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Bonus zu Seite 14-15: Eine Gemeinde ohne Leben

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Charisma 156, BONUS zu Seite 14-15:
„Eine Gemeinde ohne Leben?“

Welche Entwicklungsschritte waren notwendig und wichtig?
Vision

Das Pastorenehepaar Klaus und Sylvia Schrörs hielt an der von Gott geschenkten Vision fest: Wir wollen eigenständige, pfingstlich-charismatische Gemeinde sein. Dazu gehörte die Abnabelung von der Muttergemeinde in Löbau. Dies war ein schmerzlicher, langwieriger und Geduld fordernder Prozess. Dieses Loslassen war mit Angst behaftet vor der neuen Verantwortung. Finanzen, Raumsuche, Aufbau und Absicherung lagen nun nicht mehr bei den anderen, sondern bei uns.

Herzlichkeit und Freundlichkeit Gästen gegenüber

Ein Teil der Vision war es, als Elimgemeinde Oase für andere zu sein. Wir hatten immer wieder Gäste aus anderen Gemeinden oder Suchende, die etwas von uns gehört haben. Als Leitung haben wir uns zu Eigen gemacht, dass Menschen, egal wo sie herkommen, bei uns auftanken und empfangen können und sollen. Grundsätzlich wollten wir daher Außenstehenden Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und Ehrerbietung geben.

Leidenschaftliche Evangelisation, Hinwendung zur Welt

Die Evangelisation hatte vornehmlich persönlichen Charakter: Menschen aus der Umgebung wurden angesprochen und eingeladen. Bei Gartenparties, Ausflügen, Grillnachmittagen, Sommerfesten am See u.a. wurden Menschen, die wir kannten, eingeladen. Das war im kleinen Rahmen der Anfänge der Gemeinde sehr gut möglich und trug aus meiner Sicht zum Wachstum und einer Atmosphäre des Angenommenseins bei.
Besonders Menschen aus schwierigen sozialen Hintergründen (Alkoholiker, Kinder aus sozial schwachen Familien, Arbeitslose) wurden gern aufgenommen und eingeladen. Sie fühlten sich in den einfachen Verhältnissen unserer Gemeinde wohl. Wir haben sie immer als Auftrag, aber auch als eine riesige Bereicherung für uns erlebt. Sie waren direkt, ungeschminkt in der Verbalisierung ihrer Anschauungen, sie konnten Kritik und Anerkennung ohne Schnörkel aussprechen.

Sehnsucht nach dem Heiligen Geist

Besonders durch unser Pastorenehepaar wurden die Wirkungen des Heiligen Geistes gesucht, gepredigt und praktiziert. Es gab kaum Monate, in denen nicht dieses Thema irgendwie zur Sprache kam. Gastprediger wurden zu diesem Thema eingeladen und es gab immer wieder Aufrufe, die Taufe im Heilligen Geist zu empfangen.
Im Gottesdienst wurden die Kraftwirkungen des Geistes Gottes erwartet und ihnen Freiheit eingeräumt. Wir hatten nie eine wirkliche Zensur der Eindrücke, Prophetien und Bilder im Voraus. Wir hatten aber auch nie solch negative Erfahrungen, dass wir stark beschränkend hätten einwirken müssen. Korrigiert wurde im Nachgang oder unmittelbar. Die Taufe im Heiligen Geist wird gepredigt, gelehrt und soll immer neu als Kraftausrichtung für den Dienst erwartet werden.

Krisen und Leid nicht ignorieren

Es gab Krisen und Leid. Es gab und gibt Krankheit, Not, Eheprobleme, Tod, Zweifel, ungelöste Probleme. Entscheidend war, dass wir uns ihnen geöffnet haben, sie nicht ignorierten sondern sie öffentlich ansprachen. Verschiedene Predigten widmeten sich diesen Themen. Menschen durften ihre Not bringen. Sie wurde nicht schöngeredet oder übergeistlich weggeredet. Es blieb dadurch eine Spannung, die aber oft heilsam war.
Wir verstehen uns als begnadete Sünder. Niemand ist besser, größer oder heiliger. Jedem können Schwierigkeiten unterlaufen. Jeder darf aber auch die tröstende Kraft der Gemeinde erfahren. In allem soll eine Wahrhaftigkeit gelebt werden, die den gesamten Menschen in seinem Erlöstsein, aber auch in seiner Bedürftigkeit ernst nimmt. Diese Spannung kann und soll nicht aufgelöst werden.

Inspirierende Gottesdienst

Lobpreis, Offenheit für das Wirken des Heiligen Geistes, Zeiten für Gebet, Prophetien, Eindrücke und Bilder, Freiraum für Zeugnisse (auch Schwierigkeiten dürfen benannt werden) sowie ansprechende Predigten – das sind die Elemente, die unsere Versammlungen zu inspirierenden Gottesdiensten werden ließen.

Gottes Wort in seiner ganzen Breite

Verschiedene Mitglieder aus unserer Gemeinde kommen aus anderen Denominationen. Es ist uns wichtig, Gottes Wort in seiner gesamten Ausprägung, soweit dies möglich ist, zu predigen. Es sollen keine Themen und Schwerpunkte ausgelassen werden, nichts überlesen oder überhört werden.

Gebet

Verschiedene Gebetsgruppen gibt es seit einigen Jahren. Anfangs war das Gebet eher ein Bestandteil von Bibelstunde, Leitungstreffen oder spontan bei Begegnungen. In den zurück liegenden Jahren wurden verstärkt Gebetsgruppen ins Leben gerufen. Zum Teil auf Eigeninitiative von Einzelnen, zum Teil als Ausrichtung von der Gemeindeleitung proklamiert. Seit vielen Jahren beteiligen wir uns als Gemeinde auch am so genannten 24-Stundengebet, einer deutschlandweiten Initiative (
http://www.waechterruf.de).
Ein weiterer Gebetskreis entstand mit einigen katholischen Geschwistern, um gegen die Tötung von Kindern im Mutterleib zu beten und für eine kinderfreundliche Atmosphäre. In den letzten Jahren gab es darüber hinaus Gebets- und Fastenwochen. Seid mehreren Jahren gibt es gemeindeübergreifende Lobpreisabende, die von Christen aus unterschiedlichen Konfessionen besucht werden.

Veränderung der Struktur

Durch das Wachstum der Gemeinde kam es zu einer Art Reformstau. Wir merkten es an vielen Diskussionen, an der vermehrten Beschäftigung der Leitung mit administrativen Aufgaben, einer gewissen Unzufriedenheit. Kommunikation gelang nicht mehr wie früher. Nach dem Gottesdienst war es nicht mehr möglich, mit allen ins Gespräch zu kommen.
Veränderungen wurden erforderlich:
wir gründeten Hauskreise, Leitungsteam wurde vergrößert, Diakone gewählt, feste Zeiten für die Beratungen anberaumt; größere Räume wurden im Glauben angemietet.

Krisen aushalten

Es gab Krisen – auch bedingt durch die Art und Weise des Umganges miteinander. Einzelne hatten psychische Probleme, andere mangelnde Gesprächbereitschaft; auch Manipulation kam vor. Diese Schwierigkeiten hatten durchaus das Potenzial für Auseinandersetzungen und Spaltungen. Sie wurden aber ausgehalten. Es wurde gebetet. Die große Herausforderung war: Person und geistliche Rede zu trennen. Es galt alles zu prüfen und das Gute zu behalten. Die meisten blieben beieinander.

Johannes Weiß, Zittau





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