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Predigt am Gartenteich

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Predigt am Gartenteich

Seit einiger Zeit machte ich mir zusehends Sorgen um meine geliebten Goldfische, Kois und Orfen, wenn ich an meinem Gartenteich saß und die Fische beim Füttern beobachtete. Nicht zu vergessen die putzigen Frösche, an denen ich meine Freude habe, außer wenn sie weithin hörbar quakten.

„Ich muss unbedingt etwas unternehmen, damit der Teich wieder sauber wird und die Fische nicht in diesem brackigen Wasser mangels Sauerstoff zugrunde gehen“, dachte ich mir.

Also machte ich mich ans Werk; pumpte das Wasser raus und schöpfte zusätzlich ca. 50 Eimer Wasser heraus. Je tiefer der Wasserpegel oder besser die Brühe stand, desto strenger roch der Tümpel. Die Fische holte ich mit einiger Mühe mit dem Köcher heraus und setzte sie in Behälter. Zuletzt stieg ich mit Gummistiefeln hinab in den sumpfigen Grund, um den Schlamm heraus zu holen. Der Geruch war mittlerweile unausstehlich. Die einzigen Geschöpfe denen dies nichts auszumachen schien, waren die blöden Kröten, die bis zuletzt in den kleinen Schlammpfützen verharrten und mich ängstlich anglotzten.

Nach vier Stunden anstrengender Arbeit gab ich frisches Wasser in den Teich und schüttete die Fische in ihr neues Lebenselement. Damit eine neuerliche Trübung und Verschlammung verhindert wird oder zumindest nicht wieder so schnell passieren kann, installierte ich einen großen Wasserfilter mit Pumpe in den Teich, der dazu noch eine sauerstoffhaltige Fontäne produzierte.

Welch eine Freude und Belohnung empfand ich, als die Fische vor Freude herumtollten und überall zu sehen waren. Zu meiner Überraschung blieben sie sogar an der Oberfläche, wenn ich sie beobachtete – im Gegensatz zu früher.

Es war mir wie eine Predigt:

Die Fische suchten plötzlich meine Nähe, weil sie wussten, dass ich sie füttere. Sie brauchten sich nicht mehr in der Trübung des Teiches zu verstecken, da sie durch die neue Klarheit des Wassers ohnehin immer zu sehen waren. Ein „Verstecken“ war gar nicht mehr möglich. Oder – anders ausgedrückt: Sie hatten einen klaren Blick auf mich den Gärtner, der sie ernährte und sie sahen nicht mehr diese verdunkelte Gestalt am Teichrand, die auf sie herabschaute und bedrohlich wirkte.

Wie schon erwähnt hatte ich diesmal keine Kosten gescheut und diesen sprudelnden Filter eingebaut, der fortwährend für frisches Wasser sorgte.

Ist es nicht wunderbar, dass Gott selber sich aller Herrlichkeit entäußerte und hinab stieg in den oft stinkenden Sumpf dieser Welt um uns zu retten?

Wir sind nicht anders als die Fische, die sich an die trübe Brühe gewöhnt haben und es als normales Lebenselixier ansehen. Bis das frische Wasser kommt, das mit Sauerstoff angereichert wird, erkennen wir nicht unseren Zustand, - der zum Tode führt. Seit Jesu Kreuzigung und Auferstehung ist sein Blut die immerwährende Reinigung unserer Sünden,- wie dieser Filter.

Der Heilige Geist versorgt uns immerfort mit frischen Wasser (also kein abgestandener Tümpel), mit lebendigem Wasser voller Leben.

Während ich dies schreibe, fliegt eine schwarze Drossel zum Teich und trinkt daraus. Es ist gutes frisches Wasser – auch für andere Geschöpfe ist reichlich vorhanden.

Wolfgang Dietrich



Zum Autor:

Wolfgang Dietrich wohnt zwischen Düsseldorf und Krefeld und leitete früher ein Altenheim. Manchen Lesern mag er bekannt sein durch seine Düsseldorfer Stadtgeschichte in Charisma 114 und 115.

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