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News-2011-Januar

Mediathek > Charisma-Online-Archiv > 2011

2011-01-07
Evangelist Anton Schulte abberufen

Anton Schulte (* 20. August 1925 in Bottrop/Westfalen), Evangelist und Gründer des Missionswerkes „Neues Leben“ (Wölmersen/Westerwald), ist am 26. Dezember 2010 nach kurzer Krankheit in den späten Abendstunden in die himmlische Herrlichkeit abberufen worden.

Wir zählen ihn zu den geistlichen Pionieren in Deutschland. Während der Jesus-People-Ära zeigte er großes Interesse an dem neuzeitlichen Wirken Gottes und viel Verständnis für die Jugendlichen, die oft in unkonventioneller Weise Jesus erlebten und nachfolgten. Obwohl nie offiziell zum charismatischen Lager gehörig, war er doch im besten Sinne des Wortes ein Charismatiker.

Seit den frühen 1950er-Jahren gehörte Anton Schulte zu den bekanntesten Evangelisten Deutschlands. Zu seinen Großevangelisationen strömten vor allem in den 1960er- bis 1980er-Jahren Tausende Besucher. Seine volksnahe Art des Predigens und seine hohe Popularität brachten ihm u. a. den Spitznamen „der deutsche Billy Graham“ ein.

Vor seiner Hinwendung zum christlichen Glauben und seiner Berufung zum Evangelisten, absolvierte der gebürtige Bottroper zunächst eine Lehre zum Müller. 1943 wurde er als 17-Jähriger zum Kriegsdienst eingezogen und geriet Ende des Zweiten Weltkriegs in britische Kriegsgefangenschaft. Bis Januar 1949 lebte er als kriegsgefangener Landarbeiter in Schottland, wo der damals überzeugte Agnostiker durch den Kontakt zu einheimischen Christen zum Glauben an Jesus Christus fand. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland ließ er sich an der Bibelschule Wiedenest zum Evangelisten ausbilden.

Anton Schulte galt Zeit seines Lebens als Visionär und Pionier, wenn es um neue Formen und Wege für die Verkündigung des Evangeliums ging. Das Credo seines vielfältigen Wirkens formulierte er stets mit den Worten: „Wer die Form bewahren will, verliert den Inhalt.“
So war er zum Beispiel 1953 der erste deutsche Evangelist, dessen Rundfunksendungen wöchentlich über Radio Monte Carlo ausgestrahlt wurden. 1954 gründete er den „Verein evangelistisches Jugendwerk“, der wenig später in „Neues Leben“ umbenannt wurde und aus dem bis heute zahlreiche eigenständige Werke hervorgegangen sind.
Darüber hinaus war Anton Schulte ein geschätzter Impulsgeber für zahlreiche weitere christliche Werke in Deutschland, u. a. gehörte er 1959 zu den Mitgründern des Evangeliums-Rundfunks (ERF) in Wetzlar.

1992 zog er sich aus der verantwortlichen Leitung des Missionswerkes zurück. Heute wird das Werk von einem fünfköpfigen Vorstand geleitet. Zu ihm gehören neben seinen beiden Söhne Peter und Wilfried Schulte auch Olaf Becker als Geschäftsführer, Klaus Schmidt, dem Rektor des Theologischen Seminars, sowie dem Evangelisten Markus Pfeil.

Der Tod seiner Frau Hermine 1988 war für den Evangelisten ein schwerer Verlust. Doch drei Jahre später lernte er auf Korsika die ebenfalls verwitwete Heidi Kühnel kennen, die er am 6. Dezember 1991 heiratete.
In den vergangenen Jahren lebte das Ehepaar abwechselnd in Balve im Sauerland und auf der Kanaren-Insel Lanzarote, deren Klima dem schwer an Asthma erkrankten Evangelisten zu gesundheitlicher Besserung verhalf.
Wann immer seine Gesundheit es zuließ, predigte Anton Schulte regelmäßig in seiner Gemeinde in Balve und auf Lanzarote und leitete bis zuletzt gemeinsam mit seiner Ehefrau die Arbeit von Neues Leben Indonesien, wo das Werk eine Schule mit 300 Schülern unterhält.

Seine Familie berichtet, in seinen letzten Lebensstunden haben Anton Schulte immer wieder
Jesus ist da gesagt. Seinem Wunsch entsprechend hat die Beeridung nur im engsten Familienkreis stattgefunden. Am 21. Januar 2011 wird jedoch um 14.30 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Wölmersen stattfinden.

2011-01-19
Das Blut der Märtyrer – Samen für Erweckung

Schon Tertullian, der meist zitierte Apologet der frühchristlichen Gemeinden, prägte den Satz, der ihn wohl mehr bekannt machte als seine Schriften: „Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche.“

In der Tat haben Verfolgungen das Christentum nicht ausrotten, sondern auf lange Sicht gesehen nur stärken können.

Gerade in den letzten Wochen wird auch in der Politik Deutschlands und in der deutschen Presse immer wieder auf die Unterdrückung von Christen hingewiesen. Dies war nicht immer so. Unter anderem in es dem unermüdlichen Einsatz von
Open Doors zu verdanken. Diese von dem „Bibelschmuggler“ Brother Andrew (Holland) gegründete Hilfsorganisation veröffentlicht jedes Jahr einen Weltverfolgungsindex. Der letzte hat bis in die höchsten Kreise unserer Regierung Aufsehen erregt.

Hierzu ein kurzes Video:
http://www.youtube.com/watch?v=WzPqHc6SzR8&feature=player_embedded

Andererseits zeigt sich, dass gerade in Ländern großer Verfolgung Gott in übernatürlicher Weise eingreift: Moslems haben Engelerscheinungen oder sogar Begegnungen mit Jesus, Wunder geschehen, Heilungen etc.

Kürzlich berichtete die Zeitschrift „Bibelreport“, die von der Deutschen Bibelgesellschaft (Stuttgart) herausgegeben wird, dass zum Beispiel in dem zu 93% buddhistischen Kambodscha, das erst von wenigen Jahren die Schreckensherrschaft des Diktators Pol Pot (1928-1998) überstanden hat, immer mehr Menschen, und interesanterweise besonders Soldaten, Christen werden. Als ein Beispiel wird Oberleutnant Chea Sovan aus der Provinz Banteay Meanchey im Nordwesten Kambodschas angeführt. Er fand im Jahr 2007 zum Glauben an Jesus Christus, und zwar durch ein Neues Testament, das er von der kambodschanischen Bibelgesellschaft bekam. Seither sorge er sich um das unmoralische Leben seien Kameraden und erzähle ihnen, wie die biblische Botschaft ihn selbst und seine Familie verändert habe. Sovan: „Ich möchte, dass andere so gesegnet werden, wie ich es bin.“ Als „Soldat für Christus“ spreche er ohne Furcht über seinen Glauben. Wie es im Bibelreport weiter heißt, stehe die Armee Kambodschas im Ruf, ihre Macht zu missbrauchen und die Bevölkerung zu terrorisieren. Die Bibelgesellschaft in Phnom Penh bemühe sich, Soldaten christliche Literatur zur Verfügung zu stellen.


2011-01-19
Knesset würdigt Gründer von „Christen für Israel“

Der Gründer der niederländischen Organisation
Christen für Israel, Karel van Oordt (82), ist in Jerusalem vom Jüdischen Weltkongress und dem Christlichen Allianz-Ausschuss des israelischen Parlaments geehrt worden. Zuvor hatte ihn Knesset-Sprecher Reuven Rivlin empfangen, der seine Wertschätzung für die Arbeit von „Christen für Israel“ zum Ausdruck brachte. Karel van Oordt nahm die Auszeichnung vom früheren Tourismusminister Benny Elon entgegen, der sich seit vielen Jahren für gute jüdisch-christliche Beziehungen einsetzt. Von Oort sei auch in schwierigen Zeiten öffentlich für Israel eingetreten, als die meisten Nichtjuden sich vom Heiligen Land abwandten, hieß es während der Feierstunde.

In Deutschland ist die internationale Bewegung bekannt unter dem Namen „Christen an der Seite Israels“. Den Vorsitz hat hier Harald Eckert (
www.israelaktuell.de).

Im Bild von links: Willem Glashouwer (Präsident von Christen für Israel international), Pim van der Hoff (stellvertretender Vorsitzender), der holländische Rabbiner Binyomin Jacobs, Reuven Rivlin (Parlamentssprecher) und
Karel van Oordt.

Quelle: Israel heute – Newsletter vom 21.1.2011


2011-01-29
Studierende wollen an Ostern Gottes Neustart für die Welt feiern
Hochschul-SMD erwartet 800 Teilnehmer in Aschaffenburg

Das „Bayrische Nizza“ Aschaffenburg wird vom 21. bis 25. April Ziel von Studierenden aus ganz Deutschland sein. Anlass ist die zweijährlich stattfindende „studikon“, die Osterkonferenz der christlichen Studierendenorganisation Hochschul-SMD. Das Motto für 2011: „[Strg + Alt + Entf] alles neu“ ist eine Anspielung auf den Neustart des Computers. Alles neu, nur mit einer Tastenkombination – manch ein Student würde sich so einen Neustart auch für das eigene Leben wünschen. Wie das gelingt, verrät der Theologe und Hauptreferent der studikon Hans Bayer anhand des Epheserbriefes aus dem Neuen Testament. Der Theologe stammt ursprünglich aus Süddeutschland und lehrt derzeit als Professor in St. Louis (USA).

Zum weiteren Programm sagt Hauptorganisatorin Melanie Klawitter: „In 32 Workshops und 16 Seminaren, den Plenumsveranstaltungen und Bibelarbeiten wollen wir die Studis dazu einladen, sich neu mit ihrem Glaubensleben auseinanderzusetzen.“ Dabei sei die Konferenz aber nicht mit dem Veranstaltungsplan an der Uni oder Fachhochschule vergleichbar. Zeit zum Nachdenken und Beten, für Begegnungen, Gespräche, Spiele und Sport seien unverzichtbare Bestandteile der studikon. Dazu gehört natürlich auch das gemeinsame Feiern der Osternacht. „Ostern ist der Neustart Gottes für die Welt, bei dem seine Liebe für die Menschen am Kreuz ganz sichtbar wird“, so der ev. Pfarrer und SMD-Generalsekretär Gernot Spies aus Marburg.

Die Vorbereitungen zur studikon 2011 laufen seit gut einem Jahr. Erste Anmeldungen aus den Hochschulgruppen sind bereits in der SMD-Zentrale angekommen. „Wichtig ist jetzt, die studikon publik zu machen, kräftig einzuladen und natürlich weitere ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen“, so Klawitter. Durch die ehrenamtliche Unterstützung zahlreicher Jungakademiker werde die studikon erst durchführbar – und ein unvergessliches Erlebnis für hunderte Studis. Mehr Informationen zur studikon, wie Programm, Anmeldung und Möglichkeiten der Mitarbeit, gibt’s unter www.studikon.de.


Die SMD ( www.smd.org) ist ein deutschlandweites Netzwerk von Christen in Schule, Hochschule und Beruf und wurde als Studentenmission in Deutschland e. V. 1949 gegründet. Sie ist ein Fachverband des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland. Zur Hochschul-SMD gehören Studentengruppen in über 70 Städten.




2011-01-30
Ich will meinen Geist ausgießen …
BBC berichtet vom Wirken Gottes durch den pfingstlich-charismatischen Aufbruch

Eine bemerkenswerte Sendung über das weltweite Anwachsen der Pfingsterweckung hat vor kurzem der britische Radiosender BBC ausgestrahlt.


Philipp Dodd schildert mit Beispielen vor Ort das außergewöhnliche Wachstum dieses jüngsten Stroms der Christenheit. Ausgehend von der größten Kirche der Welt, der Yoido-Pfingstgemeinde in Seoul/Korea mit ihrem legendären Gründerpastor David Yonggi Cho schließt er am Ende der Sendung den Kreis mit seinem Heimatort Grimethorpe in Yorkshire, wo sich heute zu seinem eigenen Erstaunen auch pfingstlich-charismatische Gläubige treffen. Was er dieser Erneuerungsbewegung attestiert: die Gotteserfahrung (das, wonach sich Mystiker aller Jahrhunderte sehnten, das, was erweckliche Aufbrüche in traditionellen Kirchen und außerhalb der Kirchen prägte).
Philipp Dodd

Das eigentliche Proprium des pfingtlich-charismatischen Aufbruchs - die Geisttaufe - wird zwar nicht gebührend erläutert (und einige Kommentare Dodds scheinen mir keine konsensfähige theologische Basis zu repräsentieren), doch rüttelt die Sendung eine verschlafene europäische Christenheit auf und zeigt, dass - wie Mike Bickle es in einem prophetischen Wort empfing - das traditionelle Christentum in unserer Generation einen drastischen Wandel erfährt. Schon heute hat sich das Zentrum geistlichen Lebens von Norden nach Süden verlagert. Die gut 100 Jahre alte Pfingstbewegung und die etwa 50 Jahre alte ökumenische Charismatische Erneuerung prägen bereits das Christentum der Zukunft (s. dazu auch die Meldung "Charismatisierung" in Charisma 155, S. 8).

Hier nun der Link zu der von Simon Hollis produzierten englischen Sendung (nur Ton!): http://tinyurl.com/32wndqs

Bemerkenswert finde ich auch die BBC-Backlist http://tinyurl.com/6zzfv8w. Hier finden sich frühere Radiosendungen und Artikel unterschiedlicher (inhaltlicher) Qualität, die sich mit dem weltweiten pfingstlich-charismatischen Aufbruch beschäftigen.

G. Bially

Afrika-Missionar Reinhard Bonnke verkündet seit Jahrzehnten Jesus als Erlöser, Befreier, Arzt und Täufer im Heiligen Geist und hat dadurch wesentlich zur Evangelisierung und geistlichen Erneuerung des schwarzen Kontinents beigetragen (vgl. Charisma 148, Titelthema: Ein Deutscher verändert Afrika).

Zur "Yoido Full Gospel Church" in Seoul, Korea siehe:
http://armchairtravelogue.blogspot.com/2009/04/yoido-full-gospel-church-seoul.html

http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E3AD3E5A8C8EE4E909278811B28D14756~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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