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Wenn man das so hört

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„Wenn man das so hört ...“
Was hat Michas Botschaft mit den Nachrichten zu tun?


- Wenn wir
in den Nachrichten hören, dass mal wieder der jährliche Korruptions-Report veröffentlicht wurde, dann sind wir versucht zu denken: „Das hat zum Glück nichts mit uns Christen hier in Deutschland zu tun!“
- Wenn wir hören, dass am Reformationsfest vor allem Halloween gefeiert wird und nicht die Wiederentdeckung der biblischen Befreiungsbotschaft, kommt uns vielleicht der Gedanke: „Naja, das ist schon lange her! Unsere Gesellschaft hat heute andere Probleme.“
- Wenn wir ahnen, was man in den Nachrichten schon lange nicht mehr zu hören bekommt, nämlich dass die Not in Pakistan noch immer riesig ist, dann klingt die Versuchung so: „Gut, dass wir nicht mehr mit diesen schrecklichen Katastrophen-Meldungen belästigt werden!“

Eine ganz andere Nachricht, die unsere Gedankenreaktionen hinterfragt, hat der Prophet Micha im Auftrag Gottes verkündigt. Einer seiner Kernsätze war: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, ... nämlich Recht tun und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ (Micha 6,8).



„Recht tun“

Die Antikorruptions-Organisation Transparency International (TI) hat am 26.10.2010 ihren neuen Jahresbericht veröffentlicht ( www.transparency.de), der wieder an eine These des indischen Philosophen Vishal Mangalwadi erinnert: Gesellschaften, die sich früher an der Bibel orientiert haben und dementsprechend geprägt wurden, seien heute weniger korruptionsanfällig. Erempfiehlt, anhand der TI-Berichte die Zusammenhänge von Wirtschaft und Ethik zu studieren.

Der TI-Report 2010, der eine Skala von 0 bis 10 verwendet („Korruptionswahrnehmungsindex“), macht folgende Angaben:
Dänemark, Neuseeland und Singapur teilen sich den ersten Platz (9,3).
Drei Viertel der 178 untersuchten Länder erzielt weniger als fünf Punkte.
Deutschland (7,9) belegt weltweit den 15. Platz und liegt deutlich hinter Dänemark (9,3), Finnland (9,2) und Schweden (9,2).
Afghanistan und Myanmar teilen sich den vorletzten Platz (1,4).
- Somalia ist weltweites Schlusslicht (1,1).

Mangalwadivertritt die Ansicht: „Man kann Korruption natürlich mit Überwachungbekämpfen, aber dann schafft man auch die Freiheit ab. Die christliche Ethik hat es dagegen ohne solchen Zwang geschafft, ganze Nationen in einem wesentlichen Ausmaß von Korruption zu befreien. Ich bin überzeugt: Die christliche Spiritualität ist die einzige Kraft, die mit Korruption fertig wird und gleichzeitig den Bürgern die politische Freiheit lässt.“ Was passiert nun, wenn diese Spiritualität zurückgeht? Korruption hat also doch etwas mit uns Christen hier in Deutschland zu tun.


„Liebe üben“

In Pakistan, wo nach UN-Schätzungen im Sommer durch die Überschwemmungen 1,2 Millionen Häuser zerstört und etwa 20 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen wurden, fehlen auch Monate danach vielfach die nötigen Lebensmittel. Laut BBC waren Ende Oktober 7 Millionen Menschen noch immer ohne Unterkunft. Viele Hilfsorganisationen sind dort nach wie vor aktiv. So berichten die dortigen Helfer von
Jugend mit einer Mission, dass die Verteilung von Lebensmitteln, Kleidung, Medikamenten, Moskitonetzenund Wasserfiltern vordringlich sei (Infos: www.ywamrelief.org.uk).


„Demütig sein vor deinem Gott“

Die Beziehung des Menschen zu Gott – das ist das große Thema der Bibel und der Reformatoren. Wenn junge Leute am 31.10. sagen: „Wir wollen kein Halloween, wir wollen Reformation feiern“, dann ist das eine Riesenchance, Gottes große Einladung deutlich zu verkündigen. Im Rahmen der Initiative ChurchNight fanden am Abend des Reformationstages in Deutschland und darüber hinaus knapp 1000 ChurchNight-Events mit mehr als 100.000 Besuchern statt. Dazu die Veranstalter: „Junge Menschen sollen Entdeckungen in der Bibel und im Glauben machen - ganz im Sinne Martin Luthers: allein aus Gnade, allein die Schrift, allein Christus, allein der Glaube.“ (Info: w ww.ejwue.de/churchnight)


„Es ist dir gesagt, was gut ist…“

Wer das alles hört und über die Worte des Propheten Micha nachdenkt, dem kommt vielleicht der Gedanke: „Ich mag mir gar nicht ausdenken, wohin das alles führt!“ Aber zum Glück gibt es Leute, die genau darüber nachdenken. Bezeichnenderweise nennen sie ihr gut durchdachtes internationales Netzwerk „Micha-Initiative“. An der Micha-Aktion gegen Armut nahmen im Oktober Gemeinden in rund 70 Ländern Zeichen teil; etwa 60 Millionen Christen kamen zusammen, um für Gerechtigkeit zu beten. Das ist wirklich gut.

Rolf-Dieter Braun



Zum Autor:
Rolf-Dieter Braun (57), Diplom-Theologe, verheiratet und Vater von zwei Söhnen, ist seit 1985 Mitarbeiter des Missionswerks Jugend mit einer Mission (JMEM) und gehört der JMEM-Gemeinschaft in Hurlach (Oberbayern) an. – Die Zitate wurden z. T. gekürzt.





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