Du bist eine Wohltat für deine Umgebung

Du bist eine Wohltat für deine Umgebung

Zum 70. Geburtstag von Dr. h.c. Volkhard Spitzer

Ich lernte ihn während der Olympiade in München kennen. Etwa 1.000 Jugendliche – vorwiegend aus den USA, aber auch von anderen Ländern und etwa 50 sogar aus Deutschland – waren für evangelistische Einsätze angereist. Darunter auch der junge Berliner Pastor Volkhard Spitzer.

In den USA hatte ich schon von ihm gelesen: dass er Drogenabhängige, die durch Jesus frei geworden sind, in der Havel taufe. Später wurde er einer unserer Gastprediger im JESUS-HAUS Düsseldorf.

Seine Biografie ist unter anderem nachzulesen auf

http://de.wikipedia.org/wiki/Volkhard_Spitzer
und
http://www.ccm-missions.com/new_2003/spitzer.html

Ein besonders interessantes Video wurde zu seinem 50-jährigen Dienstjubiläum zusammengestellt (das tatsächlich schon war). Hier werden Stationen seines Lebens und Dienstes gezeigt: http://www.pastorspitzer.de/pages/archiv.php

Noch im gesegneten Alter von 70 Jahren predigt Volkhard Spitzer Sontag für Sonntag in der bescheidenen St. George Kirche von Berlin zu Millionen von potenziellen Zuhörern (http://www.citykircheberlin.de und https://www.charisma-magazin.eu/gott-ist-nur-ein-gebet-weit-entfernt). Mitzuerleben auf Das Vierte (samstags  8:30 Uhr), TV-Berlin (sonntags 8 Uhr), Bibel-TV (freitags 14:30 und mittwochs 8:30 Uhr) sowie Anixe (sonntags 8 Uhr) unter dem Titel HOPE FOR TOMORROW. Die meisten Menschen erreicht er zweifelsohne durch die Ausstrahlung in Korea und anderen Teilen Asiens – mit entsprechender Untertitelung.

Anlässlich seines 70. Geburtstages am 12.08.2013 haben wir eine seiner Predigten für Sie ausgesucht und geben sie hier in etwas gekürzter Form weiter:

Wo Gottesmenschen sind, ist Segen

(von Volkhard Spitzer)

Gottes Prophet Jesaja erblickt in der Zukunft eine von Gott inspirierte Regierung, Persönlichkeiten mit besten Führungsqualitäten, und beschreibt die Auswirkungen für die Menschen um sie her.

Was Jesaja sagt, kann aber grundsätzlich für alle mit Gott verbundenen Führungskräfte gelten – zu allen Zeiten, in allen Bereichen des politischen, wirtschaftlichen,  gesellschaftlichen und religiösen Lebens. Es ist eigentlich anwendbar auf jeden unter uns, denn unser Denken und Handeln beeinflusst unsere Umgebung. Wir alle leiten durch Vorbild oder Versagen!

Jesaja 32,1–2 sagt:

Leitende Personen, die mit Gott leben, sind für die Menschen

– wie ein schützender Raum vor dem Sturm,

– wie Wasserbäche, die durch trockenes Land fließen,

– wie Schatten eines gigantischen Felsens in einem von Hitze und Durst erschlafften Land.

In Zeiten der Krise und der Bedrängnis sind solche Menschen eine Wohltat für ihre Umgebung. Sie resignieren nicht, sie ziehen sich nicht zurück, sie geben nicht auf – sie gehen voran!
Sie leiten andere Menschen durch ihr Vorbild!
Sie wissen, dass ihre Führung und Versorgung letztlich nicht von ihrer Firma, nicht von ihrem Vorgesetzten, nicht vom Staat, nicht von der Wohlfahrt kommt, sondern dass letztlich Gott selbst die Quelle ihrer Versorgung ist. Sie sind offen für sein Wirken und erleben oft wahre Wunder.

Unsichere Zeiten

Wenn sich die Lebensumstände um uns her eintrüben, ist es leicht, deprimiert zu sein, sich einzubunkern und eine passive Überlebensmentalität zu entwickeln.

Es ist leicht, in Zeiten des Gegenwinds unsere Träume, unsere Vision zu verlieren, die Flinte ins Korn, den Glauben über Bord zu werfen und sich als Opfer schlechter Zeiten und Umstände zu sehen. Gottes Wort bestärkt keine Opfermentalität. Es lehrt uns, mehr als Überwinder zu sein.

Im Römerbrief Kapitel 8,31–37 fragt der Apostel Paulus:
„Kann uns irgendetwas von der Liebe Gottes trennen?
Die Antwort auf diese rhetorische Frage lautet: „Selbstverständlich nicht!“
Gott ist kein Schönwetter-Gott!

David schreibt in Psalm 23 von grünen Auen, erfrischendem Wasser, aber auch vom Wandern durchs finstere Tal. Er schreibt: Ich will mich nicht fürchten, denn DU BIST DA!

Gottes Kraft wirkt am deutlichsten, wenn wir schwach sind

So ist es auch bei Paulus. Er redet nicht von fiktiver, sondern von selbst erlebter Not, von Ängsten, die in ihm aufkamen, von Verfolgung, unter der er litt, er redet von Hunger, Kälte und Gefahren im Leben.

Er ist nicht abgehoben, er ist Realist – und sagt doch gleichzeitig: Aber wir lassen uns nicht unterkriegen, wir tragen einen überwältigenden Sieg davon.
“When the going gets tough, the tough get going”, sagen Angelsachsen.
Frei übertragen heißt das: Wenn es schwierig und zäh wird, kommen die Zähen erst richtig in Gang.

Es ist einfach, Glauben zu halten, wenn alles gut geht und man alles aus eigener Kraft bewerkstelligen kann. Der Glaube an Gott ist jedoch besonders dann überzeugend, wenn es eng wird und Gottes Kraft sich manifestieren kann.

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig, heißt es in der Bibel. Wir sollten das nicht falsch verstehen oder als Entschuldigung für mangelnden Einsatz benutzen. Schwache sind nicht gleichzusetzen mit Losern.

David war schwach – gemessen an seinem mächtigen Gegner Goliath, aber seine Erfahrung und sein Gottvertrauen ließen ihn siegreich sein. Gottes Kraft manifestierte sich – das war die Faszination des Außergewöhnlichen.

Die Nacht der Seele – der Helfer in der Not

Selbst wenn wir durch eine trockene Phase im Leben gehen,
wenn wir eine negative Nachricht bekommen,
wenn sich unsere Situation als schwierig erweist,
sagt Gottes Wort,
dass wir wie sprudelnde Wasserbäche im Wüstenland sein können.

Gott ist nicht von innerweltlichen Umständen abhängig,
ER IST UNSER VERSORGER!

Jesus wird in Matthäus 6,33 zitiert: „Trachtet ZUERST nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere zufallen.“

Wir hören und sehen täglich so viele schlechte, zum Teil schreckliche Nachrichten, so dass wir leicht in eine Überlebensmentalität verfallen können und nur noch an das bloße Überleben denken.

Gott will uns von diesem Negativdenken befreien!
Tatsache ist:
Zeiten mögen schwierig sein, aber ER ist immer noch der,
der fünf Brote und zwei Fische vermehren und viele satt machen kann.

Gott kann uns kreative Gedanken, Lösungen zukommen lassen.
Er kann unser Einkommen mehren, aus Quellen, mit denen wir nicht gerechnet haben, von denen wir nicht einmal wussten.
Er kann Herzen bewegen wie Wasserbäche.
Er kann entscheidende Kontakte schenken.

Wo Gott ist, ist Segen

Gott hat unbegrenzte Möglichkeiten und möchte dich und mich seinen Segen erfahren lassen und uns zum Segen für andere setzen. Denn: Wo Gott ist, ist Segen.

Du bist gesegnet – und mit dir die Menschen, die um dich her sind.

Der Ort, an dem du dich als gläubiger Mensch aufhältst, da ist Gottes Segen gegenwärtig! Kurz: Wo du bist, ist Segen!
Lebe in diesem Bewusstsein. Es verändert dich und beeinflusst deine Umwelt.

Das erinnert mich an die Schiffsreise des Apostel Paulus auf dem Weg nach Rom:
Die See ist rau. Die Offiziere überlegen, was zu tun ist, ob sie die Reise unterbrechen oder fortsetzen sollen. Paulus überfällt beim Gebet ein ungutes Gefühl und er rät dem Kapitän auf der Insel Kreta zu überwintern. Er warnt den Schiffseigner vor Gefahr und Verlust. Die Gier nach mehr Geld aber treibt den Unternehmer an. Er gibt die Order weiterzufahren. Und als ein leichter Südwind weht, lichtet die Crew die Anker.

Nicht lange danach bricht der gefürchtete „Nordostwind“ los, ein heftiger Sturmwind. Es tobt ein verheerendes Ungewitter.
Die Wellen bäumen sich meterhoch auf. Die Masten ächzen unter dem Druck. Die Ladung geht als erstes über Bord, dann werden selbst wichtige nautische Geräte ins Meer geworfen. Das Schiff treibt hilflos dahin. Tagelang und nächtelang sind weder Sonne noch Sterne zu sehen. Es ist stockdunkel. Die Bedrängten verzweifeln, geben jede Hoffnung auf Rettung auf. Die erfahrene Mannschaft will nicht mal mehr essen.

In dieser Extremsituation tritt Paulus auf und sagt:
„Leute, ihr hättet auf mich hören sollen, ihr hättet überwintern sollen, dann wären uns all diese Ängste und Schwierigkeiten erspart geblieben.“

Sehr hilfreich in dieser Situation nicht wahr?
„Ihr hättet“! – Konjunktiv – „Hätte, hätte, Fahrradkette.“
„Hätte“… hilft nicht. Hören wir auf, im deprimierenden, im Kraft verschwendenden Konjunktiv zu reden. Aber Paulus hatte mehr zu sagen als „hätte“.

Der Mann mit seinem heißen Draht nach oben bringt GUTE NACHRICHT! Seine Worte bringen „Hope for Tomorrow“, Hoffnung fürs Morgen, Hoffnung für eine Zukunft.

Und das, weil er weiß, wie man betet – wie man das Heilige achtet – wie man mit dem gütigen Gott in Kontakt tritt.

Hier ist seine Botschaft an die Schiffsmannschaft:
„Ich bitte euch jetzt eindringlich“, sagt Paulus, „gebt nicht auf! Das Schiff geht zwar verloren, aber wir werden alle Mann gerettet werden. In der letzten Nacht stand neben mir ein Engel Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene. Er sagte zu mir: Habt keine Angst. Nicht einer wird umkommen. Das Schiff ist zwar verloren, aber deinetwegen hat Gott alle Leben bewahrt.

Also habt keine Angst! ICH VERTRAUE GOTT! Es wird sich alles erfüllen, wie er gesagt hat. Wir werden auf einer Insel stranden.“

Welch eine Stimme im Sturm!
ICH GEHÖRE GOTT! – ICH DIENE GOTT! – ICH VERTRAUE GOTT! ES WIRD ALLES SO GESCHEHEN, WIE MIR GESAGT WURDE!

In den Stürmen des Lebens ist es ein Segen, solche Menschen um sich zu haben. Menschen, die nicht verzagen, sondern etwas wagen! Menschen, die vertrauensvoll vorangehen.

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Das wünschen wir als Charisma-Redaktion auch Pastor Spitzer für das neue Lebens-Jahrzehnt.  In seinem bisherigen Leben hat er schon so oft Glaubensmut unter Beweis gestellt und immer wieder Neues gewagt. Möge Gott ihn weiterhin für viele von uns zum Segen setzen, wenn wir seinem Beispiel folgen, „vertrauensvoll voranzugehen“.

geschrieben von: Gerhard Bially

Gerhard Bially

Eine göttliche Beauftragung zieht sich wie ein roter Faden durch meine Biografie: eine Zeitschrift herauszugeben, um Lesern von dem wunderbaren Wirken des Heiligen Geistes in unserer Zeit zu berichten; ihnen Mut machen, mehr als bisher von Gott zu erwarten.

 

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