Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt

Zum Start in die neue Woche möchten wir heute eine Andacht von Pastor Roland Bohnen bringen – quasi als Wochentext. Wir schätzen es, in ihm einen Freund unserer Zeitschrift zu haben, der sich sehr für die charismatische Erneuerung in seiner Kirche einsetzt.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,18-26:
In jener Zeit als Jesus redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder lebendig.
Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern.
Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes;
denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.
Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde an war die Frau geheilt.
Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah,
sagte er: Geht hinaus! Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus.
Als man die Leute hinausgedrängt hatte, trat er ein und fasste das Mädchen an der Hand; da stand es auf.
Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.

Tagesimpuls:
Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.
(Mt 9,21)

„Wenn ich nur den Saum seines Gewandes berühre…“ Es muss nicht ein bestimmtes Ritual ganz exakt erfüllt werden. Es muss nicht irgendeine Voraussetzung hundertprozentig erfüllt werden, damit ich von Jesus geheilt werden kann. Es gibt viele Möglichkeiten. Es ist nicht so, als gäbe es nur einen ganz keinen Spielraum, einen ganz keinen Korridor, so als wenn man beim Schießen genau das Schwarze in der Mitte treffen müsste, und dann kann man von Jesus geheilt werden. Es gibt viele Wege, und schon eine kleine Berührung mit Jesus genügt.

Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.

Wenn Jesus etwas macht, dann ist das immer mit einer gewissen Leichtigkeit verbunden. Es ist bei Jesus nie so, dass es dann scheitern würde, wenn man nur einen kleinen Fehler gemacht hätte, wenn man statt die 100 Prozent nur 99 Prozent erreicht hätte. Wenn Jesus etwas machen will, dann können wir Menschen Fehler dabei machen, wir müssen dann nicht vollkommen sein, er lässt sich von unserer Schwäche dann nicht hindern.

Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.

Das heißt nicht, dass es egal ist, was wir machen. Wir sehen es an der Frau. Sie hatte zwei Dinge: Sie hatte den Glauben, dass Jesus ihr helfen würde. Und sie hat sich um einen Berührung mit Jesus – wie auch immer – bemüht. Diese zwei Dinge müssen wir erfüllen. Wie das dann genau geht, ob ich Jesus umarme, ob er mir die Hände auflegt, ob ich eine „Privataudienz“ bei einem berühmten Charismatiker bekomme, da gibt es keinen  Stress und keinen Druck. Selbst wenn die Tür nur einen kleinen Spalt aufgeht, kann Jesus dadurch schon wirken. Da ist Jesus in keiner Weise auf irgendeine vollkommene Erfüllung einer Voraussetzung unsererseits angewiesen.

Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.

Genau das ist ja der große Glaube der Frau, dass sie glaubt, es reicht, wenn sie nur mal kurz sein Gewand berührt. Sie glaubt nicht daran, dass sie etwas erfüllen müsste, dass sie etwas leisten müsste, ein bestimmtes Gebet oder Ritual vollkommen erfüllen müsste. Sie glaubt einfach an die Berührung von Jesus. Das ist ein großer Glaube. Und darum bemüht sie sich mit all ihren Kräften.

Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.

Ich will heute in dieser Leichtigkeit leben. Was Jesus bewirken will, dass wird er bewirken. Das geht leicht, da muss ich mich nicht krampfhaft anstrengen. Ich will auf Tuchfühlung mit Jesus bleiben, dazu muss ich mich vielleicht manchmal anstrengen, wie die Frau. Ich muss mich durch alle weltlichen Ablenkungen hindurch anstrengen, damit ich Jesus immer wieder wenigstens ein bisschen berühre.

Gebet:
Jesus, sogar ein Gebet kann oberflächlich sein und nicht zu einer Berührung mit dir führen. Aber jetzt will ich so beten, dass ich dich berühre. Berühre du mich mit deiner Gnade, und wirke du heute das, was du wirken willst. Hilf mir, dass ich auf Tuchfühlung mit dir bleibe. Ich glaube und bekenne, dass du alles bewirken kannst. Wirke du heute durch mich. Lass mich deine Führung heute erleben. Amen.

Pastor Roland Bohnen

 

geschrieben von: Redaktion

 

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