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November 2011

Gebet für Israel

Gebet für Israel - November 2011

Und ich werde dich für dieses Volk zu einer festen, ehernen Mauer machen, und sie werden gegen dich kämpfen, aber dich nicht überwältigen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten und dich zu befreien, spricht der HERR. Und ich werde dich aus der Hand der Bösen befreien und dich aus der Faust der Gewalttätigen erlösen. (Jeremia 15, 20-21)

Obiges Wort ist nicht ausdrücklich für
Gilad Schalit, den nach mehr als fünf Jahren freigelassenen israelischen Soldaten, verheißen, doch für ihn hat es sich in seiner Situation auch als wahr erwiesen und sich sozusagen am 18. Oktober 2011 erfüllt. Es war aber nicht nur ein gnädiges Geschenk Gottes, sondern erforderte einen äußerst hohen Preis von Israel. So wurde dieser Präzedenzfall zum spektakulären Sieg der Hamas! Die Meinungen gehen auseinander, ob es richtig war. Einerseits werden israelische Soldaten motiviert, aber andererseits auch islamische Massenmörder ermutigt. Schon werden Stimmen laut, die ein Gesetz zur Begrenzung der Freilassungen oder sogar die Todesstrafe für Terroristen fordern, damit sie nicht mehr freigepresst werden können. "Einen zweiten Gilad Schalit darf es nicht geben, selbst wenn wir einen entführten Kameraden selbst erschießen müssen," so hört man aus Armee-Kreisen. Das Abkommen mit der sonst geächteten "Terrororganisation Hamas" erfreut einerseits die Nation, hat aber einen sehr bitteren Nachgeschmack.

Fürbitte für Israel setzt die Kenntnis der Probleme voraus:
Israel wird weltweit politisch in zunehmendem Maße isoliert und sieht sich außer den Problemen mit den Palästinensern vier existenzbedrohenden Gefahren gegenüber:

1.
Der atomaren Bedrohung durch den Iran. Schon eine Atombombe würde genügen zur endgültigen Auslöschung des Staates, denn die Lebensadern sind konzentriert auf ein sehr beschränktes Gebiet. Israel kann kein Risiko eingehen und muss handeln.

2.
Der wachsenden Gefahr einer Konfrontation mit der Türkei. Premierminister Erdogan strebt nach der Vorherrschaft im islamischen Nahen Osten und will an den von Israel im Mittelmeer entdeckten Gas- und Ölvorkommen einen Anteil haben. Mit seiner Marine will er angeblich die Gaza-Blockade brechen, wichtiger ist aber, Israels Ausbeute der Energielager einzuschränken. Das bringt ihn auf Distanz zu allen bisherigen Freunden im Nahen Osten und natürlich auch im Westen, möglicherweise selbst zur NATO.

3.
Der inneren Zerrissenheit. Wir haben schon berichtet über die sich immer weiter öffnende Kluft zwischen Orthodoxen und Säkularen. Dieser Trend kann schon aus demografischen Gründen nicht aufgehalten werden und ist angesichts der äußeren Bedrohung des Staates existenzgefährdend. Staatstragend sind in der Wirtschaft und der Armee hauptsächlich die prozentual abnehmenden Säkularen. Wo soll das hinführen?

Schon Theodor Herzl empfahl: "Die Armee soll in ihren Kasernen bleiben und die Rabbis in ihren Synagogen." Spätestens nach dem politischen Erfolg der Schas-Partei, unterstützt von orientalischen Juden, wurde diese Empfehlung in den Wind geschlagen. Das jüdische religiöse Gesetz wird als vorherrschende Grundlage des Staates angestrebt. Prominente Rabinen bestehen darauf, dass Soldaten militärische Befehle nicht befolgen, wenn sie von Rabinen dazu aufgefordert werden. Diese Tendenz verstärkt die Spannungen zusätzlich.

Zu diesem Gegensatz kommt jetzt noch eine anschwellende soziale Protestwelle. Die Aktivisten nennen es nicht mehr nur eine "Demonstration", sondern schon eine "Revolution". Die Lebenshaltungskosten sind in Relation zum Einkommen der breiten Masse unerträglich hoch. Das hat Hunderttausende auf die Straße getrieben und veranlasst, in Zeltstädten den Protest anhaltend aufrecht zu erhalten. Was steht dahinter?

Die Wirtschaft läuft sehr gut, so gut, dass der Schekel gegenüber dem Dollar und auch dem Euro kräftig an Wert zugelegt hat. Aber das Kapital ist zu stark konzentriert in der Hand von etwa 14 superreichen Familien. Die größten Finanzierer sind Jitzhak Tschuva und Nochi Dankner. Dadurch, dass Kapitalgeber und -nehmer häufig in einer Hand sind, ist die Konkurrenz wirksam eingeschränkt. Das führt zu weit überhöhten Preisen und niederen Einkommen. Einige Beispiele:

Die Preise für Olivenöl oder auch Hüttenkäse aus Israel kosten im Herstellungsland das 2,5- bzw. 3-fache verglichen mit den Preisen für das gleiche Produkt in New York geliefert aus Israel. Ähnliches gilt für Wohnungskosten. In den meisten Familien müssen zum finanziellen Überleben mehrere Einkommen zum Lebensunterhalt beitragen.

4.
Der Gefahr des Verlustes des jüdischen Charakters des Staates. Kein Palästinenser hat bisher Israel als "jüdischen Staat" anerkannt. Das wird auch von allen strikt abgelehnt. Kann Israel nicht sofort von der Landkarte gewischt werden, dann sollen entweder ein bi-nationaler Staat oder zwei Staaten als Zwischenstufe dazu führen, dass der demografische Vorteil der Palästinenser mit der Zeit das Problem löst. Parallel dazu wird heute schon die Legitimität des Staates Israel unterminiert. Machmoud Abbas hat bei der UNO für Aussagen dieser Art stehenden Applaus geerntet! Die Juden sind für Abbas keine Nation, sondern nur eine Religion. Jeder geschichtliche Hintergrund für die jüdische Nation ist angeblich eine Lüge und daher nicht legitim. Die jüdische Darstellung der Geschichte ist erfunden. Es gab keinen jüdischen Staat in der Vergangenheit, keinen Tempel auf dem Tempelberg und auch der Holocaust ist übertrieben oder erfunden.

Das weltweite jüdische Volk definiert sich über die Religion, daher kann es in Israel keine Trennung zwischen Staat und Religion geben. Welche Strömung des Judentums ist aber ausschlaggebend z.B. bei Konversionen zur Erlangung der Bürgerrechte in Israel? Eine Gesetzesvorlage wollte das orthodoxe Oberrabinat in Jerusalem zur höchsten Instanz machen, aber dann wären Konservative- und Reform-Juden, d.h. 85% des Weltjudentums, zweitklassig. Führende Rabinen in den USA sind empört. Netanjahu hat sich gegen die Vorlage ausgesprochen.

Wegen des Gegensatzes von "jüdisch und demokratisch" steht Israel seit seiner Gründung tief im Dilemma. Die wachsende arabische Bevölkerung führt zum Mehrvölkerstaat unter Verlust des jüdischen Charakters und damit der "Heimstätte für Juden".

Folgen Sie dem Vorbild Daniels (Kapitel 9) und stehen Sie in Fürbitte für Israel ein!

Die Festzeit des Herbstes ist für alle Juden der Welt in diesen Tagen zu Ende. Eitan Shishkoff, "Rabbi" der messianischen Gemeinde in Kiriyat Jam bei Haifa, gibt dem Jom Kippur, dem großen Versöhnungstag, eine neutestamentliche Bedeutung (gekürzt) :

Der hauptsächliche Inhalt des Jom Kippur für uns als neutestamentliche Gläubige ist neue, unverbrauchte Fürbitte, der wir diesen Tag weihen sollen. Ursprünglich ging der Hohepriester in vollem Ornat und dem Ephod, dem Brustschild mit den 12 Namen der Stämme auf Edelsteinen, in das Allerheiligste (2. Mos. 28). Das ist ein Vorbild auf Jesus, der als Hohepriester mit seinem eigenen Blut der Erlösung ein für alle Mal diesen Dienst tat (Hebr. 9, 11ff). Jetzt dürfen wir als Priester dienen (1. Petr. 2, 9).

Nachrichten aus den messianisch-jüdischen Gemeinden in Israel erfahren Sie hier:



Gebetsanliegen, die das ganze Land betreffen

David und Lisa Loden aus Netanja haben folgende Gebetsanliegen mitgeteilt:

  • Die soziale Lage ist so spannungsreich, dass sie zur inneren Gefahr werden kann. Beten Sie für Weisheit, damit die Regierung die richtigen Schritte unternimmt.
  • Die Sicherheitslage verschärft sich mit großer Wahrscheinlichkeit nach der Freilassung von 1027 Strafgefangenen. Beten Sie, dass die Pläne der Terroristen vereitelt werden.
  • In den lokalen Medien läuft von orthodoxen Juden initiiert eine Kampagne gegen die Jesus-Gläubigen. Beten Sie für eine ausgeglichene Darstellung in den Medien. Das Zeugnis vor der Öffentlichkeit ist von großer Bedeutung.


Gebetsanliegen für die messianische Bewegung:

  • In den messianischen Gemeinden sind in steigendem Maß Ehen in Gefahr. Die Scheidungsrate ist gestiegen. Beten Sie, dass der Fürst dieser Welt keine Angriffsflächen findet. Beten Sie auch für die Kinder.


  • Das Innenministerium versucht durch Verweigerung der Verlängerung der Visa von Christus-Gläubigen, diese zum Verlassen des Lands zu zwingen. Beten Sie für die Lösung dieses Problems.


  • Beten Sie für die Jugend, vor allem für die Studenten, wenn das neue Semester beginnt. Junge Menschen sind drei Jahre in der Armee (Mädchen zwei Jahre) und danach jedes Jahr im Reservedienst. Das ist eine ständige Belastung. Die Jüngerschaftsschulungen mögen zur geistlichen Reife beitragen.


Gebetsanliegen für die Beziehung zwischen den Gemeinden:

  • Es gibt heute etwa 150 Gemeinden. 110 sprechen Hebräisch, die übrigen Russisch, Spanisch oder Amharik (Äthiopier). Das Spektrum der verschiedenen Strömungen ist sehr breit. Zu den theologischen und den Stil betreffenden Unterschieden bei uns kommen noch typisch jüdische Probleme, nämlich die Beziehung zur Torah und zur jüdischen Religion. Beten Sie, dass trotzdem aufgrund der Mitte Jesu und seiner Nachfolge Einheit zwischen den Gemeinden wächst.


  • Die Beziehung zwischen den evangelikalen Arabern und messianischen Juden ist mindestens theologisch mit Bezug auf das heilsgeschichtliche Verständnis teils sehr gespannt. Beten Sie für Einheit. Es möge das Zeugnis vor den beiden Völkern für alle so wichtig werden, dass die theologische Kluft überbrückt wird.


Zum Schluss
Die drittgrößte hebräische Zeitung Israels, haAretz, ist eigentlich ein linksgerichtetes, antireligiöses Blatt. In der festlichen Ausgabe für den Jom Kippur wurde unter einer auffälligen Überschrift und mit Farbbildern erstaunlicher Weise ein umfangreicher Artikel über die Sicht der messianischen Juden bezüglich Sühne und Erlösung veröffentlicht. Jael (Name geändert) aus Zentral-Israel wurde interviewt. Sie sprach von der Sünde in der Menschheit, von der Sühne Jesu und Sündenvergebung, von der auf unsere Herzen geschriebenen Torah und von dem gelebten Glauben in Liebe und Rechtschaffenheit. Auch der soziologische Aspekt unseres Glaubens als loyale Bürger Israels und die legitimen Wurzeln unseres Glaubens in den hebräischen Schriften sowie die Anknüpfung an den messianischen Glauben des ersten Jahrhunderts kamen zur Sprache. Die Zitate waren weitgehend korrekt.
Lasst uns Gott danken für solche unverdächtigen Veröffentlichungen.

Zusammengestellt von Eckhard Maier, Karlsbad


Nachrichten aus den messianisch-jüdischen Gemeinden in Israel erfahren Sie hier:

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