Vielfältige Impulse für das Glück in der Ehe – eine Auswertung der diesjährigen MarriageWeek

Vielfältige Impulse für das Glück in der Ehe – eine Auswertung der diesjährigen MarriageWeek

Damit man es sich besser merken kann, findet die MarriageWeek, eine internationale Ehe-Themenwoche, jedes Jahr in der Zeit um den Valentinstag (14. Februar) statt. In Deutschland fand die Woche der Ehepaare in diesem Jahr zum 11. Mal statt.

Die Auswertung nach der diesjährigen Woche der Ehepaare ergab die folgenden statistischen Werte: Deutschlandweit wurden 240 Veranstaltungen angeboten. Hinzu kommt eine „Dunkelziffer“: Weitere Events, die von ihren Veranstaltung nicht in die zentrale Übersicht eingetragen wurden. Die Reichweite und Wirkungen der begleitenden Medienaktionen abzuschätzen, ist besonders schwierig. Als Fazit hat der Verein MarriageWeek Deutschland e.V. nach der Berücksichtigung der eingegangenen Berichte bekannt gegeben, dass die Kampagne 20.000 Personen mit ihrer Botschaft erreicht hat.

Was ist denn die Botschaft der MarriageWeek?
Die MarriageWeek will vor allem von den Gedanken bekannt machen: „Es ist möglich und wichtig, die Ehebeziehung zu pflegen, denn die Ehe ist eine wirklich gute Sache!“  

Abgesehen von diesem Appell, der mit einer positiven „Image-Werbung“ für die Ehe verbunden ist, hat die MarriageWeek auch noch den Effekt, dass viele Veranstalter sich für Ehepaare besonders attraktive Angebote ausdenken, damit diese „ihre Ehe feiern“ können. Denn auch dies ist ein Ziel der MarriageWeek.

Vor allem: Sehr unterschiedliche Angebote im Programm
Die nahe liegende Frage, wie man sich eine „typische MarriageWeek-Veranstaltung“ vorstellen muss, lässt sich eigentlich nicht beantworten, weil die Vielfalt ein bewusste Zentralidee dieser Kampagne ist: Möglichst vielfältige Gaben und Erfahrungen der Veranstalter sollen dazu beitragen, dass in den jeweiligen lokalen Programme für (fast) jedes Ehepaar etwas Interessantes dabei ist.

Als Veranstalter kommen beispielsweise Gemeinden, aber auch Beratungsstellen oder Unternehmer (vor allem im Handel und Gastronomie) in Betracht. Auch die Veranstaltungsgröße variiert: Für manche der Themen passt eher der kleine Kreis oder die vertraute Zweisamkeit im Paargespräch; zu anderen Events kamen über hundert Besucher.

Das treffende Motto „Gutes für Ehepaare“ bedeutet also: Während dieser deutschlandweiten Ehe-Woche gibt es jedes Jahr interessante Veranstaltungen oder auch Angebote aus dem Bereich Gastronomie und Handel für Ehepaare. Dabei kann das „Gute“ auf ganz unterschiedlichen Ebenen liegen: Die Einsichten, die ein Ehepaar beispielsweise in einem Eheseminar bekommt, sind etwas Anderes als die geschmacklichen und emotionalen Eindrücke, die es von einem Koch-Event oder von einem Candle-Light-Dinner mitnimmt.

Wer – angesichts dieser unübersichtlichen Vielfalt – eine systematische Struktur sucht, kann die MarriageWeek-Veranstaltungen in drei große Gruppen einteilen:

Gottesdienste mit Schwerpunkten: Segnungsangebote und thematische Predigten
Die Gottesdienste ließen auch dieses Jahr wieder die ökumenische Vielfalt der MarriageWeek-Veranstalter erkennen. Und Vielfalt gab es auch bei der Schwerpunktsetzung: Vielfach wurde eine Segnungszeit angeboten; manchmal wurde in der Predigt vor allem die Ehe thematisiert; häufiger behandelte die Predigt aber allgemeine Themen der zwischenmenschlichen Beziehung – vor allem dann, wenn ein regulärer Gemeindegottesdienst in das Spektrum der MarriageWeek-Veranstaltungen eingefügt wurde.

In der Region Landsberg/Schongau, wo über 900 Personen an 18 Veranstaltungen teilnahmen, wurde eine detaillierte statistische Auswertung durchgeführt. Hier wies die Veranstaltung-Kategorie „Gottesdienste“ die meisten Besucher auf. (640 Personen in fünf Gottesdiensten – Das bedeutet allerdings nicht, dass dieses spezielle Teilnehmerprofil auch sonst und überall für die MarriageWeek typisch wäre.)

Freude und Dankbarkeit über das Miteinander: Die Ehe feiern
Dann gab es die Events, die man eher der Kategorie „Genuss, Unterhaltung und Freizeitvergnügen“ zurechnen kann (Beispiel Landsberg/Schongau 2019 zum Vergleich: insgesamt 130 Besucher).

Hier steht das gemeinsame Erleben und Genießen im Vordergrund. Bei diesen Veranstaltungen der „praktischen Beziehungspflege“ kann man natürlich noch weiter unterscheiden und fragen, auf welche Weise die Ehepaare jeweils ihre Beziehung feiern konnten: Ein musikalischer Kabarett-Abend mit dem Motto „Gemeinsam lachen macht glücklich!“ hat ja andere Wirkungen als ein gemeinsames Kletter-Erlebnis. Bei einem literarischen Nachmittag geht es anders zu als bei einem Tanzabend für Ehepaare. Und die Genüsse, die ein Ehepaar bei einem Candle-Light-Dinner erlebt, kann man – je nach Möglichkeiten von Ort und Veranstalter – noch weiter differenzieren: Steht die Qualität des Essens im Vordergrund oder die besondere Atmosphäre der „Location“? Oder ist der betreffende Abend primär ein Live-Musik-Event? Oder geht es vor allem um Denkanstöße, die durch einen geistreichen Sketch oder eine Andacht, durch eine Bildbetrachtung oder Erfahrungsberichte, durch Chansons oder ein – mehr oder weniger ausführliches – Referat vermittelt werden.

 „Beziehungs-Bildung“: Einsichten über das Miteinander
Vielfach ging es in den Veranstaltungen der MarriageWeek auch thematisch um die Pflege der Ehebeziehung (Beispiel Landsberg/Schongau 2019 zum Vergleich: insgesamt 180 Besucher).

Diese Eheseminare oder Vorträge, die manchmal durch Pantomime oder andere Veranschaulichungskünste ergänzt wurden, haben beispielsweise die folgenden Aspekte des ehelichen Alltags thematisiert: „Wie kann ein Paar die Liebe über die Jahre hin lebendig erhalten?“ – „Die vier Jahreszeiten der Liebe“ – „Vom Liebesnotstand zum Liebesglück“ – „Workshop zur mitfühlenden Kommunikation“ – „Schritte zur Konfliktbewältigung“ – „Wir zwei – stark als Team“ – „Was Paare stärkt“ – „Die fünf Sprachen der Liebe“

Der Beitrag der Christen: Die tieferen Dimensionen
An der MarriageWeek beteiligen sich auffällig viele Christen. In den Gottesdiensten während der MarriageWeek geht es um die tieferen Dimensionen des Ehebündnisses. Hier können die Christen mit einer größeren öffentlichen Aufmerksamkeit als sonst das einbringen, was sie – auf der Grundlage der göttlichen Offenbarung in der Bibel – über das Wesen der Ehe erkannt haben und für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft weiter sagen möchten.

So sagt beispielsweise Andreas Frész vom Vorstand des deutschen Trägervereins MarriageWeek Deutschland e.V.: „Es ist entscheidend wichtig zu wissen, wozu wir verheiratet sind und weshalb wir zusammen bleiben wollen. Die Ehe ist mehr als nur ein Mittel, einander das Leben angenehm zu gestalten. Sie ist auch das Symbol dafür, dass Gott sich eine heilige Beziehung zu seinem Volk wünscht und diese Beziehung ermöglicht. Eine gelungene Ehe kann einer gefallenen Welt den Schöpfer zeigen, der ihr die Versöhnung anbietet.“

Der Beitrag der Christen: Die bestehenden Netzwerke nutzen
Diese Kampagne erreicht etwas, was in unserer Zeit selten versucht wird: Sie bringt die Ehe als Konzept des Zusammenlebens in die öffentliche Diskussion zurück – ein Konzept, von dem Christen wissen: Das ist Gottes geniale Idee, sein heilsamer Wille, sein Grundkonzept für Mann und Frau – und es ist schade, dass so viele unserer Zeitgenossen dies nicht wissen.

Christen, die diese Ideen unterstützen wollen, haben von vornherein einen Vorteil: Das geschwisterliche Selbstverständnis der Christen führt dazu, dass sie „prinzipiell“, international und über alle Grenzen hinweg vernetzt sind und deshalb die MarriageWeek-Kampagne besonders gut weiterverbreiten können.

Außerdem haben christliche Gemeinden in der Regel ohnehin schon Angebote für Ehepaare in ihrem Programm. Das passt zu einer Beobachtung der MarriageWeek-Planer, wie man so zusammenfassen könnte: Eigentlich ist es gar nicht so schwierig, Veranstaltungen für die MarriageWeek zu organisieren. Man muss das, was man schon immer für Ehepaare angeboten hat, einfach nur in der richtigen Zeit anbieten – also in den Tagen vor dem Valentinstag. Wenn mehrere Veranstalter an einem Ort genau das machen und sich absprechen, bekommt das Anliegen der MarriageWeek die nötige Buntheit und Auffälligkeit – und dadurch viel mehr mediale Aufmerksamkeit.

Ein schönes Beispiel dafür ist der literarische Nachmittag in Kaufering (Oberbayern): Dieses Treffen, das ohnehin jeden Monat stattfindet, bekommt im Februar unter der Überschrift „Szenen einer Ehe“ seinen speziellen thematischen Akzent. Damit leistet dieser Literaturkreis seit über 10 Jahren seinen Beitrag zu MarriageWeek – einfach dadurch, dass er auch im Februar das tut, was er jeden Monat tut. Der entscheidende Unterschied ist nur, dass er diese Veranstaltung in das Programm-Angebot der MarriageWeek aufnehmen lässt.

So ist die MarriageWeek ein Konzept, das es möglich macht, auch ohne großen Aufwand „den Wert der Ehe in der Gesellschaft zu stärken“, wie es im Selbstverständnis dieser Aktion formuliert ist. Über die Dringlichkeit des Anliegens und über seinen Wert für die Gesellschaft besteht eigentlich kein Zweifel. Hartmut Steeb von der Deutschen Evangelischen Allianz hat vor einigen Jahren in seinem Grußwort für die MarriageWeek geschrieben: „Kinder wachsen am besten in einer Treuegemeinschaft von Vater und Mutter auf, die sich aufeinander verlassen können und die den Kindern Stabilität vermittelt. Und darum kann man kaum Wichtigeres für die Zukunft der Gesellschaft tun, als der Ehe eine neue Wertschätzung zu vermitteln.“

Auskunft- und Kontakt-Möglichkeiten
– MarriageWeek-Geschäftsstelle: info@marriage-week.de, Tel. 033708-93667
– MarriageWeek-Website: https://www.marriage-week.de
– MarriageWeek International: http://www.marriage-weekinternational.com
– MarriageWeek-Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/Gutes.Fuer.Ehepaare

 

Zusammengestellt von Rolf-Dieter Braun, JMEM Hurlach
Fotos: Raphael Braun, Jasmina Nkemeta

 

 

 

 

geschrieben von: webmaster

 

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