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Wie ein Obdachloser nach Jahren sesshaft wurde

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Ich bin einer, den die Gnade fand
Wie ein Obdachloser nach Jahren sesshaft wurde


Mein Name ist Anthony Boddey, ich war verheiratet und habe drei Kinder. Nach meiner Scheidung fing ich an Cannabis zu rauchen, weshalb ich meinen Job und meinen Führerschein verlor. Ich begann dann die doppelte Menge von dem, was ich vorher rauchte, zu konsumieren, und begann ebenfalls zu trinken. Dies wurde so teuer, dass ich anfing, selbst Cannabis anzubauen.

Dann, eines Tages, bin ich um 6.00 Uhr früh aufgestanden, zu der Zeit wenn ich normalerweise einen Joint rauchen würde. Aber an diesem Tag war es, als ob mir etwas sagte, meine Zuhause zu verlassen. Ich packte einen Schlafsack in einen Rucksack und machte mich in Richtung Südengland auf. Als ich in Dover ohne meinen Pass ankam, schlich ich mich auf einen LKW und kam so als Blinder Passagier an Bord einer Fähre nach Frankreich. Ich bin dann zu Fuß durch Frankreich bis Spanien gelaufen, und danach weiter nach Italien, wobei ich oft weder Essen noch Wasser bei mir trug.

Als ich nach Italien kam, verbesserte sich meine Lage ein bisschen. Ich bereiste den Großteil Italiens und fühlte mich geleitet, in den Norden Italiens zu gehen, über den Berg Susa. Von dort aus wanderte ich nach Deutschland, wo ich für ein paar Jahre blieb und entlang der Flüsse auf und ab lief.

Im August 2007 fand ich Arbeit auf einem Weinberg. Ich sparte mein gesamtes Geld um einen Traum, den ich schon viele Jahre hatte, zu verwirklichen. Ich wollte nach Amerika gehen. Ich hatte aber immer noch keine Passpapiere ... Also ging ich zur Britischen Botschaft und saß auf den Stufen bis sie mich an die Reihe nahmen. Mit meinem Pass in der Hand ging ich dann direkt zum Flughafen und kaufte ein Sofort-Ticket nach Amerika (JFK New York). Dort begann ich meine Reise nach Florida. Als ich am Strand in Miami Beach lag, sagte mir eine Stimme, ich solle wieder zurück nach Deutschland gehen. Das verstand ich zwar nicht, tat es aber dann doch. Nur fühle ich mich dabei ziemlich bescheuert.

Zurück in Europa wurde ich richtig depressiv, suchte verschiedene Ärzte auf und bekam schließlich Anti-Depressiva. Doch ich nahm sie nicht wie verordnet, sondern sammelte 150 Tabletten. Als ich dann in einer kleinen Stadt ankam, nahm ich alle 150 Tabletten. Am nächsten Morgen wurde ich im Koma-Zustand mit Hyperthermie gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Zwei Tage später erwachte ich erst aus dem Koma. Gleich riss ich mir alle Schläuche heraus und lief davon. Nun ging ich Richtung Stuttgart und von dort aus nach Düsseldorf. Unterwegs besorgte ich mir wieder Tabletten.

Als ich in Düsseldorf ankam, nahm ich wieder alle Tabletten. Wieder wurde ich bewusstlos gefunden und ins Krankenhaus gebracht, wo ich zwei Tage später ans Bett festgebunden aufwachte, und an einem Blutreinigungsgerät angeschlossen war. Die Ärzte sagten mir, dass ich nach Gerichtsbeschluss für mindestens zwei Wochen im Krankenhaus bleiben müsste. Sie hatten alle meine vorherigen Befunde vorliegen. Es war ein totales Wunder, dass ich überhaupt noch lebte. Als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, lief ich den Rhein hinauf Richtung Schweiz. Doch bereits zwischen Köln und Bonn sagte mir dieselbe Stimme, die ich vorher schon gehört hatte, ich solle wieder nach Düsseldorf umkehren.

Divine Appointment – eine göttliche Begegnung

Zurück in Düsseldorf – es war schon spät – ging ich direkt zu dem Ort im Wald, wo ich immer geschlafen hatte. Ich holte meinen Schlafsack raus, stellte mein Radio an und legte mich hin. Es fing an zu regnen. Plötzlich tauchte aus dem Nichts vor mir ein Mann auf einem Fahrrad auf. Er setzte sich zu mir und begann sich mit mir zu unterhalten. Er erzählte mir, dass er normalerweise bei so einem Regen direkt nach Hause fahren würde, aber sich diesmal entschieden hätte, zu halten um sich unterzustellen. Wir sprachen über Jesus und Gott und wir verabredeten uns für den nächsten Tag zum Frühstück. Er lud mich dann ein, ihn und seine Frau zu dem Gottesdienst des Düsseldorfer Jesus-Hauses zu begleiten. Ich nahm dankbar an. Er fragte mich, was ich mit meinem Leben tun wollte, und erwähnte, dass er einen Ort kennt, der vielleicht etwas für mich wäre. Er sagte, er würde sich darum kümmern. Einige Tage später trafen wir uns wieder, und bevor ich wusste, was los war, saß ich im Zug in Richtung einer kleinen Stadt in Ostdeutschland: Herrnhut.

Ich bin jetzt seit über einem Jahr hier in Herrnhut. Ich habe mein Leben Jesus gegeben und Gott führt mich durch einen Prozess, in dem er mir beibringt, mich wieder zu sozialisieren, nachdem ich fast sieben Jahre auf der Straße gelebt habe. Ich habe an einem Alpha-Kurs teilgenommen, wodurch ich mehr über Gott und mich selbst gelernt habe. Gott hat wunderbare Menschen um mich gestellt, von denen ich sehr viel lerne. Er hat mein Leben auf alle möglichen Arten geändert – sowohl praktisch als auch geistlich! Ich hatte viele Zähne verloren, und jetzt habe ich neue. Letztens habe ich unserem Pastor erzählt, was Gott zu mir gesprochen hatte. Und den Sonntag darauf wurde ich gebeten, meine erste kleine Predigt zu halten:

Mini-Predigt:

Wenn du zu Leuten sagst, dass du ein Christ bist, sehen sie dich als etwas zum Anschauen. Etwa so, als ob du zu einem Ferrari-Vorführraum gehst. Du möchtest wissen, wie das Auto fährt und wie es sich so macht. Du möchtest hören, wie es läuft.

Wenn du ein Christ bist, möchten die Leute auch sehen, wie du dich so machst. Mein Ferrari war ein totales Wrack, obwohl der Motor in perfektem Zustand war. Das erste, was Gott an meinem Ferrari repariert hat, war das Radio, so dass ich ihn sprechen hören konnte. Obwohl ich das Äußere reparieren könnte, waren es die Leute um mich herum, die mein Inneres repariert haben. Mein Ferrari ist noch nicht komplett repariert. Aber selbst wenn er repariert wäre, er würde immer noch nicht fahren, bis ich ihn mit Benzin fülle.

Wenn ich den Tank nicht mit Benzin (mit dem Heiligen Geist) fülle, werde ich nirgendwo hinfahren können. Mein Ferrari würde noch nicht mal starten ohne Benzin. Und jetzt, wo ich den Heiligen Geist empfangen habe, schnurrt mein Ferrari wie ein Kätzchen.


Anmerkung:
Zur Zeit (November 2010) befindet sich Anthony in einem muslimischen Land, um dort durch praktische Hilfe ein Zeugnis zu sein. Wie lange die Türen für ihn offen sein werden, wissen wir nicht. Wenn Sie ihn im Gebet und finanziell unterstützen möchten, wird es Ihnen im Himmel vergolten werden. Zweckgebundene Spenden bitte an:

Empfänger:
Christliches Zentrum Herrnhut
Verwendungszweck: für AnthonyBank: Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien
BLZ: 850 501 00
Spendenkonto: 3 000 210 317
IBAN: DE53 8505 0100 3000 2103 17
BIC/SWIFT: WELADED1GRL

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