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Bonus zu Seite 22: III. Lausanner Kongress

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Charisma 156, BONUS zu Seite 22
„III. Lausanner Kongress über Weltevangelisation“
„Zeugen sein – bis an das Ende der Erde“

Unglaublich, was die weltweite Lausanner Bewegung hinbekommen hat: über 4000 Delegierte aus 198 Ländern, also von allen Enden der Erde, nach Kapstadt in Südafrika zu bringen – auf persönliche Einladung hin, unterstützt von den jeweiligen nationalen Lausanner Netzwerken. In Deutschland heißt dieser Trägerkreis Koalition für Evangelisation in Deutschland – Lausanner Bewegung, . 70Prozent waren allein von der südlichen Welthalbkugel gekommen, entsprechend dem Anteil an Evangelikalen dort. Die Gemeinde Jesu, insbesondere die Pfingstbewegung, wächst hier phänomenal.

Klammer Lobpreis
Eröffnungs- und Schlussveranstaltung, jeweils an einem Sonntagabend, bildeten die Klammer für die intensive und bewegende Woche vom 17. bis 24. Oktober 2010. Lobpreis mit einem riesigen afrikanischen Chor und Orchester – mit klassischen und elektronischen Instrumenten, mit alten Kirchenliedern und modernen Chorussen, letztere angeleitet von einer international zusammengestellten Lobpreisgruppe, die teilweise von „unserer“ Judy Bailey mitgeprägt war – in charismatischer Art des Lobpreises. Die Dramaturgie war auf die Herrlichkeit und Größe Gottes und sein liebendes Handeln in dieser Welt durch Jesus Christus ausgerichtet, mit dem Höhepunkt des gemeinsamen Mahls des Herrn im abschließenden dreistündigen Gottesdienst.

Vielfalt und Einheit
Bis auf die Weltpfingstkonferenz Ende August 2010 in Stockholm habe ich nur christliche Frauenkongresse auf internationaler Ebene erlebt: die Global Celebration for Women kurz nach den Anschlägen des 11. September 2001 in Texas und mehrere Male die Kongresse von Aglow International, der weltweit am weitesten verbreiteten pfingstlich-charismatischen Frauenbewegung. In der Größenordnung zwischen sechs- und zehntausend Teilnehmerinnen waren sie immer ein unvergleichliches Ereignis der Vielfalt, aber auch geistlicher Einheit. Insbesondere durch das einzigartig Erleben: Wir sind Familie Gottes! Dasselbe erlebte ich in Südafrika, mit noch größerer konfessioneller und denominationeller Breite.

Interessante Begegnungen
Die Kongresswoche vom 17. bis 24. Oktober im größten Kongress-Zentrum Südafrikas mit Hunderten von Veranstaltungen und Mitwirkenden zu gestalten, war eine gigantische Angelegenheit – und großartig gelungen. Allein die Mahlzeiten für die über 4000 Teilnehmer hinzubekommen, war eine Aufgabe, die viele rund um die Uhr beschäftigte. 400 Helfer aus aller Welt waren überall im Einsatz, selbst in den Hotels. Einen Ausschnitt der Internationalität der Teilnehmer lernte man beim Essen-Anstehen kennen. Einmal war ein Mongole hinter mir, der Deutsch sprach, weil er in der damaligen DDR studiert hatte. Ein andermal saß ich zusammen mit zwei Frauen aus dem Königreich Bhutan, in dem Bhuddismus Staatsreligion ist. An einem anderen Tag nahm ich mein Lunch-Päckchen mit einer lutherischen Pfarrerin aus Norwegen ein, die in Thailand Theologie lehrt. Im Vorübergehen sah ich jemand aus dem Jemen, von einem der südafrikanischen Fürbitter, der nur zum Beten in das Kongress-Zentrum gekommen war und dem ich beim Mittagessen zuhörte, erfuhr ich, dass Hunderte Geschwister den Kongress umbeteten. Insbesondere hatte jeder der Redner im Programm zwei Beter hinter sich.

Quoten
Der Kongress für Weltevangelisation war dadurch besonders, dass etwa ein Drittel Frauen waren bzw. dieser Anteil vorgeschrieben – sonst nicht üblich bei kirchlichen Führungs-Kongressen – und es auch einen ähnlich hohen Anteil an Younger Leaders gab. Die Lausanner Leitung mit dem Vorsitzenden Douglas Birdsall hatte mithilfe ihrer Gremien einen Schlüssel für die Länderbeteiligung und auch die altersmäßige Verteilung der teilnehmenden Leiterinnen und Leiter festgelegt. Etwa Tausend von ihnen waren nationale kirchliche Leiter, darunter auch nicht wenige afro-anglikanische Bischöfe.

Die deutsche Delegation
Ich war eingeladen, Teil der offiziellen 90-köpfigen deutschen Delegation zu sein, überwiegend Leiterinnen und Leitern aus den Landeskirchen und deren missionarischen Werken. Mit dabei sein wollten etwa 400 kirchliche Vertreter, darunter allerdings wenige freikirchliche. Ich war die einzige aus dem pfingstlich-charismatischen Bereich Deutschlands, eingeladen aufgrund meiner Tätigkeit im Bereich der Frauenarbeit in Deutschland und Europa. Aus den Ländern der südlichen Hemisphäre überwogen allerdings die pfingstlichen Delegierten, stellen sie dort doch – auch im Gegensatz zu Europa – den überwiegenden Teil der missionarischen Szene dort.

Vision Billy Grahams
hatte Billy Graham die missionarisch gesinnten Christen der Welt erstmals nach Lausanne/Schweiz eingeladen. Seine Vision: Wie kann angesichts des noch nicht erfüllten Auftrags Jesu, „das ganze Evangelium der ganzen Welt durch die ganze Gemeinde“ weitergegeben werden? Dazu sollten nationale Initiativen gegründet werden. In Deutschland war es damit erst 1985 soweit. Der II. Lausanner Kongress 1989 in Manila sollte konkrete Zusammenarbeit hinsichtlich Evangelisation innerhalb der evangelikalen Christenheit fördern. Redner wie Jack Hayford und John Wimber machten es insbesondere einigen der 180 deutschen Delegierten nicht leicht. Es wurde dadurch aber mit ProChrist-Evangelisationen begonnen (1991) und endlich zwischen der Deutschen Evangelischen Allianz und dem Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (1996) mit einer gemeinsamen Erklärung ein neues Kapitel der Zusammenarbeit aufgeschlagen, nach Jahrzehnten der Abgrenzung.

Inspirieren – stärken – ausrüsten
Die geniale Idee für diesen Kongress war, die Teilnehmer an Sechser-Tischen gemeinsam in Gottes Wort – im Epheserbrief – „graben“ zu lassen. Die Kongress-Organisatoren hatten international und konfessionell durchmischte Gruppen mit einem ähnlichen Dienst in Tischgruppen zusammengebracht. An meinem Tisch kam es nicht ganz so hin, vier waren Europäer und kamen aus Kroatien, Rumänien und Slowenien, ich war die einzige aus Westeuropa. Ein weiterer Bruder an meinem Tisch war Südafrikaner, und der letzte aus Tailand und die beiden anderen kamen aus Süd, angeleitet von ausgezeichneten Bibellehrern, darunter z. B. ein Pfingstpastor aus Kenia. Worum ging es 2010, in der Woche vom 17. bis 24. Oktober, von Sonntag bis Sonntag, unterbrochen durch einen freien Tag, um evangelistische Arbeit vor Ort kennen zu lernen?
Die großen Tagesüberschriften anhand dieses Paulusbriefes aus dem Gefängnis waren

– Die
Wahrheit des Evangeliums in einer pluralistischen Welt
Versöhnung ... in jede Zerbrochenheit hinein
Weltreligionen: Allen die Liebe Christi bringen.
Prioritäten: Was ist Gottes Wille im 21. Jahrhundert?
Integrität: Demütig und einfach leben.
Partnerschaft: „Wir brauchen einander!“

Tag für Tag hören wir praktische Beispiele der Umsetzung dieser sechs Überschriften, von allen Kontinenten, untermauert von der ewig gültigen Wahrheit des Wortes Gottes. Dargestellt durch ausgezeichnete filmische Dokumentation. Durch Persönlichkeiten auf der Bühne, die von dem berichteten, wie Gott in der Welt, in alle Nöte hinein ganzheitlich durch seine Gemeinde arbeitet: Hier zwei von vielen beeindruckenden Bespielen:
– Eine wachsende Weltstadt, Buenos Aires/Argentinien, wird systematisch mit dem Evangelium durchdrungen, dafür sind alle denominationellen Grenzen aufgegeben worden, nach einer Zeit des Fastens und Betens.
– Verwaiste Jungs in Afrika – sie haben ihre Eltern aufgrund von AIDS verloren – werden betreut von (teilweise frisch bekehrten) Fußballtrainern, die wie geistliche Hirten mit ihnen umgehen und Hoffnung durch Jesus Christus in ihr Leben bringen.
Insbesondere spielte die leidende Gemeinde Jesu eine Rolle, wir hören ergreifende Zeugnisse, wie von Frau Little, Witwe eines der zehn im August Ermordeten in Afghanistan, seit 32 Jahren mit medizinischen Diensten in der Liebe Jesu im Lande tätig, ausgesandt von Jugend mit einer Mission. Ein Wermutstropfen: Den über 200 chinesischen Delegierten insbesondere aus der phänomenal wachsenden Untergrundkirche, wurde kurz vor Abflug verwehrt, ihre Reise nach Kapstadt anzutreten.
Was machen wir mit dem Erlebten, Gehörten persönlich, als Evangelikale in Deutschland? Als Kapstadt-Fahrer sind für Anfang Januar verabredet, um darüber nachzudenken und zu beten:
Was sagt der Geist der Gemeinde Jesu in Deutschland?

Hannelore Illgen




Auf www.lausanne.org gibt es eine Fülle an Informationen, Fotos, Video- Mitschnitten und Podcasts zum III. Lausanner Kongress über Weltevangelisation.







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