und mit allen Menschen bis zum heutigen Tag. Sie sprachen von verschiedenen Etappen im Glaubensleben, und legten dar wie wichtig es sei, nicht stehen zu bleiben, sondern im Glauben zu wachsen.

Anbetung und das Sakrament der Beichte waren in den Pausen gut besucht. Andere nutzten die Zeit zwischen den Vorträgen zum Austausch, zur gegenseitigen Ermutigung, zum Zeugnisgeben, wenn sie draußen beim Essen zusammensaßen, das von den Hosinger Vereinen vorbereitet worden war."

Die Pfingsterfahrung ist jedoch nicht auf das Pfingstfest begrenzt. So will Schwester Briege McKenna OSC am 8. Juni während eines internationalen Priestertreffens, das von der Internationalen Charismatischen Erneuerung (ICCRS) und der Catholic Fraternity einberufen wurde, für eine geistliche Erneuerung der anwesenden Priester beten. „Wohl noch nie hat eine Frau so viel zur Erneuerung von Priesterberufungen beigetragen wie die mittlerweile 62-jährige Klarissen-Schwester Briege McKenna", heißt es bei www.zenit.org (21.05.2010). Weltweit sei sie gefragt, um bei Einkehrtagen zu predigen und den Heiligen Geist auf die Priester „herabzurufen". „Dieses Charisma für Priester ist jedoch nicht das einzige, das Gott ihr anvertraut hat: Selbst auf wunderbare Weise von einer chronischen Polyarthritis geheilt, schenkt der Herr ihr auch die Gabe, für andere um Heilung zu beten", beschreibt zenit weiter ihren Dienst.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf das von Norbert Baumert SJ und Gerhard Bially (BFP) gemeinsam herausgegebene Dokument hinweisen: Pfingstler und Katholiken im Dialog. Nähere Info dazu hier.



22. Mai 2010

Das Feuer Gottes neu erfahren
Pfingst- Jugend-Feuerkonferenz in Düsseldorf


Gestern, am Freitag, den 21. Mai 2010, startete in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt die erste nationale Jugendfeuerkonferenz. Schon an diesem ersten Abend kamen alle drei Hauptredner zu Wort: Werner Nachtigal (NoLimit, Berlin), Daniel Kolenda (CfaN, USA) und Manuel Ehrenholz (Christus Centrum Tostedt).

Werner Nachtigal berichtete von bisherigen Segnungen und Wundern bei seinen Summer2go und Winter2go Einsätzen. Daniel Kolenda unter anderem von Gottes Eingreifen in seiner eigenen Familie. Manuel Ehrenholz forderte die Jugendlichen auf, ihr Leben ganz Jesus Christus zur Verfügung zu stellen und sich für seinen Heiligen Geist zu öffnen. Alle, die schon einmal den Ruf verspürten, vollzeitlich in der Reich-Gottes-Arbeit tätig zu werden, hatten die Gelegenheit, das festzumachen und für sich unter Handauflegung beten zu lassen.

Im Hinblick auf das bevorstehende Pfingstfest zitierte Manuel Ehrenholz Apostelgeschichte 2 und lud die überwiegend jungen Besucher von Nah und Fern ein, die Taufe im Heiligen Geist zu empfangen.

Berührt vom Heiligen Geist

Am Schluss des langen Eröffnungsabends lässt Ehrenholz sein Team (das mit ihm reist) „Spalier stehen": sie bilden einen Gebetstunnel. Alle, die möchten, können da hindurch gehen und werden kurz berührt. Manche fallen anschließend zu Boden - „slain in the Spirit", wie man in charismatischen Kreisen sagt. Hier und da springt auch jemand vor Freude. Die meisten jedoch scheinen eher ohne besondere Empfindungen oder Erlebnisse durch das Gebetsspalier zu gehen. Manuel Ehrenholz bemerkt dies wohl und unterbricht: „Wer glaubt, dass das Feuer Gottes auf ihn kommt, wenn er da durch geht? - Ich möchte, dass du im Glauben gehst! Einigen scheint das schwer zu fallen ..."

Diese neue Salbung mit Heiligem Geist soll sich auch auswirken, wenn heute dieselben Jugendlichen auf den Düsseldorfer Rheinwiesen und der längsten Theke Europas, der Düsseldorfer Altstadt, Menschen das Evangelium nahe bringen und für sie beten. Am Abend werden dann die ersten Berichte zu hören sein.

Noch gibt es viele freie Plätze in der Burg-Wächter-Castello-Mehrzweckhalle der Christlichen Schule (Karl-Hohmann-Str. 1, 40599 Düsseldorf-Reisholz). Hauptredner am Pfingstsamstagabend, 19 Uhr, wird Daniel Kolenda sein, der begnadete junge Co-Evangelist von Reinhard Bonnke, der bereits als sein Nachfolger designiert ist.

Der Eintritt ist am Abend frei - ebenso bei der großen Abschlussveranstaltung am morgigen Pfingstsonntag um 16 Uhr.

Gerhard Bially

Ein ausführlicher Bericht über die Jugend-Feuerkonferenz folgt in der nächsten Charisma-Ausgabe, die hier bestellt werden kann.





15. Mai 2010

Reinhard Bonnke nach 30 Jahren wieder in Velbert


Himmelfahrtstag, „Vatertag", Beginn der Pensacola-Erweckung vor 15 Jahren - ein heiß begehrtes Datum für christliche Veranstaltungen. Jedes Jahr findet an diesem Tag in Velbert (NRW) ein Missionsfest statt. Der Aktionsradius der Velberter Mission (VM) erstreckt sich weltweit auf mehr als 20 Länder. Einige Missionare sind zu diesem Anlass jeweils in Velbert. Beim diesjährigen Missionstag am 13. Mai war Reinhard Bonnke (70) der Hauptredner.

Bonnke wurde 1967 von der Velberter Mission nach Lesotho ausgesandt. 13 Jahre lang war er organisatorisch mit dieser Außenmission des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden verbunden, doch wurde sein Dienst so groß, dass er den Rahmen einer üblichen Missionsarbeit sprengte. In den letzten drei Jahrzehnten ist Evangelist Bonnke mit der Vision eines „blutgewaschenen Afrika" von Kapstadt nach Kairo unterwegs. Die von ihm dafür gegründete Missionsorganisation Christus für alle Nationen berichtet, allein im letzten Jahrzehnt hätten ca. 50 Mio. Menschen bei den Großevangelisationen eine Entscheidungskarte ausgefüllt.

Wenn Pastor Bonnke am Himmelfahrtsvormittag darüber sprach, „in die Freude deines Herrn einzutreten", so meinte er nicht nur die himmlische Herrlichkeit, sondern auch die Berufung jedes Einzelnen. „An der Predigt von Bonnke hat mich sehr angesprochen, dass er betont hat, dass er ohne Gott und auch viele (unterstützende) Menschen nie diese gigantische Arbeit hätte stemmen können. Ich finde, dass er doch auf seine Art recht bescheiden geblieben ist", meint Heike Baumbach aus Düsseldorf.

Wie in seinem Buch „Der Heilige Geist und seine Feuermenschen" beschrieben, erwähnte Bonnke auch in Velbert, dass am ersten Pfingsttag Feuerflammen auf jeden Einzelnen gekommen waren. Diese Feuerflammen entstammten - so Bonnke - dem riesigen Feuer Gottes. Sie mögen unterschiedlich groß gewesen sein, vielleicht auch mit unterschiedlichen Farbnuancen. Doch das Entscheidende: Auch die kleinste Flamme repräsentierte das Feuer Gottes. „Da gab es eine Verbindung, eine Verknüpfung."


Umrahmt wurden die drei Veranstaltungen am 13. Mai von dem Amsterdamer Maranatha Gospel Choir. „Dieser Chor aus Amsterdam und auch das 3-er Gespann vom deutschen Lobpreis waren begnadet", resümiert eine Teilnehmerin gegenüber Charisma.

Die Berichte der Velberter Missionare am Nachmittag waren ermutigend. Zugleich machen sie „demütig", wie eine Person es ausdrückte: Wenn ich sehe, „was sie alles auf sich nehmen, um Gottes Wort zu verkündigen und IHM zu dienen." Dabei wurde auch deutlich, dass sich immer noch junge Menschen berufen lassen und Mission kein Auslaufmodell ist.

Wenn du etwas erleben willst,
was du noch nie erlebt hast,
musst du etwas tun,
was du noch nie getan hast.

Diese Herausforderung auf einer Ausstellungstafel der VM macht den Pulsschlag eines Missionars deutlich. So betonte auch Siegfried Tomazsewski, internationaler CfaN-Geschäftsführer, dass der heutige Tag zeige: Gott kann aus kleinsten Anfängen etwas Großes werden lassen.


Helmut Dengel, stellvertretender (ehrenamtlicher) Leiter der VM erlebte das Missionsfest fast wie ein Happening - allerdings kombiniert mit der spürbaren Gegenwart des Heiligen Geistes. Auf die Frage von Charisma, warum die VM Reinhard Bonnke nach 30 Jahren wieder nach Velbert eingeladen habe, antwortet der ehemalige Afrikamissionar und heutige Missionsdirektor Siegfried Bongartz: „Reinhard ist ja ein ehemaliger Velberter Missionar. 13 Jahre missionierte er in Afrika im Auftrag der VM. In diesen 13 Jahren haben sich die Schwerpunkte seines Dienstes herauskristallisiert. Auch wenn sich dann die Wege trennten, blieben wir innerlich verbunden und haben uns weiterhin gegenseitig besucht und geholfen." Interessant war

Es braucht nicht unerwähnt bleiben, dass Reinhard Bonnke und sein Missionswerk Christus für alle Nationen später auch anderen Velberter Missionaren unter die Arme gegriffen haben und bis zum heutigen Tag immer wieder ihre gegenseitige Wertschätzung auch auf diesem Wege bekunden.

Der Abend des 13. Mai war wie am Morgen so gut besucht, dass viele Besucher nicht mehr in die Kirche passten, sondern den Life-Übertragungen in extra Zelten lauschten.

Eine Woche später, nämlich an Pfingsten 2010, wird Reinhard Bonnkes Co-Evangelist und Nachfolger Daniel Kolenda in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu mehr als eintausend Jugendlichen predigen ( www.feuerkonferenz.de). Pastor Kurt-Jürgen Gleichmann aus Euskirchen, der als Lektor mehrerer Bonnke-Publikationen die spannende und nicht ganz enttäuschungsfreie Suche nach einem geeigneten jungen Evangelisten verfolgt hat, ist begeistert von dieser Wahl Gottes, wie er es sieht: „In Daniel Kolenda setzt sich der Dienst von Reinhard Bonnke mit eigenem Akzent fort."

Die Autobiografie von Reinhard Bonnke ist rechtzeitig zum Velberter Missionstag erschienen und kann auf der CfaN-Website probegelesen werden ( www.imfeuergottes.de).

G. Bially





12. Mai 2010

Das Neue Testament am 12. Mai als Zeitschrift am Kiosk

Oliver Wurm,40, und Andreas Volleritsch, 38, haben in den vergangenen Monaten gut 500 Stunden quasi im Auftrag des Herrn gearbeitet: Die beiden haben das Neue Testament in ein Zeitschriftenformat übertragen. Das gottgefällige Magazin liegt vom 12. Mai an in einer Auflage von 20.000 Exemplaren im Kioskregal und kostet 9,20 Euro.


Der Text der Zeitschrift entspricht – unverändert und in voller Länge – dem der so genannten Einheitsübersetzung aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Der Lizenzgeber dafür, das Katholische Bibelwerk, hat sich an Wurms und Volleritschs Projekt auch als Gesellschafter beteiligt. "Das besondere Format und die Kunstgriffe der Typografie entschlüsseln das Buch mit den sieben Siegeln auf spannend eigentümliche Weise", sagt Bibelwerk-Geschäftsführer Jürgen Schymura. Initiator der ungewöhnlichen Zeitschrift ist der freie Journalist und Medienberater Wurm, der auch die Redaktion besorgt hat. Mithilfe des selbstständigen Art Directors Volleritsch hat er den Text des Neuen Testaments durch Einsatz typografischer Mittel aufbereitet. Eine der Ideen: Einzelne Wörter werden wie Bilder dargestellt. Die Überschrift zur Bergpredigt z.B. sieht aus wie ein Kreuz auf einem Hügel. Das Magazin ist zudem opulent bebildert: Wurm und Volleritsch verwendeten Fotos der Fotografin Brigitte Maria Mayer von den diesjährigen Passionsspielen in Oberammergau.

Das Neue Testament im Zeitschriftenformat hat 244 Seiten und erscheint im Format 30x23 cm. Es hat Klebebindung, der Umschlag ist matt lackiert. Weitere Infos und eine Bestellmöglichkeit gibt es unter www.bibelwerk.de.

Henning Kornfeld




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